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Google-Programmierer sollten weniger Drogen nehmen

Ich weiß nicht, welche Drogen genau die Programmierer bei Google so tagtäglich konsumieren, aber sie scheinen ihnen nicht gut zu tun, denn anscheinend führen sie zu Paranoia und Kontrollzwängen. Ich hatte mich ja an dieser Stelle bereits über die überbordende Fürsorglichkeit von Google aufgeregt, aber inzwischen nimmt sie wirklich bizarre Züge an.
     Den meisten Nutzern von Google- und auch Apple-Produkten dürfte der Begriff „Zweifaktorautorisierung“ geläufig sein, er bedeutet, dass man beispielsweise zum Einloggen in ein Konto nicht mehr nur Zugangsnamen und Passwort benötigt, sondern den Vorgang des Einloggens noch an anderer, zweiter Stelle bestätigen muss. Zum Beispiel auf dem Handy.
     Bei Google reicht nun jedoch auch das nicht mehr aus! Ich gebe auf meinem Laptop zum Anmelden an diesen Blog meine Zugangsdaten ein und erhalte eine Meldung an mein Handy, die ich mit „Ja“ bestätigen muss. Trotzdem schickt Google noch eine zusätzliche Warnung an mein Handy, sowie eine weitere E-Mail, in welcher ich darauf hingewiesen werde, dass soeben „irgendjemand“ sich bei meinem Konto angemeldet hat, und sollte ich nicht derjenige sein, so solle ich mich sofort an Google wenden.
     Liebes Google! Was glaubt Ihr eigentlich, wer dieser „irgendjemand“ sein könnte? Wer könnte wohl so gerissen und skrupellos sein, dass er nicht nur meine Zugangsdaten ausspioniert, sondern sich auch noch meines Handys bemächtigt, nur um an ein Google-Konto zu kommen?
     Es gibt nicht nur Kriminelle auf der Welt. Wenn Ihr überall nur noch Hacker und Gangster seht, dann müsst Ihr mal zum Arzt gehen! Das ist nämlich nicht gesund. Verfolgungswahn ist eine Krankheit, die behandelt werden sollte.
     Nur mal so zum Vergleich: Um am Automaten Geld abzuheben, benötige ich lediglich eine Plastikkarte und vier Ziffern. Und meine Bank hat deswegen auch nicht die Buxe voll.