Nun hab ich ihn rausgeschmissen. Es reichte. Schnauze voll. Mein Xerox-Farblaserdrucker mochte kein Papier mehr einziehen. Okay, er war acht Jahre alt, aber ist das denn schon Grund genug, hier rumzuzicken? Er hatte doch nichts auszustehen, bei mir zu Hause. Keine tausend Seiten hab ich insgesamt damit gedruckt.
Schon der Beginn unserer Beziehung war nicht sehr erfreulich: Das Druckbild war verschoben, ein Nachkalibrieren, wie so oft, für den Benutzer unmöglich. Es sei denn, dieser geht dem Hersteller so lange auf die Kartusche, bis er einem den Zugangscode für das Administratoren-Menü verrät, denn anderenfalls müsste er einen Techniker vorbeischicken, was teurer ist. Mit diesem Geheimwissen ausgestattet, gelang es mir, alles so einzustellen, wie ich es haben wollte.
Kommt Zeit, geht Mac, kommt Windows-PC, leider mit einem recht beschissen programmierten Treiber, der alles wieder über den Haufen warf und auch die Farben nicht so wie gewünscht drucken konnte. Mit ein wenig Trickserei konnte ich auch das hinbekommen, aber heute nun mochte er mein Papier nicht mehr, obwohl von edelster Sorte, blütenrein weiß und luxuriös glatt, so wie Printmedien-Designer wie ich es nun mal mögen.
Und da hat’s mir dann gereicht! Ich hab ihn rausgeschmissen. Er lehnt nun hochkant an der Wand meiner Garage und wird demnächst im Kofferraum meines geliebten Golfilinchens seine letzte Fahrt antreten, zum Recyclinghof. Ich habe nicht mal den teuren Resttoner rausgenommen, so wütend war ich. Denn mein Entschluss steht fest: Ich kaufe nie, nie wieder einen Drucker! Immerhin war das schon mein vierter!
Der erste kam von Epson, ein tausend Deutschmark teurer Tintenstrahlfarbdrucker mit einer Vierfarbpatrone, die immer dann, wenn ich etwas drucken wollte, plötzlich ausgetrocknet war. Auf so was muss man auch erst mal kommen!
Der zweite war von Minolta, groß, schwer und furchtbar kostspielig. Und trotzdem von schlechter Qualität, in vielerlei Hinsicht. Danach folgte ein kleiner Xerox, mit recht guten Farben, aber auch verschobenem Druckbild. Dem Übergang zu Windows 10 konnte er mangels passendem Treiber leider nicht folgen. Und nun der dritte Farblaser – schwierig, sperrig, zickig.
Irgendwie zeichnet sich für mich allmählich ein Muster ab. Entweder wollen die Hersteller keine guten Geräte produzieren oder sie konstruieren sie absichtlich so schlecht. Sagt mal, Jungs, testet Ihr Eure Produkte eigentlich auch mal, bevor Ihr sie rausschickt? Oder betrifft das nur die billigen Geräte? Denn die teuren in den Copyshops machen ja in der Regel ganz gute Ausdrucke. Nur hat eine Privatperson leider nicht mal eben so zwanzigtausend Euro im Sparstrumpf stecken, um sich so eine Profimaschine anzuschaffen.
Wie auch immer, jetzt ist Schluss mit dem Quatsch! Copyshops gibt’s an jeder Ecke, und die drucken mir meine zwei, drei Puppenlappen im Monat für wenig Geld in super Qualität.
Dann kauft Eure Drucker doch selbst, Ihr Tonerkasper.
