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Die große Erleuchtung

Als EU-weit die Abschaffung der Glühlampen angekündigt wurde, begann bei fast einer halben Milliarde EU-Bürger das großes Zittern. Wer die damals weit verbreiteten Energiesparlampen kannte und die Qualität der gerade erst auf den Markt drängenden LED-Leuchtmittel, der konnte nicht anders, als vorsorglich auch die letzte Kellerecke mit hellen, warm strahlenden Glühlampen vollzustopfen. Wie ein Eichhörnchen hatte auch ich mir für die kommende kalte LED-Jahreszeit eine Kiste mit Halogen-Strahlern gesichert, denn Energiesparlampen waren zu dunkel, ihre Lichtfarbe zu krank, und die damaligen LEDs so unattraktiv funzelig, dass man sie einfach nicht haben wollte, und sich auch nicht vorstellen konnte, das würde sich jemals ändern.
     Inzwischen habe ich mein LED-Projekt vollständig abgeschlossen. Alle, aber auch wirklich alle Lampen, angefangen bei den kleinsten G4 bis zur großen E27 sind auf LED-Leuchten umgestellt, perfekt aufeinander abgestimmt mit 3000 K, also nicht zu warm, aber auch nicht zu kühl.
     Und ich kann kaum glauben, wie gut sich die Technik inzwischen entwickelt hat! Einige E14 in Tropfenform ballern fette 600 Lumen in die Räume, so viel Licht haben früher selbst Deckenlampen mit drei Halogenleuchten nicht zu leisten vermocht. Dabei verschleudern sie nur lausige drei mit zehn Watt, weshalb es auch keine Sünde ist, einfach ein paar gemütliche Lampen mehr im Raum zu verteilen. Meine fünf Wohnzimmerlampen haben zusammen gerade mal 38 Watt. Das hätte früher nicht mal für eine Halogenlampe gereicht.
     Heimlich und beschämt habe ich inzwischen meine Altlampenvorräte in der Recyclingbox des örtlichen Supermarktes entsorgt. Die Dinger hätte ich garantiert nie, nie, nie wieder benutzt.

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