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Go West? No Way!

Heute durfte ich nach nur einem Tag wieder mein Mäckbuck Pro vom Äppl-Store am Kudamm abholen und habe dabei zweierlei gelernt. Erstens: Es ist derzeit nicht möglich, in akzeptabler Zeit vom Pankower Wolkenschlößchen aus nach Westberlin zu gelangen. Denn bei den Öffentlichen wird auf vielen Strecken gebaut, es gibt daher jede Menge Schienenersatzverkehr und Verspätungen. Und mit dem Auto steht man entweder im Stau aufgrund von Baustellen, oder man steht an roten Ampeln, die idiotischerweise in Nord-Süd-Richtung meistens minutenlang grün zeigen, obwohl es dort kaum Verkehr gibt, in Ost-West-Richtung dafür nur wenige Sekunden lang auf Grün stehen und somit den Verkehr stauen. Für die Ausländer und Außerirdischen unter Euch: Man muß dazu wissen, daß Berlin auch heute noch zweigeteilt ist, im Norden nämlich durch diverse Bahntrassen und im Zentrum durch einen reißenden, gefährlichen Strom … die Spree. Um all die Hindernisse zu überqueren, muß man sich also mit wenigen Brücken arrangieren, die einen unweigerlich in irgendwelche Staus hineinführen. Und überhaupt, Berlin besteht fast nur noch aus Baustellen! Als das vor 25 Jahren nach der Wende losging, überlegte ich noch, wie lange dieser Zustand wohl anhalten würde. Heute weiß ich, es wird immer so sein. Jedenfalls benötigt man für lausige zehn Kilometer eine ganze Stunde! Man sollte die Verkehrsplaner den Spreekrokodilen zum Fraß vorwerfen!
     Und die zweite Erkenntnis des heutigen Tages lautet: Die im Apple-Store verbauten Ersatzakkus sind war schweineteuer, dafür aber so frisch, daß sie noch warm sind und nach dem Schweiß der ausgebeuteten asiatischen Billiglohnarbeiter duften, die sie zusammenbauen durften. Hergestellt im April 2015, das ist doch schon mal eine ganze andere Ansage, als die Krücke aus dem Internet.