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Partyvolk hat ausgefeiert

Diesmal geht es nicht um Silvester, auch wenn es bereits direkt auf der brennenden Fußmatte steht. Nein, es geht um mein Unverständnis gegenüber Menschen, welche die Anschaffung von Plastikdosen zum Event aufblasen. Tupperware-Partys sind vom Aussterben bedroht, weil das amerikanische Unternehmen Tupperware gerade am abnibbeln ist. Die Firma schickte Vertreter zu potentiellen Interessenten direkt ins Haus und ließ sie dort Verkauf­s­veranstaltungen durchführen, was jahrzehntelang offenbar prima funktionierte.
    Inzwischen hat sich die Welt jedoch weitergedreht: Hausfrauen sitzen nicht mehr gelangweilt zu Hause, wo sie jede noch so kleine Abwechslung vom eintönigen Alltag dankbar annahmen. Das Internet, das vielen Branchen inzwischen das Genick gebrochen hat, erlaubt es der modernen stressgeplagten Teilzeitbeschäftigten mit Kindermädchensupport, Auswahl und Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs minutenschnell online zu erledigen. Wozu dann noch kostbare Freizeit verschwenden und stundenlang Vertreter ins Haus holen?
     Und schaut Euch mal bitte die Preise an! Dutzende von Euro für einen simplen Kunststoffbehälter? Da muss man schon ein beachtliches Keksdefizit in der Blechdose haben, um so viel Geld dafür auszugeben. So was nimmt man für ein paar Cent beim samstag-vormittäglichen Wochenendeinkauf im Supermarkt mit, und das auch nur, wenn’s im Sonderangebot ist.