Habt ihr schon gewusst? Abu Dhabi ist die Hauptstadt der Emirate. Aber wusstet ihr auch, dass Dubai die Hauptstadt von Donald Duck ist? Oder besser gesagt – von Daisy Duck. Denn nirgendwo sonst auf der Welt watscheln so viele Frauen mit derart aufgespritzten Lippen herum, dass diese sich ein paar Zentimeter voran in die Weite des Raums hineinschieben wie ein Entenschnabel.
Mutmaßlich hat Dubai auch die höchste Botox-Rate der Welt. Man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt – in den Malls, Hotels und Cafés – stets mit exakt dem gleichen Gesichtsausdruck, oder besser: mit dem Fehlen eines solchen. Stirnen glatt wie frisch gebügelte Tischdecken, Wangen straff gespannt, als hielte jemand unsichtbar die Zügel. Dazu ausgerupfte und stattdessen mit Farbe angemalte Augenbrauen, oft in grotesk unnatürlichen Bögen.
Individualität scheint hier eher ein Makel zu sein als ein Wert. So viele verunstaltete Gesichter habe ich bisher noch nirgends gesehen.
Das alles hat mit Schönheit nichts mehr zu tun. Es wirkt vielmehr wie ein absurder Wettbewerb darum, wer am konsequentesten gegen jede Spur von Menschlichkeit im eigenen Gesicht anarbeitet. Und während überall sonst Filter nur digital existieren, scheinen sie hier dauerhaft implantiert zu sein. Dies betrifft übrigens hauptsächlich Frauen aus westlichen Ländern. Bei denen aus Asien, Afrika und dem Orient sind derartige Entstellungen kaum zu finden.
Vielleicht ist Dubai also weniger die Stadt der Zukunft – sondern eher ein Freilichtmuseum für ästhetische Fehlentscheidungen. Donald und Daisy hätten jedenfalls ihre helle Freude daran.
