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Heftiger Stromschlag

Mein dienstältester Freund Tom, den ich schon seit 30 Jahren kenne und mit dem ich in den Achtzigern zusammen Disko gemacht habe – damals gab es dort noch richtige Musik und flauschige Mädels – hat mich letzten Samstag in einen Club in der Nähe vom Alex eingeladen. Dort gab es keine richtige Musik und die Mädels waren irgendwie auch nicht flauschig und haben sich vermutlich gefragt, wer die beiden Rentner reingelassen hat. Jedenfalls fährt der Tom, im Gegensatz zu seinem Simson-Moped damals, heute ein Elektroauto von Nissan. Das ist ziemlich häßlich (Tom meint, das müsse so sein, weil Elektroautos so modern wie Raumschiffe aussehen sollen), hat aber einen enormen Bums. Schaltet die Ampel auf Grün, bekommt man quasi einen heftigen „Stromschlag“ in den Rücken, der einen weit nach vorn katapultiert und die anderen Autos jammernd hinter sich zurückläßt, angeblich auch fette Porsches und Lamborginis. Jedenfalls wollte Tom den Akku seines Autos während unseres Diskoaufenthalts an einer Steckdose aufladen und ließ sich vom Navi zur nächsten Säule lotsen. Doch – oh Schreck: Erst an der dritten Dose hatten wir Glück, und dort auch nur, weil es eine Doppelsteckdose war. Denn überall standen bereits Fahrzeuge und luden ihre Akkus auf. Ich war ziemlich erstaunt, zu sehen, wie viele Elektrofahrzeuge es offenbar bereits gibt. An unserer Steckdose war das Laden dann übrigens kostenlos. Auch das hat mich überrascht. Vielleicht sollte ich demnächst mal ein ernstes Gespräch mit meinem Tankwart führen …