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Koma

Schon gewußt, daß das Annagram von Koma ausgerechnet Amok lautet? An Tagen wie diesem bin ich mir nicht sicher, welcher der beiden Auswege der tröstlichere ist.
Im November hatte ich drei Schränke bestellt, Sonderanfertigungen und alle per Muster farblich aufeinander abgestimmt. Als nach fünfmonatiger Wartezeit nur zwei der Schränke geliefert wurden, ahnte ich bereits, daß dieses Abenteuer gründlich schiefgehen wird. Natürlich kam es, wie es kommen mußte: Heute, zwei Monate später, kam der dritte Schrank in einer anderen Farbe, mit falschen Knöpfen und außerdem beschädigt. Laut Serviceteam des Händlers könnte es nun wieder fünf Monate dauern, bis der indische Hersteller den Fehler behoben und den neuen Schrank per Containerschiff zu mir geschickt hat.
Am Montag gab ich bei meiner Ärztin ein Formular meiner Krankenkasse ab, bei dem eine Handvoll Felder auszufüllen sind, zuzüglich Stempel und Unterschrift. Gestern war ich erneut zur Stelle, um das Formular abzuholen. Es war noch nicht fertig – na gut, kein Problem, komme ich einfach später wieder. Heute rufe ich vorsorglich an und erfahre endlich, daß die Ärztin sich da „keinen Reim drauf machen“ könne, ich müsse schon vorbeikommen. Und das war am Montag noch nicht bekannt? Nach einer Stunde rief sie mich dann endlich ins Sprechzimmer und füllte ohne weitere Umstände den Zettel aus. Vermutlich wollte sie mich nur mal wiedersehen.
Meinliebesmeineigenmeinschaaatttzzz parke ich am liebsten hinterm Haus, aber mangels Parkplätzen in der Gegend entbrennen stets heiße Kämpfe um diese begehrten Plätze, so daß ich schon überlegt habe, ob ich nicht mal mit einer Schachtel Streichhölzer die Straße hoch und runter gehe, um (Park-)Platz zu schaffen. In Berlin fällt das vermutlich gar nicht weiter auf. Vorhin, nach meinem Termin im Fitneßstudio, war mein Lieblingsparkplatz natürlich schon wieder besetzt. Eine bizarre Tussi stand dort mit ihrem uralten Renault, der nur noch vom Lack zusammengehalten wurde und diskutierte mit einem Mann, der mit seinem Auto daneben stand. Meine Frage, ob sie gleich wegfahren und ich dort parken könne, wurde verneint, der Renault bleibe da jetzt erst mal stehen. Ich parke also vor dem Haus, laufe die fünf Treppen zu meiner Wohnung rauf, und habe noch nicht mal die Schuhe ausgezogen, da sehe ich beide plötzlich wegfahren.
Soweit das Auge reicht, nur Krüppel und Bekloppte! Wie bitte soll man sich da entscheiden? Koma oder Amok? Und dann heißt es nachher wieder, er hatte seine Taten vorher im Internet angekündigt …