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Der Vater des Schwermetalls

Es gibt Menschen, die hat Gott anscheinend aus Stahl gebaut. So wie ihn. 68 Jahre alt, kein einziges graues Haar, alle Drogen dieser Welt probiert, außer Heroin. Ständig eine Flasche Whiskey in der einen und eine Zigarette in der anderen Hand. Seit über 50 Jahren reist er um die Welt, wenn er kommt, strömen die Verrückten zusammen und lassen den Larry los. In Russland stapft er mit offener Jacke und weit aufgeknöpftem Hemd durch den Schnee, während die Verrückten im Pelzmantel um ihn herumwuseln. Dabei holt er sich nicht mal einen Schnupfen. Bereits für Jimmy Hendrix baute er die Bühne auf, und mit John Lennon teilte er die Freundin.
Allein seine Physis ist erschreckend! Wenn ich mir aussuchen müßte, vor welchem Rocker ich Angst haben möchte, wäre er meine erste Wahl. Dabei ist er der netteste Mensch der Welt, zumindest sagen das andere über ihn. Eine Entdeckung, die ich bereits beim Betrachten eines Interviews mit Bon Scott machte, der sich als sensibler und humorvoller Mensch entpuppte und so gar nicht dem Image vom bösen Rocker entsprach.
Eine beeindruckende Dokumentation über Lemmy Kilmister, dem Sänger und Bassisten der britischen Hardrockband Motörhead und eine der markantesten Musikerpersönlichkeiten dieses Planeten gibt es nun online bei Arte. Noch sieben Tage lang.