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Aus und vorbei!

Anläßlich des bevorstehenden Weltuntergangs am 21. Dezember dieses Jahres schnell noch ein wenig Poesie von Peter Gabriel, „Here Comes The Flood“ in der deutschen Übersetzung:

Wenn die Nacht droht,
der Himmel rot – das Radio
spielt das Lied dreimal,
ein Paar tanzt still im leeren Saal.
Ein Seestern stirbt und
stumme andre Zeichen,
das Meer zeigt das Ende der Gezeiten,
wo du jetzt auch stehst –
es ist die falsche Seite.

Ich geh den alten Weg,
die Schlucht der hohlen schrillen Töne,
auf den Klippen siehst du
Töchter und erwachs’ne Söhne.
Die Unterwelt treibt nach oben,
Stahlwogen am Himmel toben,
wenn Nägel durch die Wolken schlagen,
beginnt der erste von den letzten Tagen.

Ja, jetzt kommt die Flut,
das Ende naht von Fleisch und Blut.
Sind die Meere still,
um dich ist nur noch Schweigen,
lass dich ins dunkle Wasser gleiten.
Trinkt leer, Träumer, bald ist nichts mehr.

Wenn die Flut dich sucht,
schützt keine Mauer auf der Flucht.
Wenn der Donner schreit,
spalten Blitze Seelen breit.
Weine nicht in diesem matten Licht,
leere Bühne – hier sind nur noch
du und ich.
Und wenn wir dann vorm Morgen gehn,
werden andere
unsre Spur verstehn.

Ja, jetzt kommt die Flut,
das Ende naht von Fleisch und Blut.
Sind die Meere still,
um dich ist nur noch Schweigen,
lass dich ins dunkle Wasser gleiten.
Trinkt leer, Träumer, bald ist nichts mehr.

Solltet Ihr diesen Text am 22. Dezember noch lesen können, dann … tja, dann wurde der Weltuntergang wohl mal wieder verschoben.