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Vitamin B

Wie plane ich den perfekten Mord? Nein, ich mache mir keine Gedanken darüber, keine Spuren zu hinterlassen, mein Handy auszuschalten oder mir ein gutes Alibi zuzulegen. Ich beschaffe mir einfach einen guten Psychiater, erzähle ihm einen vom bösen Wolf und komme dann mit Bewährung davon.
Der Teufel hat ihn geritten? Ach so, na dann. Kein Problem!
Haben die Richter denn eigentlich alle nur noch Scheiße im Hirn?

4 Kommentare

  1. Rosinenschnecke

    Ja sicher, in Deutschland ist ja auch gern "eine schlimme Kindheit" des Täters immer ein gutes Argument für Bewährung bei Mord&Totschlag…
    Da lob ich mir doch mal die englische Justiz. Da wurden diese beiden Bubis, die in London über "Fäcebuck" zum kollektiven Krawallmachen aufgerufen hatten, innerhalb einer Woche abgeurteilt, und haben je vier Jahr Knast bekommen.
    (http://www.stern.de/panorama/randale-in-london-krawall-aufruf-via-facebook-vier-jahre-haft-1717543.html)
    Das hat doch wenigstens mal ein abschreckende Wirkung. Sauber!

  2. Sunlion

    Naaajaaa … vier Jahre Haft für einen Aufruf zum Krawallmachen? Das finde ich wiederum schon etwas heftig. Sowas sollten sie eher bei uns einführen, wenn eine Person eine andere nachweislich mit dem Tod bedroht hat, zum Beispiel Ex-Liebhaber, die mit der Trennung nicht klarkommen und dann anfangen, ihre Ex-Freundinnen zu stalken und zu bedrohen. Aber wenn ein Mord nur angedroht wird, passiert natürlich nichts. Da können wir nichts machen, heißt es dann immer seitens der Polizei.

  3. Rosinenschnecke

    Dann rechne doch bitte mal den wirtschaftlichen Schaden von diesen Krawall-Mob-Demolationen (es wurde wörtlich zu Randale und Plünderungen animiert)aus, der Schaden von zwei Stunden Gewalt spielen, übersteigt da schnell mal einige Hunderttausend Euro. Warum da mal nicht ganz zackig schnell ein Exempel statuieren?
    Und, dass die beiden keine vier Jahre voll absitzen werden, davon kann man wohl ausgehen…
    Aber ich finde die Außenwirkung auf den Rest der Krawall-Kids gut, bei solchen Strafen denkt man doch eher mal darüber nach, als wenn einem 30 Sozialstunden drohen. Hier bei uns in Deutschland wäre die Verhandlung nach einem Jahren, wenn überhaupt. Es gibt viele kluge Köpfe in diesem Land (ich sag als Bsp. mal Richterin Kirsten Heise und ihr "Neuköllner Modell"…) mit sehr guten Ansätzen, die sich in unserem Demokratie-Sumpf nicht ansatzweise realiseren lassen, das ist sehr schade und sehr unzeitgemäß..

  4. Sunlion

    Stimmt, Richterin Heise hatte einen neuen Weg versucht und war erfolgreich damit. Schade, daß ihr das Leben am Ende zu einer zu schweren Last wurde. Sie hätte noch viel Gutes bewirken können.

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