Liebes Amazonchen,
jaja, ich weiß, die hacken immer alle auf Dir rum. Von wegen Mitarbeiterausbeutung und so. Das geht natürlich nicht, da gebe ich den Menschenrechtlern durchaus recht. Das kann so auch nicht bleiben und sollte schleunigst verbessert werden. Und ja, natürlich leidet der kleine Einzelhändler an der Ecke unter Deiner Allmacht, denn ihm gehen damit viele Kunden verloren. Und ich weiß, wovon ich rede, hab selbst elf Jahre lang im Handel gearbeitet und bin heute sehr froh, noch rechtzeitig den Absprung geschafft zu haben.
Andererseits leben wir nun mal in der Welt der heiligen Marktwirtschaft. Und wenn da vor 20 Jahren einer auf die Idee kam und einen Laden erfand, der alles mögliche im Internet anbietet, dann kann man sich als Otto Normalverbraucher gern über seine eigene Dummheit ärgern, weil man nicht selbst drauf gekommen ist und heute stinkreich durch die Welt schippern kann, man kann sich aber auch darüber freuen, dem Erfinder zu seinem Erfolg gratulieren und mal darüber nachdenken, was der Grund für diesen Erfolg sein mag.
Ich für meinen Teil habe diesen Grund heute wieder im eigenen Alltag erleben dürfen. Mein toller neuer Smuuufi-Mixer von Bosch machte heute das Rumpelstilzchen und riss sich selbst mitten entzwei. Ein Mausklick bei Amazon und nur Sekunden später erhielt ich den Anruf eines freundlichen Support-Mitarbeiters. Der hörte sich kurz das Problem an und – nein, kein Rumgezicke, keine Vorwürfe, kein „bestimmt eine Fehlbedienung, daran sind Sie doch selber schuld, Garantie gibt’s nicht!“. Stattdessen ein freundliches: „Kein Problem, Sie erhalten sofort per Mail einen Rücksendeschein zur kostenlosen Rücksendung. Unser Service schaut sich das Gerät an und entscheidet dann, ob es repariert wird, ein Ersatzgerät geschickt wird oder Sie Ihr Geld zurückerhalten.“
Habt Ihr das gehört, Mediamarkt und Saturn? So geht Service!
Nebenbei bemerkt macht das heimische Shoppen im Internet bei dieser Kälte ohnehin viel mehr Spaß! Also, liebes Amazonchen – bis nachher!
Dein Shopping-King
