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Der Inder und der Waschbär

Gestern war ich zu einem Fotografentreffen in Hamburg, ein paar der Leute kannte ich schon, und ein paar neue habe ich kennengelernt. Auf dem Hinweg zum Treffpunkt stand ich in Hamburg an einer Ampel, als neben mir ein großer, schwerer Mercedes hielt. Der Fahrer, ein etwa 50-jähriger Inder mit einem großen Turban, mußte wohl etwas stärker bremsen als beabsichtigt, sodaß der schwere Wagen nachwippte, was der Inder durch ein übertriebenes Mitnicken des Kopfes scherzhaft quittierte. Ich schaute ihm fröhlich dabei zu und muß ihn dabei wohl so glücklich angestrahlt haben, daß er lachend zurückstrahlte und mir zuwinkte. Manchmal trifft man im Leben doch immer mal wieder Menschen, die einem auf Anhieb sympathisch sind. Schade, daß sich aus dieser Gelegenheit mal wieder nicht mehr ergab. Das Treffen selbst und die Fotosafari durch den Botanischen Garten ergab jedoch wieder jede Menge interessante Gespräche und natürlich auch ein paar interessante Fotomotive:

Auf der Rückfahrt am späten Abend hätte ich fast einen Waschbären ermordet und der dann möglicherweise mich. Wäre ich nur eine Zehntelsekunde schneller gefahren, hätte ich ihn beim Überqueren der Autobahn mit dem rechten Vorderrad erwischt. Und bei 130 km/h stellt sich wohl nicht nur die Frage, was mit dem Waschbären passiert wäre. Trotz der ganzen tollen Technik meines Golfilinchens wie Weißlichtkanone, Light Assist, Lane Assist, Front Assist und Blond Assist hab ich das verdammte Vieh nicht kommen sehen. Ich glaube, da hat nicht mal mehr ein halber Meter gefehlt. Und ich hatte in diesem Moment das Lenkrad auch eher etwas lockerer in der Hand. Mannomannomann … echt Schwein gehabt!