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Unheilvolle Netzwerk-Alianz

Mein derzeitiger Arbeitstag sieht folgendermaßen aus: Während ich an meinem iMac sitze und gestalte, programmiere oder Texte schreibe, dudelt iTunes im Zufallsmodus gemütlich vor sich hin. Und damit ich mich besser konzentrieren kann, überspringe ich einfach die etwas „energiereicheren“ Titel und verwöhne meine Ohren mit entspannender Chillout-Musik. Da iTunes aber anscheinend gerissener ist als ich dachte, hat dies auch unerwünschte Folgen an einer Stelle, die ich nicht unbedingt vermutet hätte: Die Funktion iTunes DJ stellt eine Abspielliste zusammen, die aber anscheinend nicht per Zufall generiert wird, sondern auch durch verschiedene andere Faktoren beeinflußt wird. Hat man zum Beispiel gerade neue Titel importiert, so tauchen diese ein gewisse Zeit lang überdurchschnittlich oft in der Liste auf. Auch Titel, die man komplett durchhört, ohne zum nächsten Titel zu springen, werden häufiger gespielt. So nach dem Motto – wenn der sich den Song komplett anhört, muß er den wohl mögen. Titel, die man hingegen oft überspringt, werden mit der Zeit immer seltener gespielt. Meine Vorliebe für entspannende Musik während der Arbeit hat nun dazu geführt, daß beim Synchronisieren von iMac und iPhone diese Vorlieben anscheinend vom Handy übernommen werden. Und dessen Playerfunktion nutze ich ausschließlich beim Trainieren im Fitneßstudio, was nun üblerweise dazu führt, daß mein iPhone versucht, mich während des Trainings mit Chillout-Mucke totzuöden, wo eigentlich energetische, vorwärtstreibende Musik passender wäre. Selbst nach dreißigmaligem Betätigen der Titelsprungfunktion war mein Handy heute nicht dazu zu bewegen, etwas anders zu spielen als weichgespülte Soße.
Aber so leicht werdet Ihr mich nicht los! Meine schlagkräftigste Waffe gegen Langeweile beim Sport heißt … Sport! Eine so benannte, neue Wiedergabeliste, in der nur noch Krach, Krawall und Rumpelpumpel erlaubt ist. Dann macht nämlich das Training auch gleich wieder mehr Spaß.