Soeben überflog mich, hier im schönen, neuerdings stillen Pankow, ein einmotoriges Propellerflugzeug. Die Richtung entsprach in etwa der, die früher von den in Tegel landenden Linienmaschinen geflogen wurde.
Die mir leider nicht bekannte Kommunikation des Piloten der Propellermaschine mit der Flugsicherung in Tegel per Funk stelle ich mir ungefähr so vor:
„Hallo, Tegel, hier Chesna NC 5180 im Anflug auf Tegel, Landebahn 1 aus Ost, erbitte Landeerlaubnis.“
…
„Hallo, Tegel, könnten Sie mich hören?“
…
„Tegel, bitte melden, ich befinde mich im Anflug und benötige dringend Landeerlaubnis!“
Knirsch! Kracks! Piiieeep!!! Spratzel! „Hallo?“
„Ja? Tegel? Hier Chesna NC 5180 mit Bitte um Landeerlaubnis!“
Kracks!! Knirsch! „Wieso?“
„Äh … weil wir landen wollen?“
„Wo?“
„In Tegel? Landebahn 1?“
„Boah, unta welch’m Stein sin‘ Sie denn hervorjekroch’n, ey?“
„Wie bitte?“
„Hier is‘ niemand!“
„Oh, äh … ah! Verstehe – Mittagessen! Wann werden die Fluglotsen denn zurück sein?“
„Niemals! Die sin‘ jetz‘ alle in Schönefeld. Der Fluchhafen wurde dauerhaft jeschlossen. Wusst’n ‚Se dit nich‘?“
„Ähhh … das ist ein Scherz, oder?“
„Nöö!“
„Und wer sind Sie dann?“
„Ick bin vom Umßuchsuntaneh’m. Ick bau hier nur dit Funkjerät ab. Und ick muss jetz‘ ooch weitamach’n! Viel Affolg!“ Piiieeep! Knirsch!
„Äh … danke! Es hat sich auch gerade erledigt! Wir haben auf einem Acker aufgesetzt, dort wo kürzlich noch die Landebahn war.“
