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Die störrischen Ossis

Dem mutmaßlich teuersten Rundfunk der Welt geht die Puste aus! Die Öffentlich-Rechtlichen benötigen einen fetten Nachschlag, weil sie mit den jährlich zur Verfügung stehenden acht Milliarden Euro nicht mehr zurechtkommen. Darüber regt sich in der Bevölkerung Unmut, und die CDU in Sachsen-Anhalt will der Erhöhung um 86 Cent monatlich nicht zustimmen, was in etwa der Position der AfD entspricht und nun zu den üblichen hässlichen Nazi-Diffamierungen führt, nach dem Motto: Wenn die Nazis dagegen sind, darfst du nicht auch dagegen sein. Wie auf diese Art noch vernünftige Politik möglich sein soll, ist mir schleierhaft, denn wenn alle Politprotagonisten immer reflexartig die Gegenposition der AfD einnehmen müssen, dürfte es der AfD nicht schwerfallen, die Politik nach ihrem Geschmack zu lenken, indem sie einfach immer entgegen ihren Interessen Position beziehen.
     Was mich an der Debatte um den Rundfunkbeitrag stört, ist das Fehlen einer sachlichen Analyse der Ursachen des stetigen Geldmangels. Da geht es immer nur um die teilweise unangemessenen Gehälter von „Spitzenkräften“. Vor dreißig Jahren kam der Öffentliche Rundfunk mit den zwei Sendern ARD und ZDF sowie einer Handvoll Dritten Programmen und ein paar Rundfunksendern aus. Heute gibt es Das Erste, One, ARD Alpha, Tageschau 24, ZDF, ZDF Neo, ZDF Info, 3Sat, Arte, WDR, NDR, BR, SWR, HR, MDR, RBB, Phoenix, Deutsche Welle, Kika und unzählige Radiosender.
     Nicht, dass ich was gegen Programmvielfalt hätte. Aber eine derartige Dekadenz kann sich nur erlauben, wer die für den Unterhalt erforderlichen Kosten auch selber aufbringen kann und nicht über Zwangsgebühren eintreiben lässt.
Also, liebe öffentlich-rechtlichen Medienfuzzis: Bevor Ihr immer mehr Kohle in fragwürdigen Sendungen verbrennt, empfehle ich dringend eine Schlankheitskur. Abspecken!