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„Bester Abend“

Ich habe gerade Post bekommen. Von „Hansi“. Elektronisch natürlich. Er schreibt mir, er habe sich am „WE“ mit seiner „ex-Freundin“ getroffen „die“ er „schon immer extrem geil fand“. Und sie wären in einem „schnes Restau-rant“ essen gegangen. „Dannach“ trinken sie bei ihm einen „Kaffee“ aus dem im nächsten Satz ein „kaffee“ wird, der dann im weiteren Verlauf bei Sekt und „rum zu machen“ endet. Die falsche Schreibweise von „Viia-gra“ ist dann wohl der Spamordnervermeidung geschuldet. Erstaunlich jedoch die Grammatik in „Erstaunlich, es hatte nur etwa 25 Minuten gedauert hat als Sie angefangen hat zu wirken.“ „groesser“ mit Doppel-S und fehlendem Ö kann man noch verstehen – Tastaturen im Ausland kennen diese Glyphen einfach nicht. Und daß es bei Spam-Marketing vor allem auf Masse ankommt und das Geschäft offenbar hervorragend funktioniert, ist auch bekannt. Dennoch erstaunt es mich, daß es überhaupt funktioniert: Unseriös, nervtötend, nicht ungefährlich (aufgrund von Zahlung per Kreditkarte) und vor allem „feh-lerver se-ucht“.
Das widerspricht allem, was ich in sämtlichen Marketingschulungen jemals gelernt habe.