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Eine Welt ohne Religionen

Kardinal Meisner warnt davor, Gott aus dem Alltag zu entfernen, weil dann die Welt wüst und wirr wie am Anfang wäre. Was er dabei leider übersieht ist, daß es vor allem religiöse Motive sind, die Menschen immer wieder gewalttätig werden lassen und so die Welt wüst und wirr machen.
Interessant in dem Zusammenhang auch, daß ausgerechnet die katholische Kirche sich gegen die Präimplantationsdiagnostik wendet, also Menschen, die mit Kindern so wenig am Hut haben, wie der Weihnachtsmann mit dem Osterhasen, außer natürlich, wenn sie ihre unterdrückten sexuellen Bedürfnisse befriedigen wollen. Die Bischhöfe sollten vielleicht erst einmal lernen, was es bedeutet, eine Familie zu gründen und wie schwer es ist, sich ein Leben lang um ein behindertes Kind kümmern zu müssen, insbesondere unter prekären Umständen, wie etwa Hartz 4, ungünstiger, behindertenunfreundlicher Infrastruktur, und immer der Angst im Nacken, vor den Kindern zu sterben und nicht mehr für sie sorgen zu können. Und natürlich immer unter dem Gesichtspunkt, daß ein späterer Schwangerschaftsabbruch ja trotzdem noch möglich ist und somit ein Verbot der PID völlig sinnlos ist.