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Generation 40+

Nein, nicht um meine Generation sollte es gehen, also um die Generation, der man in Disko und Bahn bereits einen Stuhl anbietet, die nicht mehr zum Friseur geht, weil es nichts mehr zu schneiden gibt und die beim Anblick einer halbnackten Cheerleaderinnen-Gang nur noch das starke Bedürfnis verspürt, sich auf der Stadionbank schlafenzulegen, weil sie mittlerweile den Testosteronspiegel einer Nachttischlampe hat.
Es sollte um die Generation von mittlerweile über 40 in Afghanistan erschossenen deutschen Soldaten gehen, die genaue Zahl war auf die Schnelle leider nicht aufzugooglen. Und auch heute hat’s wieder geknallt, fünf Verletzte, ein Toter. Mehr als vierzig Familien in Deutschland, die jetzt mit dem Verlust leben müssen. Ganz zu schweigen von den Familien, die jetzt mit den traumatisierten Zurückkehrern leben müssen. Und wofür? Wofür? Für die Verteidigung der deutschen Freiheit am Hindukusch?
Darum sollte es in diesem Text gehen. Und darum, daß man das Mindestalter für Militärangehörige per Grundgesetz auf 24 Jahre anheben sollte, weil es dann nicht mehr so einfach ist, junges und naiv-dummes Kanonenfutter für die Schlachtbank zu rekrutieren, weil das gewisse Mehr an Lebenserfahrung vielleicht dazu führt, das verlogene Politikergesocks zu durchschauen und ihren Krieg selber kämpfen zu lassen.
Darüber wollte ich schreiben.
Aber nöö … ich hab keine Lust. Es ändert sich ja doch nichts. Dann laßt Euch halt abschlachten, in einem Krieg, den – wie sonst auch – niemand gewinnen kann, und von dem einer ganz bestimmt nicht profitiert: Die Soldaten.
Nein, ich hab keine Lust, das Wetter ist schön, mein Fahrrad scharrt schon ungeduldig mit den Reifen.
Aber eins noch, Politiker: Bei der nächsten Wahl erinnere ich mich an Eurer Treiben! Wenn auch alle um mich herum dem kollektiven Vergessen anheimfallen mögen und die Chefin meiner Lieblingsfriseuse die CDU wählt, weil sie Ursula von der Leyen „so schau“ findet, ich vergesse nicht!
Versprochen!

13 Kommentare

  1. Fitze-Fatze

    Kleine Nebenfrage am Rande: was ist denn bitte eine "Stationbank"?..eine Bank in/auf einer Krankenhaus- oder U-Bahn-Station..also eine Stationsbank? …oder eine Bank in einem Stadion (was ja eher zu halbnackten Cheerleaderinnen passen würde)..also eine Stadionbank?
    Dies soll keine Kritik an Ihren Rechtschreibkünsten sein (für eine Fahrrad fahrende Raubkatze ist hier grammatisch und orthographisch nicht viel zu bemängeln ;o)), ich würde nur gern den Kontext verstehen… Vielen Dank, auch im Namen meiner Arbeitskollegen!

  2. Sunlion

    Lieber Fitze-Fatze,

    wäre ich ein ehrlicher Mensch, würde ich zugeben, daß ich mich im Stadion total verlaufen habe und schließlich auf einer Stationbank rast machte (oder Rast machte? Oder rastmachte?), um mich neu zu orientieren (oder neuzuorientieren?). Aber ich bin nun mal leider eine Fahrrad fahrende Raubkatze – bösartig, verschlagen, hinterlistig und gemein, weswegen ich einfach mal stocksteif behaupte, das sei ein Test gewesen, ob den Mist hier überhaupt irgendjemand liest. Aber was meine Rechtschreibung angeht, befinde ich mich mittlerweile irgendwo in der Twilight-Zone, gefangen zwischen alter und neuer Rechtschreibung. Als Verfechter der guten alten Ortografie (oder Ortographie?) kann ich mich nämlich (oder nähmlich? Nee Quatsch, das wäre dämlich!) bei vielen Wörtern schon nicht mehr erinnern, wie sie früher eigentlich geschrieben wurden. Konsequenterweise müßte ich dann nämlich „fahrradfahrende Raubkatze“ schreiben. Aber da ich gerade nicht zu Hause (oder Zuhause?) bin und keinen Duden bei der Hand habe, gebe ich mir jetzt einfach die Blöße (oder Blösse?) und blamiere mich bis auf die Katzenknochen.
    Grüßen Sie mir die Kollegen!

    (Editiert wegen Rechtschreibfehlern)

  3. Fitze-Fatze

    Fitze-Fatzes Lieblingskollege Rudi-die-Rübe findet diese Antwort nicht befriedigend… wir wissen nun immer noch nicht um was für eine Bank es sich handelte, so können wir nicht beruhigend in die Mittagspause gehen :-))

  4. Gänseblümchen

    Ich persönlich glaube nicht das es etwas bringen würde das Mindestalter bei der Bundeswehr auf 24 Jahre anzuheben. Leider scheint Geld noch immer ein Grund zu sein, Krieg spielen zu wollen, habe das schon von mehreren Seiten vernommen, und bin jedes Mal aufs neue erschüttert über diese Einstellung.
    Der aktuellste Fall in meinem Umfeld ist eine Arbeitskollegin meines Mannes. Deren Gatte ist Polizist und hatte sich freiwillig für 12 Monate nach Afghanistan verpflichtet, um dort Polizisten vor Ort auszubilden. Okay, nun kann man sich streiten ob diese Polizisten in einem (angeblich) hermetisch abgeriegelten Ausbildungs-Camp genauso gefährlich leben, wie Bundeswehrsoldaten… aber auch da habe ich so meine Bedenken. Als mein Mann mir diese Story erzählte, habe ich ihn gefragt ob die Kollegin, in ihrer Funktion als Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, da ernsthaft mitspiele.. und er sagte „Ja, sie findet es auch nicht so richtig toll, aber er würde in der Zeit wirklich sehr viel verdienen“. Das kann ich so gar nicht nachvollziehen.. was nutzt das Geld wenn er nicht gesund oder gar nicht nach Hause kommt. Und der junge Mann ist über 30, also fernab der 24 und wie bereits erwähnt Familienvater von zwei Kinder. Mittlerweile hat er seinen Einsatz noch mal verlängert… ohne Worte..

  5. Sunlion

    Liebes Gänseblümchen,

    er ist verheiratet und hat zwei Kinder? Nun, vielleicht handelt es sich bei der Arbeitskollegin Deines Mannes ja um die unattraktive und ungepflegte Schluffi-Mutter, der ich heute auf dem Heimweg in der Straßenbahn begegnet bin, so eine vom Typ „Spätgebärende“. Anfang/Mitte 40, zwei kleine Kinder, das kleinste nicht älter als ein Jahr. Und sie die beschützende Übermutter, übertolerant zu ihren Kindern und rücksichtslos gegenüber den anderen Fahrgästen. Von der Optik her brillentragend, möglichst körperkonturverschleiernde Batik-Jurte-Öko-Filz-Kleidung und naturbelassene Frisur. Bei dem Anblick fragt man sich unweigerlich, wie sie eigentlich schwanger geworden ist. Seit ich solche Frauen kenne, habe ich das Bedürfnis, wahllos Menschen zu quälen. Warum also nicht einfach seinen Neigungen nachgehen? Am besten in Afghanistan, nich'? Nich'?

  6. Gänseblümchen

    nee, ich kenne die Kollegin auch flüchtig.. sie ist durchaus attraktiv, und die Kinder sind zum niederknien goldig und gut erzogen.. das kann es also nicht sein. Ich denke der Papa will sich mal so richtig profilieren, Abenteuer spielen.. oder was weiß ich.. und die Gattin scheint dem Geldsegen ja nicht abgeneigt zu sein… na schade, Du kannst mir das also auch nicht erklären.. wer dann? ;-))

  7. Sunlion

    Liebes Gänseblümchen,

    da mein Eifon fröhlich schwanzwedelnd vermeldete „Gänseblümchen hat geschrieben!!!“ und ich Dich nicht ohne Antwort ins Bett gehen lassen will, in der Gefahr, daß Du keinen Schlaf findest, habe ich meinen Computer noch mal eingeschaltet, extra für Dich!
    Eine genaue Antwort, was denn die Gründe für den Afghanistan-Einsatz des Mannes sind, können wohl nur die Beteiligten selber geben. Aber die Wahrheit wird sich wohl aus mehreren Teilen zusammensetzen. Vielleicht ist ja tatsächlich der Wunsch, in Afghanistan etwas zu bewegen und zu verbessern, Vater des Gedanken. Hinzu kommt sicherlich eine gehörige Portion Naivität, die neben der Sucht bekanntlich auch ein Grund dafür ist, weshalb Raucher nicht mit dem Rauchen aufhören: „Krebs? Das trifft mich schon nicht, mein Opa hat ja auch geraucht und ist über 90 geworden!“ Die Kugeln, die Sprengfallen, sie treffen immer nur die anderen, nicht mich. Oder einfach Selbstüberschätzung. Posttraumatische Störung aufgrund von erschütternden Erlebnissen? Nicht mit mir, ich bin ja abgehärtet.
    Aber vermutlich spielt auch das Geld eine Rolle, denn Polizisten werden, gemessen an ihrem oftmals frustrierenden Job, viel zu schlecht bezahlt. In meinem Bekanntenkreis arbeitet jemand schon 20 Jahre bei der Kripo, bei dem Gehalt kommen einem die Tränen. Womit wieder die Erkenntnisse von Michael Moore in seinem Film „Fahrenheit 9/11“ (siehe Linkliste rechts) bestätigt wären, in dem er aufzeigt, daß es ausschließlich arme Menschen sind, die als Kanonenfutter an vorderster Front kämpfen. Reiche Menschen haben das nicht nötig. Das wußte übrigens schon Karl Marx.

  8. Gänseblümchen

    schwanzwedelnde Eifonse?? .. ich krieg Angst.. hast Du vielleicht auch einen bellenden Kühlschrank, ein muuuuhendes Bügeleisen oder einen beißenden Flat-Screen? =o))

  9. Gänseblümchen

    …eine Frisörin (..Friseuse..Frittöse..
    Facharbeiterin für formschöne Frisuren?? wie auch immer), die CDU wählt, weil sie Ursula-li-lu von der Leyen, ich zitiere "schau" findet… dazu muss man nicht mehr viel sagen, ich kann es trotzdem nicht lassen… Wäre das nicht ein Grund sich einen Flowbee(http://www.amazon.de/Flowbee-Das-Haarschneidesystem-f%C3%BCr-Hause/dp/B000PPBSTC)zuzulegen? Sich damit von der Frau/Freundin/Freund/Mutti o.ä. die Haare schneiden zu lassen und dabei a.) langfristig Geld zu sparen und b.) noch den positiven Nebeneffekt zu genießen, sich solch geistigen Durchfall nicht mehr zu Gemüte führen zu müssen.. Wäre das nichts? Na?? ;o))

  10. Sunlion

    Liebes Gänseblümchen,

    einen beißenden Flatscreen habe ich. Manche Farben stellt er so extrem dar, daß sie einem in die Netzhaut beißen. Und – so kurz, wie ich es brauche, kann mir Amazons Flowbee gar nicht kommen! Außerdem gehe ich ja nicht zur Chefin meiner Lieblingsfriseuse, sondern zur Lieblingsfriseuse ihrer Chefin ihre. Und wenn Du den Satz mit vernünftiger Grammatik willst, mußt Du ihn Dir umschreiben.

  11. Gänseblümchen

    Lieber Sunlion,
    wahrscheinlich findet die Frisösen-Chefin auch Angela Merkel ganz "schau", weil die ja von Udo Walz frisiert wird..man weiß es nicht.. Frag doch beim nächsten Termin mal nach ;o)…

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