Der Name des Gewinners des diesjährigen Sunlion-Musik-Ehrenpreises 2012, der mit rein gar nix dotiert ist, lautet (und diesen Satz habe ich deshalb so umständlich formuliert, damit nach „Der Gewinner des diesjährigen Blabla-Preises, der mit nix dortiert ist,“ nicht gleich noch ein „ist“ folgt) … äh …
Ach was soll’s! Also der Gewinner ist der berühmte Filmkomponist John Williams. 1979, also lange vor der Erfindung von Internet, Mobiltelefon und kleinen putzigen Sesselchen, die man im Internet bestellen und sein Mobiltelefon reinstellen kann, gelang es dem Regisseur John Badham, dem damals bereits abgedroschenen Dracula-Thema neues Leben einzuhauchen, indem er die Hauptrolle nicht, wie sonst üblich, mit irgendeinem Gruselmonster sondern dem verflucht attraktiven Schauspieler Frank Langella besetzte, der mit seiner unterschwellig gefährlichen Präsenz und den wahrlich hypnotisierenden Augen den Kinobesuchern das Fürchten lehrte. Verstärkt wurde dieses Schaudern durch die geniale Komposition John Williams: Im Abspann sind die im Film auftauchenden Themen noch einmal sehr schön, wie in einer Ouvertüre versammelt, zu hören (ab 11:16 min.). Von der unschuldigen, melancholischen Klarinette, die bereits von den pulsierenden Bässen bedrohlich eingekreist wird, über die zunehmend unruhiger werdenden, von Hörnern flankierten Streicher, bis hin zum schmerzhaft gesteigerten Finale, das nach seinem Höhepunkt sanft ausklingt. Ein echtes Meisterwerk.
