Gestern Abend schaue ich noch mal nach meinem pazifikblauen Spielmobil und entdecke entsetzt, daß der Baum, unter dem es stand, offenbar so eine Art Donnerbalken für Vögel ist. Also noch mal hoch, einen Eimer Wasser gegriffen und bereits bei Dämmerlicht die auf knapp zehn Stellen verteilten Vogelkotflatschen entfernt. An einer Stelle, dicht am Fahrertürgriff, hatte sich die ätzende Substanz aber bereits in den Lack gefressen.
Und was nun? Ich also kurz überlegt, dann kam ich auf die glorreiche Idee, die in der Haushalts-Chemiekiste vor sich hingammelnde Poliercremetube für Kunststoffe hervorzuholen, mit der man normalerweise sensible Plastikteile, wie Plattenspielerhauben und ähnliches aufpoliert. Und siehe da – nach drei Polierrunden war die matte Stelle wieder glänzend! Äußerst befriedigt von soviel Glück ging ich sogleich ins Bett.
Heute früh schaute ich als erstes noch mal nach dem Ergebnis, und was erwartete mich? Ein komplett zugeschissenes Auto. Bin dann gleich in die Waschanlage (zum zweiten Mal diese Woche) und hab das Auto anschließend woanders unter freiem Himmel abgestellt. Ein Parkplatz direkt hinterm Haus ist zwar prima, aber was bringt das, wenn man dafür ständig am Putzen ist. Hoffen wir also, daß der Allmächtige nicht unverhofft Pech und Schwefel schickt. Oder schlimmeres.
So’n Scheiß!
7 Kommentare
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Tja, das ist wohl die Strafe dafür wenn man kompetentes und vorallem kostengünstiges, attraktives Putzpersonal verschmäht.. ;-P
Ach was, Auto waschen war inklusive? So oben ohne und mit ganz viel Schaum? Haaach, verdammt! Die Fehlentscheidung meines Lebens …
Baby, es wäre der Car-Wash Deines Lebens geworden :-))
Ich stelle mir gerade vor, wie Du – hin- und herschwenkend – über wie Windschutzscheibe gezogen worden währest, so wie die Textilstreifen in der Waschanlage … *schnüff* =o/
… irgendwie sieht das „h“ in „währest“ komisch aus. Wäre ich doch nur länger zur Schule gegangen …
ja, hättest Du mal tun sollen … dann würde das mit dem doppel "s" statt "ß" setzen auch besser klappen… das tut manchmal ganz schön weh beim lesen =o/
Das tut nur dann weh, wenn man nicht weiß, daß ich in der alten Rechtschreibung schreibe. Berufsbedingt habe ich die haarsträubende Entwicklung der Rechtschreibreform 1996 mitverfolgt, und mir standen die Haare zu Berge, angesichts der laien- und stümperhaften Änderungen, wobei ich mich angesichts der vielen Schriftsteller und Wissenschaftler, die damals auf die Barrikaden gingen, in guter Gesellschaft befinde. Die Reform der Reform 2006, bei der viele Änderungen erneut geändert wurden, legt über die Unfähigkeit der Kultusministerkonferenz deutlich Zeugnis ab. Und selbst heute liegt vieles noch im Argen, weil manche Regeln nach wie vor unlogisch und undurchdacht sind. Man sollte wichtige Dinge eben doch lieber den Fachleuten überlassen. Siehe Berliner-Flughafen-Desaster, Hamburger Oper und so weiter.
Jedenfalls habe ich beschlossen, privat einfach weiter in der alten Rechtschreibung zu schreiben, was Jungspunden von heute sicherlich ulkig vorkommen mag. Aber die meisten kennen sich heutzutage selbst in der aktuell gültigen Rechtschreibung nicht aus, weshalb Wortkopplungen und besonders das von Dir erwähnte ß/ss meistens falsch geschrieben werden.
Aber was kümmert das mich … dann sollen 'se doch alle vor sich hinschimmeln …