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Wer mit Glasurnen wählt …

Da haben die Bewohner der Krim also gewählt, und auch wenn die Wahlmöglichkeiten auf Grund der etwas merkwürdigen Fragestellung eventuell nicht ganz fair waren, so scheint es dennoch ein recht eindeutiges Votum für einen Beitritt zur Russischen Föderation zu geben. Aber wie das üblicherweise so ist, wenn ein Volk seine Meinung sagt, sind EU und Amerikaner empört und wollen die Wahl nicht anerkennen. So weit, so doof.
Viel interessanter aber ist, daß diese Situation uns Bürgern einmal ermöglicht, zu sehen, wie geschickt wir von den Medien manipuliert werden. Zur Abstimmung auf der Krim findet sich nämlich medienübergreifend der süffisante Hinweis auf die „gläsernen Wahlurnen“, der wohl suggerieren soll, daß die Bewohner, kontrolliert unter den strengen Augen Putins, gar keine Wahl hätten, als pro russisch zu stimmen, wenn sie nach Verlassen des Wahllokals keine Prügel beziehen wollen. Wobei natürlich unerwähnt bleibt, daß man den Wahlzettel vor dem Einwurf ja auch falten kann.
Keinen Hinweis auf die ebenfalls gläsernen Urnen findet sich jedoch im Zusammenhang mit der auch heute stattfindenden Parlamentswahl in Serbien. Deren Urnen sind in der Tagesschau nämlich sehr gut zu sehen. Mit denen hat unsere Journaille aber anscheinend kein Problem!
Also – liebe Journalisten – gebt Euch beim unauffälligen Manipulieren unserer Bevölkerung nächstes Mal gefälligst etwas mehr Mühe, Ihr Schmierfinken!
Das Wahlergebnis der heutigen Kommunalwahlen in Bayern war übrigens – wie so oft – mal wieder für die Tonne.