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The Big Short oder Der Wahnsinn hat Methode

Heute ausnahmsweise mal eine positive Kinokritik von mir. Und ich mach’s auch ausnahmsweise mal kurz: The Big Short, ein Film über die Hintergründe des Bankencrashs im Jahr 2008. Was langweilig klingt, ist erstaunlich kurzweilig, teilweise spannend und humorvoll inszeniert. Wer wissen will, was damals hinter den Kulissen ablief und auch einen tieferen Einblick in den Jargon des Bankgewerbes sucht, ist in dem Film gut aufgehoben. In einer Nebenrolle ist auch Brad Pitt zu sehen, aber die Hauptrollen spielen tatsächlich die Banken, und wir reden hier nicht über die filmüblichen Phantasiegebilde, nein – hier hatte jemand wirklich einen furchtbar dicken Haß auf die Branche, denn die in den Skandal verwickelten Protagonisten, wie etwa die Deutsche Bank oder Alan Greenspan, werden bei vollem Namen genannt. Und wer hinterher noch den aktuellen Werbeversprechen großer Banken glaubt, im Grundtenor von „Wir meinen das ernst“ oder „Wir haben verstanden“, der hat nichts verstanden. Oder nicht mehr alle Münzen in der Dose.