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Das große, tiefe Gedächtnisloch

Sagt mal, britische Regierung und westliche Medien,

das ist jetzt aber schon irgendwie ulkig, oder? Dass zwei Personen, die einem der gefährlichsten Gifte ausgesetzt waren, einfach so überleben? Denn immerhin handelt es sich bei dem ehemals in Russland entwickelten Novichok um ein Nervengift, das bis zu achtmal tödlicher ist, als das berüchtigte amerikanische VX, bei dem ein Liter bereits ausreicht, um eine Million Menschen umzubringen. Es heißt, Novichok tötet in nur wenigen Minuten, und die Wirkung würde erst verzögert eintreten, wenn es für Gegenmaßnahmen bereits viel zu spät ist.
     Schon erstaunlich, was manche Leute so für Glück haben! Da werden die beiden Skripals also vergiftet, mit einem Gift, bei dem der Hautkontakt mit der Menge eines Salzkorns bereits tödlich ist. Und dann siechen die so vor sich hin, werden bereits ohnmächtig auf einer Parkbank gefunden, der hervorragend ausgebildete, perfekt ausgestattete und hochmotivierte Rettungsdienst trifft mutmaßlich innerhalb von Sekunden ein (etwas anderes ist undenkbar, wegen der kurzen Zeit bis zum Exitus), die Rettungsfachkraft erkennt wegen der optionalen Weiterbildung zum Thema „Militärische Kampfstoffe – Segen und Glück für die Menschheit“ sofort das Problem, hat natürlich alle notwendigen Medikamente zufällig mit dabei und leitet augenblicklich Gegenmaßnahmen ein.
     Oder?
     Klingt irgendwie … unglaubwürdig?
     Na, keine Sorge! Vielleicht versenken wir diesen peinlichen Vorfall doch besser in einem Gedächtnisloch.