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Ein kleines Leckerli

Man soll ja bekanntlich nicht immer nur meckern. Man soll auch mal loben. Also lobe ich heute mal. Und zwar das italienische Restaurant L’Oasi in Oranienburg, gleich links neben dem Schloss.
     Schon im letzten Jahr ist mir diese Gastronomie positiv aufgefallen, als ich nämlich im Frühjahr, weit vor der Sommersaison, dort auftauchte und ein Eis haben wollte. Sie waren darauf natürlich nicht vorbereitet, das Eis war noch gut verpackt im Tiefkühler verstaut, aber trotzdem zeigten sich die netten Herren außerordentlich gastfreundlich, indem sie sagten – kein Problem, es dauere nur etwas länger als üblich, um dann ins Lager zu spurten und mir eine blaue Schale mit leckerem Eis zu füllen. Ohne Aufpreis oder Herumgemaule, wegen des unerwarteten Aufwandes. Einfach so.
     Letzen Sonntag dann erinnerte ich mich auf der Rückfahrt von Ganzweitweg über Oranienburg an das Restaurant, als abends mein Magen anfing zu knurren, also machte ich dort Zwischenstation und wurde nicht enttäuscht.
     Schon beim Betreten fiel mir die angenehme, aber für meinen Geschmack einen Hauch zu laute Musik im Hintergrund auf, doch ich hatte mich kaum gesetzt, schon wurde sie leiser gedreht, ohne dass ich danach fragen musste. Musik, die den Namen auch verdient, so leise, dass man sie wirklich als Hintergrundmusik bezeichnen kann, denn diese hat einzig und allein die Aufgabe, die Stille zu übertönen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
     Die ausnahmslos italienisch sprechenden Kellner kümmerten sich mit exzellenten Manieren sehr freundlich und aufmerksam um die Gäste. Weiße Tischdecken, ein angenehmes Ambiente sowie die akzeptable Preise rundeten den guten Eindruck vollkommen ab.
     Nicht zu vergessen – die Qualität des Essens war natürlich hervorragend, im Gegensatz zu meinen Erfahrungen in den Emiraten, Anfang des Jahres.