Nach langer Zeit war ich heute mal wieder bei einem Konzert. Als Gast, und nicht wie die letzten acht Jahre als Roadie.
Pink Floyd, man höre und staune! Nein, nein – nicht das Original, sondern eine Coverband. Sie hieß Who’s Pink? und hatte ganze neun Mitglieder. Nun bin ich nicht sooo der Pink-Floyd-Fan, ich habe nur ein paar Hits auf Kassette (das sind diese altmodischen Dinger, wo zwei Spulen mit Magnetband drehen tun), und die höre ich auch nicht sehr oft. Aber wenn so ein Konzert schon nebenan in meinem Urlaubsort stattfindet und kein Eintritt verlangt wird, kann man ja ruhig mal vorbeilöwen.
Ich setzte mich auf die erste Bank ganz vorn, dem Platz mit dem besten Sound und Ausblick, etwas später gesellte sich noch eine mittelalterliche Dame hinzu, um mucksmäuschenstill die Musik zu genießen.
Das Konzert lief noch keine halbe Stunde, da schickte mir das garstige Schicksal wieder den Trottel vorbei, der immer wie von Geisterhand plötzlich auftaucht, egal wo ich hingehe und egal was ich tue. Und der sich wohin setzte? Genau! Nicht auf eine der anderen hundert Bänke. Sondern direkt neben mich. Günter Grünwald würde sagen: Ich bin ein Deppenmagnet.
Sofort fing er an, loszutrotteln, wie Trottel das eben so tun. Er nickte im Takt der Musik mit dem Kopf, wippte mit den Beinen, bis die ganze Bank anfing, zu schaukeln und zu vibrieren.
Leider passiert mir so was ständig, wie Ihr in meinem Reiseverführer nachlesen könnt. Man könnte meinen, das Schicksal hat es auf mich abgesehen. Aber nicht diesmal! Diesmal habe ich es nicht damit durchkommen lassen! Heldenhaft stürzte ich mich auf den Trottel, prügelte ihn windelweich, schraubte ihm genüsslich den Kopf ab, massakrierte anschließend Musiker und Publikum, brannte die Bühne nieder, planierte den Ort platt und plätter und schickte zuletzt den gesamten Landkreis zu Hackfleisch verarbeitet in die Hölle.
Siehst Du, Schicksal, Du elendes Miststück? Ich kann auch anders als flauschig!
