Laut britischem Oberhaus hat Rowan Atkinson, der Darsteller des weltweit bekannten Mr. Bean, das E-Auto an die Wand gefahren, allerdings nur im übertragenen Sinne.
Was mich an dieser Meldung viel mehr erstaunte, war, dass Atkinson sich trotz eines Master of Science in Elektrotechnik erst ein E-Auto kaufen musste, um herauszufinden, dass die Dinger nix taugen. Ich hab keinen Master of Science in Elektrotechnik und das Dilemma auch ohne teure Anschaffung vorausgesehen.
Im Grunde ist es doch gar nicht so schwer: Jeder, der einen Laptop besessen hat, weiß, dass die Laufzeitangaben der Hersteller nie mit der Realität übereinstimmen. Und dass sie mit den Jahren immer schlechter werden. Und dass ein neuer Original-Markenakku von der Größe eines Stullenbretts gut und gerne mal um die 100 Euro und mehr kosten kann. Wie viel mag dann ein Akku in der Größe mehrerer Bananenkisten kosten? Und wie viel wäre im Fall eines Verkaufs der nachfolgende Gebrauchtwagenkäufer bereit, für ein Auto mit akkuverschleißbedingt verminderter Reichweite zu bezahlen? Einer Reichweite, die im Neuzustand bereit lächerlich gering ist, wo ein neuer Akku locker mehrere tausend Euro kosten kann und die Eigentümer verzweifelt zu drastischen Maßnahmen greifen lässt?
Genau! Nix!
Erst kürzlich sah ich einen Tesla mit Campinganhänger auf der A20 zwischen Berlin und der Ostsee umhermäandern und fragte mich, wie weit der wohl gekommen sein mag, wenn solche Anhänger schon bei Verbrennern die Reichweite halbieren.
