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Paradiesische Zustände

Seit heute, 08.15 Uhr, bin ich auch offiziell kein Berliner mehr. Pünktlich um acht öffnete das Gemeindeamt von Dingenskirchen seine Pforten, keine fünf Minuten entfernt von meinem Wohnort. Um 08.01 Uhr saß ich mit einer, von einer freundlichen Mitarbeiterin in die Hand gedrückten Wartenummer vor dem zuständigen Büro. Um 08.03 Uhr wurde ich hineingebeten, um mein Anliegen vorzutragen. Ummeldung, Änderung von Personalausweis und Reisepass, Anmeldung für die Wahlunterlagen, das alles erledigt innerhalb weniger Minuten. Kein Termin nötig, keine Wartezeit, außer mir war niemand da. Zur Begrüßung – Handschlag, Blumenstrauß, Zungenkuss für jeden Neu-Brandenburger Bürger. Paradiesische Zustände in Dingenskirchen und totales Gegenteil zum Behördenalbtraum von Berlin. Ich kann mich nur wiederholen: Haltet Euch fern vom Bundeshauptslum! Das Leben in der Provinz ist so viel angenehmer, und die Menschen hier sind so viel freundlicher.
     Pünktlich um 08.17 Uhr verließ ich das Amt und schaffte sogar noch die gewünschte S-Bahn, die mich ins Büro bringt, mitten hinein ins Zentrum von Sodom und Gomorra. Berlin ist inzwischen beides.

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