Der Lebensmittelhändler Edeka verstößt gegen den heiligen Marketing-Grundsatz „Keine Politik im Geschäft“ und macht Stimmung gegen die AfD. Das Unternehmen schreibt in einer Anzeige: „Warum bei Edeka Blau nicht zur Wahl steht“ und „Die Evolution hat uns gelehrt: Blau ist keine gute Wahl.“
Und ich frage mich: Hat sich das Unternehmen schon mal sein Firmenlogo angeschaut? Also wenn das kein Blau ist! Doch was kümmert’s mich, ich kaufe eh nur bei Rot-Weiß-Kaufland, Rot-Weiß-Rewe oder notfalls auch bei Rot-Gelb-Netto. Edeka ist mir einfach zu teuer. Aber wie werden nun wohl AfD-Sympathisanten reagieren, wenn sie die Anzeige entdecken? Wäre möglich, dass es in manchen Bundesländern nun eng wird für Edeka, besonders im blauen Osten, bei dem harten Preiskampf, den sich Lebensmittelhändler liefern. Denn Konkurenz belebt das Geschäft, die Marke ist längst nicht mehr allein in den Städten und auf der grünen Wiese. Ein Supermarkt reiht sich an den anderen.
Ich bin gespannt wie ein Schlumpf, ob die blaue Kampagne nach hinten losgeht. Und wenn schon – Hauptsache strammstehen vor dem Zeitgeist und Haltung zeigen, auch wenn sich dadurch überhaupt nichts ändert! Außer beim Umsatz.
