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Aufwärts = abwärts?

Seit Jahren schon beobachte ich den Goldpreis. Als ein Hundert-Gramm-Barren die 4000-Euro-Grenze überwand, staunte ich zum ersten Mal und empfahl Freunden, die Geld anlegen wollten, lieber Gold zu kaufen, weil die Zinsen für irgendwelche Wertpapiere deutlich unter der Inflationsrate lagen, man verliert also Geld, statt es zu vermehren. Als der Preis über 5000 Euro stieg, riet ich Freunden, die noch Geld übrig hatten, davon ab, Gold zu kaufen und lieber zu warten. Zu teuer, dachte ich damals, ohne wirklich Ahnung von Finanzthemen zu haben.
     Offenbar hatte ich mich geirrt. Irgendwann überstiegt der Barren die 6000er-Grenze, flatterte ein wenig rauf und runter, und ich begann, mir Sorgen zu machen. Doch seit etwa Juli 2024, also in den letzten vier Monaten, ist die Kurve steil nach oben gegangen. Vorgestern, am Mittwoch, hat der Preis erstmals die 8000-Euro-Grenze überschritten. Heute kostet der 100-Gramm-Barren bereits 150 Euro mehr. Bedeutet dieser Aufwärtstrend, dass es mit der Wirtschaft immer schneller abwärts geht? Die aktuelle Preisdynamik ist wirklich furchteinflößend, man kann nur hoffen, dass dies nicht der Vorbote einer gewaltigen Inflation ist, die in den letzten Monaten eigentlich wieder etwa nachgelassen hatte.
     Andererseits wäre es an der Zeit, den ungeliebten Euro und das weltweite, goldentkoppelte Gelddruck-System endlich crashen zu sehen. Beides barg konstruktionsbedingt den eigenen Untergang bereits von Anfang an in sich.

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