Heute Nacht trat ich vor die Tür, lief zur Laterne, wo ich nur wenige Minuten zuvor mein Fahrrad angelehnt hatte und musste feststellen, dass es geklaut worden war. Innerlich brodelnd vor Wut über meine eigene Dummheit, es nicht angeschlossen, und die Unverfrorenheit des Diebes, mein Lieblingsfahrrad entwendet zu haben, griff ich kurzerhand ein fremdes Rad, welches ebenfalls an der Laterne lehnte und fuhr eilig davon. Schließlich musste auch ich irgendwie nach Hause kommen.
Beschämt und von meiner eigenen Dreistigkeit überwältigt, erwachte ich aus diesem Traum und realisierte nach einigen Sekunden überglücklich, dass mein Lieblingsfahrrad sicher verschlossen unter mir im Keller stand. Gleichzeitig fragte ich mich, ob der Besitzer des geträumten Fremdrades, den ich wiederum beklaut hatte, heute Nacht womöglich auch vom Verlust seines Rades geträumt haben mochte.
