Hier draußen in Dingenskirchen laufen die Dinge eindeutig anders als in Berlin. Während ich in der großen bösen Stadt nicht aus dem Klagen herauskam, besonders über die DHL, erlebt man hier draußen erstaunliche Dinge! Gerade noch schaute ich auf der DHL-Website, ob denn die bestellte Lieferung vielleicht heute schon kommt, denn die ursprüngliche Angabe nannte einen Zeitraum von heute bis morgen. Keine zehn Sekunden nach dem Schließen der Seite klingelte es bereits an der Tür. Die freundliche Christel von der Post, Mitte, Ende Vierzig, freundlich, fleißig und dienstbeflissen, grüßte fröhlich und ließ mich unterschreiben, das zehn Kilo schwere Paket vor sich auf dem Boden stehend. Aber anstatt sich umzudrehen und weiterzuziehen, was für mich völlig in Ordnung gewesen wäre, bückte sie sich unerwartet und reicht mir das eben nicht ganz leichte Paket auch noch entgegen!
Ehrlich, das hätte sie nun wirklich nicht tun müssen! Sie hat bestimmt den ganzen Tag noch mehr schwere Sachen zu schleppen. Fast schon beschämt bedankte ich mich vielmals und wünschte ihr einen angenehmen Tag.
Kurz vor Weihnachten übrigens wollte ich ihr mal eine Sendung mitgeben, was sie, sich vielmals entschuldigend, ablehnte. Dann öffnete sie die Hecktür des VW-Busses und zeigte mir den Grund: Das Fahrzeug war bis unter die Decke mit Sendungen vollgestopft. Nicht ein einziger Briefumschlag hätte da irgendwo noch zwischengepasst.
Echt fleißig, die nette Christel von der Post!
