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Justiz am Ende

Eine 41-jährige Mutter und ihr vierjähriger Sohn getötet. Fünf weitere Verletzte, verursacht durch einen Raser, der sich nicht an die Regeln halten wollte. Heute wurde er … nennen wir es mal – „verurteilt“. Zu zwei Jahren. Auf Bewährung. Mehr nicht. Im Grunde kann er nach Hause gehen und die Bewährung gemütlich auf der Couch vor dem Fernseher absitzen. Mit anderen Worten – er ist davongekommen.
     Die belgische Familie hingegen nicht. Der Vater muss nun mit dem Verlust seiner Frau und seines Sohnes leben. Lebenslänglich. Da fragt man sich schon, wer hier eigentlich zu was verurteilt wurde.
     Bei solch einer Justiz muss man sich nicht mehr wundern, dass sich niemand mehr an Regeln hält. Wenn in den Nachrichten immer häufiger auftaucht, dass Unfallverursacher keinen Führerschein hatten (wozu auch, wenn nicht mehr kontrolliert wird) und Fußgänger beim Überqueren von Zebrastreifen nicht mehr ihres Lebens sicher sind, weil Fahrzeuge und Radfahrer nicht mehr anhalten wollen (wer’s nicht glaubt, teste mal den Fußgängerüberweg an der Berliner Brückenstraße/Rungestraße).
     Jeder kann machen was er will, und wenn’s schiefgeht, was soll’s? Passiert ja eh nix.