Nach nur fünf Jahren hisste der Akku meines Laptops heute die weiße Fahne. Nichts ging mehr (eine versteckte Warnung an alle E-Auto-Fahrer, was ihnen nach ein paar Jahren blühen wird). In weiser Voraussicht hatte ich bereits Ersatz beschafft, 122 Euro wollte der Originalhersteller dafür haben (wie viel neue Auto-Akkus kosten, könnt ihr hier sehen).
Doch die fröhliche Bastelei wurde sogleich wieder sabotiert, und zwar vom Laptophersteller selbst, der seinen Sitz übrigens in den USA hat (nein-nein – den meine ich nicht. Den anderen). Zuerst stellten sich die Gehäuseschrauben dämlich an, wie üblich natürlich mit einem imbusartigen Kopf, für den normalerweise kein handelsüblicher Bürger einen passenden Schraubendreher hat. Ich hatte einen. Auch für die nun folgenden Kreuzschlitzschrauben, welche im Inneren den Akku in der korrekten Position halten. Dennoch reichten vier, fünf kräftige Drehungen mit dem Werkzeug, um bei einer der Schrauben das Kreuz rettungslos zu verhunzen, denn sie wollte sich einfach nicht lösen lassen. Den Grund entdeckte ich bei den anderen Schrauben: Die Gewinde waren mit einem blauen Lack bestrichen, dessen Aufgabe es anscheinend ist, die Schrauben im Gewinde festzuhalten.
Herrgott noch mal! Dann benutzt gefälligst richtige Schrauben aus Stahl, deren Köpfe etwas aushalten, ihr bescheuerten Suppenhühner, und nicht dieses weiche Alu-Gelumpe!
Die Tragikkomik an der Sache ist jedoch, dass dieselbe Schraube, die nach ein paar Umdrehungen völlig den Kopf verlor, dem unvermeidlichen Diamantbohrer nahezu eine halbe Stunde trotzte, bevor sie den Akku endlich freigab.
