Während man sich in früheren Jahren noch mit Landkarte auf dem Schoß hantierend und mit dem Beifahrer zankend durch die Lande bewegte, navigiert man heutzutage computerge- und satellitenunterstützt in der Welt herum. Auf der einen Seite ist das natürlich furchtbar praktisch, denn bei modernen Navigationssystemen muß man nicht mal mehr die Hände vom Lenkrad nehmen, die Ziele lassen sich per Spracheingabe festlegen. Andererseits hat mein Navi eine morbide Faszination zu möglichst unbekannten, abgeranzten Nebenstraßen, so wie heute, als ich vom Parsteiner See zum Werbellinsee fahren wollte. Die letzten, die sich um die Sanierung der Straße gekümmert haben, waren anscheinend die Römer, so schlecht war der Zustand. Allerdings sollte man gerade an solch abgelegenen Strecken ruhig mal die Augen aufmachen und bei Gelegenheit beherzt das mittlere Pedal durchtreten, dann kann man mitunter wunderschöne Aussichten genießen. Zum Beispiel indem man diese versteckten Stufen hinunterläuft …

… dann findet man nämlich einen einsamen See mit seinem geheimen Bootssteg. Und kein Mensch weit und breit:

Damit dieser See auch geheim bleibt, werden nur die wirklich Eingeweihten etwas mit meinem Geheimcode anfangen können: 52 57 27 014 00 09.
