Am nächsten Tag holt sich Kuschel im ortsansässigen Lebensmittelladen eine zuvor bestellte Wundertüte ab. Doch die ist anders als gewohnt. Überdeckt mit chinesischen Schriftzeichen und einem Warnaufkleber versehen, enthält sie eine merkwürdige Uhr sowie einen großen Papierbogen. Als das Mädchen zögerlich den Knopf der Uhr betätigt, wird sie in ein spektakuläres Abenteuer katapultiert, dass selbst den meisten Erwachsenen wohl Angstschauer über den Rücken treiben würde:
Ein lauter, schwerer, tief grollender Knall breitete sich aus, wie nach der Explosion eines Sterns. Blitzartig umgab die drei schwärzeste Nacht, dann wieder hüllte sie das taumelnde Universum ein, Milliarden Sonnen, bunte Nebel und gleißende Lichter. Es war schwer zu sagen, wie lange es dauerte, denn obwohl es schien wie ein Wimpernschlag, fühlte es sich dennoch an wie die Ewigkeit von Jahrmillionen. Starr vor Entsetzen betrachteten sie das um sie herum tobende Chaos, all das Entstehen inmitten der Vernichtung. So rasch, wie der Spuk erschien, verschwand er auch.
Dies passiert mehrere Male, während Kuschel und ihr Begleiter Harras, ein Schäferhund, mühsam versuchen, zu begreifen, was denn überhaupt vor sich geht. Doch allmählich dämmert ihnen, was sie da mit der merkwürdigen Uhr in der Hand halten:
„Nanu? Eben noch wüste Wüste und jetzt ist alles grün?“ Harras erhob sich und wurde etwas hippelig. „Ich glaube, ich muss mal!“ Eilig rannte er zu einem kleinen Busch und hob das Bein. Er war noch nicht ganz fertig, da fielen plötzlich alle Blätter zu Boden. „Oh, Verzeihung, ich wusste nicht, dass du so empfindlich bist“, entschuldigte er sich bei dem Busch und lief wieder zum Landeplatz zurück.
Kuschel war inzwischen auch aufgestanden und schritt um den Papierbogen herum, während sie konzentriert auf die Uhr starrte. „Das ist ja seltsam“, bemerkte sie ratlos, „der Zeiger, der sich vorhin wie verrückt aufgeführt hat, zeigt immer auf das Papier.“ Sie lief ein paar Meter weiter weg, um ihre These zu überprüfen und vollführte schließlich einige Freudensprünge. „Ja, ich habe recht, das Ding ist gleichzeitig ein Kompass! Er zeigt immer dorthin, wo der Papierbogen liegt. Wie interessant! Wir können also ein wenig die Gegend erkunden und finden problemlos wieder zurück.“
Teddy schaute aus dem Kragen heraus: „Ich finde das sehr riskant, wir wissen doch gar nicht, wo wir sind.“ – „Genau das wollen wir ja herausfinden!“ erklärte Kuschel. „Kommt, wir laufen mal ein Stück. Aua!“ Das Mädchen patschte sich mit der Hand auf den Oberschenkel und hinterließ einen handtellergroßen, grün-braunen Flatschen. Erschrocken rief sie: „Iiihhh, habt ihr das gesehen? Eine Mücke, so groß wir eine Maus! Die wollte mich stechen!“ Eine zweite Mücke setzte sich auf ihren Arm, dann eine dritte und eine vierte. Auch Harras war plötzlich umschwärmt von riesigen, furchtbar durstigen Insekten. „Los, schnell zum Wasser!“ rief Kuschel und rannte davon, mit den Armen heftig um sich schlagend. Direkt am Ufer frischte der Wind etwas auf und vertrieb das Ungeziefer.
„Verdammt, habt ihr schon mal so große Insekten gesehen?“ Auch Harras wirkte ziemlich ratlos. „Die Biester sind mir auch neu. Die waren ganz schön gierig! Aber gestochen haben sie nicht, oder?“ – „Nein, dazu waren sie nicht flink genug. Merkwürdig, als ob sie es noch lernen müssten. Hat einer ‘ne Ahnung, wo wir sind?“ Das Mädchen sah sich um. „Das Grünzeug dort hinten sieht nach Farnen aus, so wie man sie auch aus unseren Wäldern kennt, nur viel größer. Ansonsten überall nur Nadelbäume. Eine merkwürdige Vegetation. Wie aus einem Lehrbuch für …“ Plötzlich griff sie sich an den Kopf. „Ich glaube, ich weiß jetzt, wo wir sind! Wartet mal …“ Sie ging ein paar Schritte ins Wasser hinein und suchte den Meeresgrund ab. „Tatsächlich, hier sind ganz viele Muscheln und Schnecken, aber auch viel größer also sonst. Los, zurück zum Papierbogen!“
Sie hetzten zum Waldrand und hüpften auf das silbrige Quadrat. Bevor die Mücken erkannt hatten, welche Delikatesse sich ihnen da erneut bot, krachte es und die plötzlich aufgetauchten Kreaturen verschwanden in einem gleißenden, runden Intergalakt-Unilapidem-Temporal-Plasmablitz, der eine sich kugelförmig ausbreitende Qualmwolke erzeugte. Kuschel hatte den Knopf erneut dreimal gedrückt.
Nach wenigen Augenblicken hatte sich der Qualm verzogen, und sie kamen auf einem kleinen Hügel zu sich. „Ganz schön neblig hier!“ fand Kuschel. „Riecht nach Schwefel!“ sagte Harras. „Riecht nach Krokodil!“ bemerkte Teddy. „Krokodil? Wie kommste denn auf so was?“ Kuschel verzog spöttisch die Lippen. „Krokodile leben im Wasser, und hier ist weit und breit kein einziger Tropfen zu sehen!“ – „Vielleicht fühlt es sich deswegen so nach Erdbeben an. Spürt ihr nicht dieses leichte Heben und Senken?“ warnte Harras. „Hä? Ich merk‘ nix!“ Kuschel legte die Hand auf den Boden. „Fühlt sich an wie Leder. Irgendwie schuppig. Und äh … ich glaube, jetzt spüre ich‘s auch.“ Sie klatschte ein paar mal mit der Hand auf den Boden. Der Boden klopfte zurück. Er vibrierte kurz, dann erhob er sich ächzend, während die drei Besucher herunterpurzelten und im Sand auf die Beine fielen. Der Hügel drehte sich um und schaute sie an. Und sie schauten zurück. Betrachteten jeden Teil seines Körpers, die zwei kräftigen Beine, dick wie Baumstämme, die kurzen Stummelarme, den langen Schwanz, vor allem aber den massigen Kopf, fast so groß wie ein Kleinwagen und mit Dutzenden bananengroßen Zähnen gespickt.
„Ist das ein T-Rex?“ fragte Harras. „Ja, das ist ein T-Rex!“ bestätigte Kuschel. „Was ist denn ein T-Rex?“ fragte Teddy. „Ein gefährlicher Dinosaurier. Etwas zum Davonlaufen!“ antwortete Kuschel. „Lauft!“ schrie Teddy.
Kuschel war inzwischen auch aufgestanden und schritt um den Papierbogen herum, während sie konzentriert auf die Uhr starrte. „Das ist ja seltsam“, bemerkte sie ratlos, „der Zeiger, der sich vorhin wie verrückt aufgeführt hat, zeigt immer auf das Papier.“ Sie lief ein paar Meter weiter weg, um ihre These zu überprüfen und vollführte schließlich einige Freudensprünge. „Ja, ich habe recht, das Ding ist gleichzeitig ein Kompass! Er zeigt immer dorthin, wo der Papierbogen liegt. Wie interessant! Wir können also ein wenig die Gegend erkunden und finden problemlos wieder zurück.“
Teddy schaute aus dem Kragen heraus: „Ich finde das sehr riskant, wir wissen doch gar nicht, wo wir sind.“ – „Genau das wollen wir ja herausfinden!“ erklärte Kuschel. „Kommt, wir laufen mal ein Stück. Aua!“ Das Mädchen patschte sich mit der Hand auf den Oberschenkel und hinterließ einen handtellergroßen, grün-braunen Flatschen. Erschrocken rief sie: „Iiihhh, habt ihr das gesehen? Eine Mücke, so groß wir eine Maus! Die wollte mich stechen!“ Eine zweite Mücke setzte sich auf ihren Arm, dann eine dritte und eine vierte. Auch Harras war plötzlich umschwärmt von riesigen, furchtbar durstigen Insekten. „Los, schnell zum Wasser!“ rief Kuschel und rannte davon, mit den Armen heftig um sich schlagend. Direkt am Ufer frischte der Wind etwas auf und vertrieb das Ungeziefer.
„Verdammt, habt ihr schon mal so große Insekten gesehen?“ Auch Harras wirkte ziemlich ratlos. „Die Biester sind mir auch neu. Die waren ganz schön gierig! Aber gestochen haben sie nicht, oder?“ – „Nein, dazu waren sie nicht flink genug. Merkwürdig, als ob sie es noch lernen müssten. Hat einer ‘ne Ahnung, wo wir sind?“ Das Mädchen sah sich um. „Das Grünzeug dort hinten sieht nach Farnen aus, so wie man sie auch aus unseren Wäldern kennt, nur viel größer. Ansonsten überall nur Nadelbäume. Eine merkwürdige Vegetation. Wie aus einem Lehrbuch für …“ Plötzlich griff sie sich an den Kopf. „Ich glaube, ich weiß jetzt, wo wir sind! Wartet mal …“ Sie ging ein paar Schritte ins Wasser hinein und suchte den Meeresgrund ab. „Tatsächlich, hier sind ganz viele Muscheln und Schnecken, aber auch viel größer also sonst. Los, zurück zum Papierbogen!“
Sie hetzten zum Waldrand und hüpften auf das silbrige Quadrat. Bevor die Mücken erkannt hatten, welche Delikatesse sich ihnen da erneut bot, krachte es und die plötzlich aufgetauchten Kreaturen verschwanden in einem gleißenden, runden Intergalakt-Unilapidem-Temporal-Plasmablitz, der eine sich kugelförmig ausbreitende Qualmwolke erzeugte. Kuschel hatte den Knopf erneut dreimal gedrückt.
Nach wenigen Augenblicken hatte sich der Qualm verzogen, und sie kamen auf einem kleinen Hügel zu sich. „Ganz schön neblig hier!“ fand Kuschel. „Riecht nach Schwefel!“ sagte Harras. „Riecht nach Krokodil!“ bemerkte Teddy. „Krokodil? Wie kommste denn auf so was?“ Kuschel verzog spöttisch die Lippen. „Krokodile leben im Wasser, und hier ist weit und breit kein einziger Tropfen zu sehen!“ – „Vielleicht fühlt es sich deswegen so nach Erdbeben an. Spürt ihr nicht dieses leichte Heben und Senken?“ warnte Harras. „Hä? Ich merk‘ nix!“ Kuschel legte die Hand auf den Boden. „Fühlt sich an wie Leder. Irgendwie schuppig. Und äh … ich glaube, jetzt spüre ich‘s auch.“ Sie klatschte ein paar mal mit der Hand auf den Boden. Der Boden klopfte zurück. Er vibrierte kurz, dann erhob er sich ächzend, während die drei Besucher herunterpurzelten und im Sand auf die Beine fielen. Der Hügel drehte sich um und schaute sie an. Und sie schauten zurück. Betrachteten jeden Teil seines Körpers, die zwei kräftigen Beine, dick wie Baumstämme, die kurzen Stummelarme, den langen Schwanz, vor allem aber den massigen Kopf, fast so groß wie ein Kleinwagen und mit Dutzenden bananengroßen Zähnen gespickt.
„Ist das ein T-Rex?“ fragte Harras. „Ja, das ist ein T-Rex!“ bestätigte Kuschel. „Was ist denn ein T-Rex?“ fragte Teddy. „Ein gefährlicher Dinosaurier. Etwas zum Davonlaufen!“ antwortete Kuschel. „Lauft!“ schrie Teddy.
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Fortsetzung … in meinem Buch!
