Wann immer ich Paketklebeband nutze, schießt mir derselbe Gedanke durch den hohlen Schädel. Denn jedes Mal reißt beim Abziehen von der Rolle das Band irgendwo ein, und dann muss ich zehn, zwanzig Zentimeter mehr abziehen, als ich eigentlich wollte. Dann sehe ich im Geiste in der Vorstandsetage von Tesa immer die Sektkorken knallen, angesichts ihres teuflischen Husarenstücks, das Klebeband exakt so dick zu machen, dass es Pakete sicher zusammenhält, aber auch exakt so dünn, dass es beim Abziehen von der Rolle einreißt. Ein hübsches Nebengeschäft für den Hersteller, wenn der Kunde nur grob geschätzt drei Viertel des Bandes effektiv nutzen kann.
Noch viel teuflischer ist jedoch das Klebstoff-Entfernungsspray. Damit löst man zum Beispiel Etikettenreste leichter ab, als mit anderen Reinigungsmitteln. Echt clever, den Klebstoff exakt so zu dosieren, dass er hält, was er halten soll, und sich hinterher, wenn er nicht mehr halten soll, nur mit kostenpflichtigem Zubehör entfernen lässt.
Erst verdient man also am Klebstoff und danach am Mittel, das den Klebstoff entfernt.
Teufel noch mal, warum komme ich nie auf solche Ideen?
