Die Bundesagentur für Arbeit erwägt, daß sich Arbeitslose nach niederländischem Vorbild jeden Morgen in Trainingszentren melden müssen. Dies dürfte zu einer allmorgentlichen gigantischen Völkerwanderung führen, wenn die über 200000 Berliner Arbeitslosen sich jeden Morgen irgendwo melden müssen. Andererseits dürfte es zu rund 6600 neuen Arbeitsverhältnissen für Betreuer führen, weil ja die Arbeitslosen dann von irgendwem betreut werden müssen, wenn man sie auf Klassen zu je 30 Mann verteilt.
Michail Chodorkowskij, der ehemalige Yukos-Chef wurde erneut schuldig gesprochen, das Strafmaß wird in Kürze bekanntgegeben.
An diesem Fall läßt sich sehr gut die selektive Wahrnehmung der Medien studieren, denn wie schon zu Zeiten des kalten Krieges ist alles, was der Kreml anstellt, böse. Wie es jedoch dazu kam, das Chodorkowskij ins Visier des Kreml geriet, wird meist verschwiegen. Die FAZ beschreibt die Chronologie der Ereignisse in einem detaillierten Beitrag.
Wenn die Gier die Oberhand gewinnt und die Dummheit obsiegt, führt das gelegentlich zu bizarren Ergebnissen: In den USA wurde jetzt der Weg für’s Zweiklassen-Internet geebnet, sprich – wer schnelles Internet will, muß dafür zahlen. Was die Initiatoren aber offenbar nicht begreifen ist, daß es einen Internetzugang nicht kostenlos gibt, man also bereits für diese Leistung bezahlt.
Bleibt nur zu hoffen, daß es genügend Wettbewerb gibt, damit sich das erst gar nicht etabliert und die Nutzer sich diesem Trend verweigern. Ich würde denen jedenfalls kein Extrageld in den Rachen werfen, lieber warte ich etwas länger auf die Daten.
Kardinal Meisner warnt davor, Gott aus dem Alltag zu entfernen, weil dann die Welt wüst und wirr wie am Anfang wäre. Was er dabei leider übersieht ist, daß es vor allem religiöse Motive sind, die Menschen immer wieder gewalttätig werden lassen und so die Welt wüst und wirr machen.
Interessant in dem Zusammenhang auch, daß ausgerechnet die katholische Kirche sich gegen die Präimplantationsdiagnostik wendet, also Menschen, die mit Kindern so wenig am Hut haben, wie der Weihnachtsmann mit dem Osterhasen, außer natürlich, wenn sie ihre unterdrückten sexuellen Bedürfnisse befriedigen wollen. Die Bischhöfe sollten vielleicht erst einmal lernen, was es bedeutet, eine Familie zu gründen und wie schwer es ist, sich ein Leben lang um ein behindertes Kind kümmern zu müssen, insbesondere unter prekären Umständen, wie etwa Hartz 4, ungünstiger, behindertenunfreundlicher Infrastruktur, und immer der Angst im Nacken, vor den Kindern zu sterben und nicht mehr für sie sorgen zu können. Und natürlich immer unter dem Gesichtspunkt, daß ein späterer Schwangerschaftsabbruch ja trotzdem noch möglich ist und somit ein Verbot der PID völlig sinnlos ist.
Karl Theodor zu Guldenburg hat den Vorschlag gemacht, in Berlin eine Straße nach Ronald Reagan zu benennen. Leider trifft er mit seinem Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Möglicherweise liegt das ja daran, daß Reagan während seiner gesamten Amtszeit einen verdeckten Krieg gegen Nicaragua führte, dem 60000 Zivilisten zum Opfer fielen und man in deshalb getrost als Massenmörder bezeichen darf?
Wer weiß …
Anstatt die passenden Maßnahmen zu treffen, welche die Lage zu Nordkorea etwas entschärfen könnten, führt Südkorea stattdessen lieber ein grenznahes Manöver durch.
Erst kürzlich hatte Nordkorea eine südkoreanische Insel beschossen, möglicherweise als Reaktion auf ein gemeinsames Manöver von südkoreanischen und amerikanischen Streitkräften.
Manchmal ist die Menscheit wie „vernagelt“:
Mehrere große Zeitungen und Internetblogs beziehen heute Stellung zu den Veröffentlichungen von Wikileaks und verweisen auf das Recht der Informationsfreiheit.
Auf Stern Online ist eine Unicef-Fotoreportage über die Folgen des Einsatzes des Entlaubungsmittels „Agent Orange“ durch die Amerikaner in Vietnam zu sehen. Noch heute, Jahrzehnte nach Ende des Krieges, leiden Vietnamesen an dessen Folgen.
Eine interessante Betrachtung über Geheimnisse, deren Verrat und Wikileaks findet sich heute in der Berliner Zeitung.
Die Staatengemeinschaft hat nach eigenen Angaben in Cancun einen „bahnbrechenden Durchbruch“ erzielt und gemeinsam festgelegt, daß die weltweite Durchschnittstemperatur nicht um mehr als zwei Grad steigen darf.
Na, wenn der Klimawandel da mal nicht beeindruckt ist und winselnd das Weite sucht …
