Vor über zehn Jahren, als der Internethandel noch in den Kinderschuhen steckte, entschied ich mich für Amazon und gegen BOL. Weil BOL sich weigerte, einen Gutschein einzulösen. Dummer Fehler, wirklich blöd! Denn seit dem habe ich tausende Westmark und Euro bei Amazon gelassen.
Letzten Samstag nun versuchte ich eine Musikdatei herunterzuladen, was auf Grund technischer Probleme seitens Amazon mißlang. Also schrieb ich eine E-Mail an den Kundenservice mit der Bitte um Korrektur.
Die Tastatur war noch nicht ganz abgekühlt, da kam schon eine Antwort. Nach nur 22 Minuten. Mit persönlicher Unterschrift! An einem Samstag! Zu Ostern!!!
Amazon schreibt über sich selbst:„Wir möchten Ihnen den weltbesten Kundenservice bieten.“ Das ist Euch gelungen!
Dieser Beitrag wurde nicht gesponsored von Amazon.
Die im letzten Jahr in den Freitod gegangene Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig hatte das Problem erkannt: Wenn auf Straftaten Jugendlicher nicht sofort eine Bestrafung folgt, lernen sie nichts daraus, sie bekommen stattdessen vermittelt, daß sie nichts Falsches tun und machen dann einfach so weiter, oftmals noch schlimmer als vorher. „«Was guckst du?» wird im Mai 2010 ein 19-Jähriger in Hamburg angeblafft. Kurz darauf ist er tot, erstochen von einem 16-jährigen Intensivtäter.“ schreibt die Berliner Zeitung in einem Artikel über die zunehmende Brutalisierung von jugendlichen Gewalttätern. Erstochen also von einen 16-jährigen „Intensivtäter“. Man fragt sich unweigerlich, wieso der noch draußen rumlief. Und ob denn die Strafverfolgungsbehörden nichts gelernt haben, zum Beispiel aus den Erfolgen von Richterin Heisig.
Offenbar nicht.

Das kann man ja wohl kaum noch als „sonnig“ bezeichnen!
Muß ich mir Sorgen machen? Höchstens vielleicht darüber, daß ich auf mein Handy schaue um herauszufinden, wie das Wetter ist, anstatt gleich auf den Balkon zu gehen.
Ich habe ja mittlerweile vor gar nichts mehr Angst. Aber heute, beim Einkauf, hatte ich eine Begegnung, die hat mir echt Angst gemacht. Also jetzt nicht so eine schlotternde Scheißangst, die einen befällt, wenn eine Horde wutschnaubender Karate-Türsteher, die gebaut sind, wie man sonst nur blanke, klotzige Ledersofas baut, und die auch so gekleidet sind, mit von mir vollgekotzten Schuhen hinter mir herrennt. Sondern eher so dieses feinabgestimmte Unwohlsein, das einem in kribbeligen Situationen die Gänse auf die Haut treibt.
Ich habe ein, in Plastikfolie abgepacktes, Hähnchenbrustfilet gekauft. Was mir daran Angst macht, ist nicht die Plastikfolie. Auch nicht der Umstand, daß es sich bei dem toten Hähnchen im Grunde genommen um eine Leiche handelt, ein Tierkadaver. Nein, vielmehr beunruhigt mich der auf dem Etikett aufgedruckte Text. Der lautet nämlich: „Hähnchenbrustfilet, frisch“. Und dieses „frisch“ steht dort festgemeißelt für alle Ewigkeit. Selbst wenn in zehntausend Jahren unsere Nachfahren eine ehemalige zeitgenössische Müllkippe für die Archäologie freigeben sollten, wird der Text noch immer lauten: „Hähnchenbrustfilet, frisch“
Und noch eine Bemerkung zur grundlegenden Funktionsweise von Versicherungen, weil die CDU-Sozial-„Experten“ Carsten Linnemann und Peter Tauber schon wieder dabei sind, eine alte Sau durchs Dorf zu treiben: Eine Versicherung dient dazu, im Notfall finanzielle Hilfe zu leisten. Man schließt einen Vertrag ab, zahlt einen bestimmten Betrag ein, und im Falle eines Falles bekommt man Geld. Selbst dann, wenn der Schadensfall bereits eintritt, wenn der Versicherungsnehmer noch gar keine Zahlungen geleistet hat. Also wenn die Wohnung schon beim Einzug abbrennt, der Nachbar sein Augenlicht verliert, weil er beim Umzug geholfen hat und ihm unbeabsichtigt ein Klavier auf den Kopf fällt, oder ein Baby lange vor dem normalen Entbindungstermin geboren wird und als Frühchen nun der kostspieligen Kunst von Medizinern anheim gelegt wird. Das nur mal so als Beispiel für all diejenigen, die meinen, daß viele Hartz-4-Empfänger noch nie in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.
Und nun noch ein Beispiel für den „Normalfall“: Ein in der Krankenversicherung Versicherter hat einen schweren Unfall und benötigt mehrere tausende Euro teure Operationen und Rehabilitationsmaßnahmen. Und eines Tages stehen plötzlich die anderen Versicherten in der Tür seines 4-Bett-Zimmers und verlangen vorwurfsvoll von ihm, daß er nun schon viel mehr gekostet, als er jemals eingezahlt hat, und daß er nun mal langsam aufstehen und arbeiten müßte, notfalls auch in anderen Orten, außerhalb seiner Heimat, auch zu niedrigeren Löhnen und unter schlechteren Bedingungen. Da würden die meisten von uns wohl ziemlich erstaunt aus der Wäsche gucken!
Hartz 4 ist eine Versicherung. Die Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialversicherung. Und sie steht bedürftigen Menschen zu, ohne Wenn und Aber. Und ohne Gegenleistung. Und ja – bestimmt gibt es auch Mißbrauch von Sozialleistungen, dagegen muß man vorgehen. Aber wenn man den Spitzensteuersatz immer weiter senkt, die Reichensteuer abschafft, die Lizenz zum Gelddrucken in Form von staatlichen Energieversorgern privatisiert und den Kommunen damit eine wichtige Einnahmequelle nimmt, und wenn man gegen jegliche Regeln des Marktes verstößt und korrupte und geldgeile Banker mit Steuermilliarden rettet, dann darf man sich nicht wundern, wenn am Ende kein Geld mehr im Topf ist. Und schon gar nicht darf man das dann an den Schwächsten der Gesellschaft auslassen, die am wenigsten dafür können.
Vielleicht sollte die Regierung etwas dafür tun, daß der Pflegeberuf attraktiver wird. Denn Bezahlung und Arbeitsbedingungen sind in der Branche katastrophal. Den Unterschied bemerken die Betroffenen Pfleger und Krankenschwestern spätestens dann, wenn sie mal in der Schweiz gearbeitet haben, in dem Land wo angeblich noch immer Milch und Honig fließt.
Und auch die Pflegebedürftigen können nur Eines noch weniger gebrauchen, als schlechtgelaunte Pfleger: für diesen Beruf nicht qualifizierte Hartz-4-Empfänger.
Kürzlich gingen die Ergebnisse einer Studie durch die Medien, deren Daten auf ein erhöhtes Leukämie-Risiko bei Kindern hinwiesen, die in der Nähe von Atomkraftwerken leben. Nun fragt sich Otto Normalstromverbraucher natürlich, wie so etwas sein kann, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden?
Nun, vielleicht, weil die gesetzlichen Grenzwerte nichts taugen! Über die Entstehung dieser Grenzwerte und allgemein zur Geschichte der Radioaktivität schreibt heute Die Zeit.
Fröhliches Gruseln!
Wie nennt man den Chef eines Atomkraftwerkes?
GAU-Leiter!
Derzeit streiten sich die Parteien darüber, wie ein Atomaustieg angegangen werden könnte, und ob dann eine Versorgungslücke entsteht, die man mit Atomstromimporten aus anderen Ländern decken müßte, und wer die neuen notwendigen Überlandleitungen bezahlen soll, die keiner will, die aber notwendig sind, wenn man den Strom von den Windkraftwerken der Nordsee nach Bayern schaffen will.
Meine Güte, wie einfallslos seid Ihr eigentlich alle? Seit über zehn Jahren frage ich mich, wieso wir unsere Dächer eigentlich immer noch mit Dachziegeln decken, statt mit Solaranlagen. Warum wird das nicht mal thematisiert? Richtig! Weil die großen Stromkonzerne nur eines noch mehr fürchten, als abgeschaltete Atomkraftwerke: Dezentralisierung! Sie glauben, wenn jeder eine Solaranlage auf dem Dach hätte, wäre ja keiner mehr von Ihnen abhängig und die Umsätze würden einbrechen.
Nun, ich hätte da eine Idee, von der alle etwas haben: Liebe Stromkonzerne, wieso bietet Ihr den Hauseigentümern nicht einfach die kostenlose Installation von Solartechnik an und nehmt dann einfach Miete für Betrieb und Instandhaltung, entsprechend den Modellen von Telefon- und Kabelanbietern? Das würde den Umstieg extrem beschleunigen, neue Arbeitsplätze schaffen und Euch auch morgen noch Eure fetten Gewinne sichern, nich‘? Aber nöö – lieber überlaßt Ihr das Geschäft anderen Firmen, anstatt endlich mal in die Puschen zu kommen und die erwirtschafteten Gewinne sinnvoll anzulegen.
Aber vielleicht muß das ja so sein. Vielleicht muß ab und zu ein Umbruch stattfinden, der die alten, verkrusteten Strukturen aufbricht, die Dinosaurier in Rente schickt und Platz schafft, für Neues.
Also dann, liebe Stromkonzerne, wenn Ihr demnächst mal ausgemustert werdet, viele Grüße an die Großcomputer von IBM, die Handysparte von Siemens, die Musikindustrie und all die anderen Looser!
Immer wieder lustig finde ich es, wenn sich Arschlöcher aus purer Dummheit selber ans Bein pinkeln. Während man zunächst noch dachte, daß es sich bei der Promotionsbetrugsaktion von Karl Theodor zu Guldenburg … äh, Guldenberg …, äh Verzeihung, ich meine natürlich Dr. zu Guttenberg …
Nee warte mal, er ist ja gar kein Doktor mehr!
Ich fang noch mal an: Während man also dachte, daß die Betrügerei unseres ehemaligen Verteidigungsministers nur eine Eintagsfliege war, hat sich die Internetgemeinde nun auch die Doktorarbeiten anderer Promis vorgeknöpft und siehe da – alles Gangster und Abzocker! Im Fadenkreuz zur Zeit die mutmaßliche zukünftige Ex-Doktorin Silvana Koch-Mehrin, die als EU-Abgeordnete bereits vor geraumer Zeit eher durch Abwesenheit von sich reden machte. Auch CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Pröfrock und die Tochter von … äh … ähm … also … von dem Stoiber seine Tochter Veronica Saß stehen derzeit auf der Abschußliste.
Danken wir also alle dem Erfinder des Internets – Bill Gates … oder wer immer es erfunden haben mag, für die faszinierenden, magischen neuen Möglichkeiten, Potentaten zu stürzen, Betrüger zu entlarfen, Pizza zu bestellen und Witze zu erzählen.
Apropos Witz, kennt Ihr den schon?
Warum sind Guido Westerwelle, Karl T. Guldenburg und Angelika Merkel die beste Möglichkeit, die islamischen Staaten zu zermürben?
Ganz einfach: Ein schwuler Außenminister, ein Feldherr im Armani-Anzug und eine Frau die besser verhüllt wäre …
Was mich an diesem Video am meisten erschreckt, ist, daß ein Mensch in diesem Alter nicht mal richtig lesen kann. Und das sagt über diese Frau weniger aus, als über das Land in dem sie lebt. Man kann ja über die DDR sagen, was man will, aber wer bei uns die Schule verlassen hat, konnte wenigstens richtig lesen.
In einem Artikel der Berliner Zeitung habe ich gelesen (ja – ich kann lesen!), die ersten Anzeichen für den Zusammenbruch des Römischen Reiches waren der Zerfall der Infrastruktur, also der Viadukte, Aquädukte und Straßen. Und wenn im Fernsehen über den Zerfall der DDR berichtet wird, werden als Symbol immer Bilder von Schlaglöchern gezeigt.
Und nun werfen wir mal einen Blick auf den Zustand der Bananen… äh, Verzeihung, Bundesrepublik: Schlaglöcher, geschlossene Schwimmbäder, marode Schulen. Aber Bilder von Analphabeten in der DDR habe ich noch nie gesehen.
