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Gangsterkarriere

Eine der Personen aus dem müffelnden RTL-Dunstkreis, deren Namen ich mich nicht in meinen Computer zu tippen traue, weil ich fest daran glaube, daß mein System augenblicklich unwiederherstellbar in tiefste Datenschluchten abstürzt, wurde anscheinend beim Stehlen erwischt. Er soll einen Parfümflakon im Wert von 70 Euro geklaut haben.
     Bei solchen Meldungen wird mir doch prompt die Mähne flusig. Alter – wenn Du schon eine kriminelle Karriere starten willst, dann raub bitte ein Bank aus! Oder schlag eine Rockerclique zusammen. Oder gründe eine kriminelle Vereinigung so wie ich und fang an, mit Drogen zu handeln. Oder spreng wenigstens einen Fahrkahrtenautomaten! Aber bitte, klau nie wieder Parfümflakons! Das ist echt so peinlich, so schäbig, so unmännlich … schlimmer geht’s nicht!

The Best of Today

Und nach diesem verstörenden kleinen Ausflug in die Achtziger nun wieder etwas Angenehmes. Vor einer ganzen Weile stellte ich Euch an dieser Stelle den beeindruckenden Tastenzauberer Cameron Carpenter vor, der mit einer Orgel Unglaubliches anstellen kann. Solch sprachlos machende Kunststücke gibt es jedoch auch eine Nummer kleiner, wobei sich das ausschließlich auf die Größe des Instruments bezieht. Schon gewußt, daß man Gitarre auch zu zweit spielen kann?

Siqueira Lima Guitar Duo – Tico Tico

Chitarra a quattro mani! Questa coppia di chitarristi ha un talento incredibile, che ne dite?

Posted by MusicOff – La grande comunità online per musicisti on Montag, 15. Dezember 2014

The Schlechtst of the Eighties

Wer glaubte, Dieter Bohlen und sein übles Machwerk namens Modern Talking seien schon unerträglich, der hat Mike Mareen noch nicht entdeckt. Ich hatte leider soeben das Pech, ihm über den Weg zu googeln, und mal ehrlich – selbst für mich als Hardcore-Fan der Achtzigerjahre-Popmusik hört der Spaß spätestens an dieser Stelle auf:

Das Ende der Welt

Ich weiß schon, Ihr dachtet bestimmt – hey, wieso schreibt der Flauschige denn gar nichts mehr? Aber neeeiiinnn, da lagt Ihr gedanklich ganz schön daneben! Die Buchstaben, die ich normalerweise hier in den Blog hineingetippt haben tät, tat ich stattdessen in meine Tipp-App tippen. Seit Februar tippte ich nämlich an einem Abenteuerroman, der nun endlich soweit gereift ist, daß ich mich traue, ihn in die Menge zu werfen.
     Vorerst leider nur als E-Book erhältlich, hoffe ich, auf diese Weise auch endlich die Verlage aufzuwecken, die bisher meine Manuskript­einsendungen verschlafen oder schlicht und einfach schnöde ignoriert haben. Das Schreiben an sich ist nämlich gar nicht so schwierig, das In-die-Menge-Werfen ist das eigentliche Problem! Aber was soll’s, Papier ist ohnehin eine Technologie aus dem Mittelalter. Wer etwas auf sich hält, nutzt die moderne Technik des dritten Jahrtausends und liest mein Buch auf dem Handy oder dem iPad. Oder wie die rechteckigen Leuchtdinger heutzutage alle so heißen mögen.
     Aber nun zum Inhalt, ich zitiere der Einfachheit halber einfach mal den Marketingtext: „Werner, ein in Paris lebender Deutscher, hat viel Geld und ebenso viel Zeit. Er schließt mit seinen Clubfreunden eine Wette ab, die ihn einmal rund um die Erde führt. Dabei lernt er eine Menge über Menschen, ihre Schicksale und auch über sich selbst, wird beinahe getötet und im letzten Moment von einem Engel gerettet. Als er schließlich die große Liebe findet, wird er unverhofft vom Ende der Welt überrascht. Der hochaktuelle Gegenwartsroman ,Erdenend – Das Ende der Welt‘ wirft einen analytischen Blick auf den derzeitigen Zustand der menschlichen Zivilisation, beinhaltet witzige und traurige Momente, spannende Episoden und entspannende Momente. Er enthält praktische Alltagstipps und informative Denkanstöße, bezieht Stellung zu politischen Themen und spart nicht mit Gesellschaftskritik.“
     Soweit, so hübsch. Die Reise führt Werner übrigens von Paris aus immer nach Osten, er durchquert die Schweiz, Österreich, Ungarn, Rumänien, Moldawien, die Ukraine, Georgien, Kasachstan, Russland, Japan und die USA, bis er schließlich wieder in Frankreich eintrifft. Dabei stolpert er naturgemäß auch über die aktuellen Probleme, die derzeit in diesen Ländern ein Thema sind. Und soviel sei noch gesagt: Auf seinem Flug von Amerika zurück nach Paris hat er eine äußerst bizarre Begegnung mit einer merkwürdigen Person! Doch mehr wird nicht verraten!
     Wenn Ihr neugierig seid, ladet Euch einfach mein Buch herunter, bis Sonntag gibt es das noch zum günstigeren Einstiegspreis.
     Im Übrigen habe ich das Buch zusammen mit Bekannten mehrfach akribisch nach Fehlern durchforstet, was fast genauso lange gedauert hat, wie das Schreiben selbst. Doch ersetzt dies leider kein professionelles Lektorat, daher freue ich mich, wenn Ihr mich auf Fehler, die Euch beim Lesen über die Linse purzeln, einfach per E-Mail an sonny.burnett@t-online.de hinweist. Denn wenn E-Books einen Vorteil haben, dann den, daß man sie jederzeit korrigieren kann.
     Und nun – viel Spaß beim Lesen!

Das Werkzeug für den Profi von heute

Der Selfie-Wahn greift immer mehr um sich, keine Hackfresse mehr, die sich noch nicht ins Internet vorgewanzt hätte. Damit man keinen steifen Arm bekommt, hat sich die Zubehörindustrie nun etwas Neues einfallen lassen – den Selfie-Stick. Was mittlerweile immer mehr als „Deppenzepter“ in Verruf gerät, gibt es für den professionellen Selfiegrafen schon länger in robusterer und wesentlich luxuriöserer Form. Hier beispielhaft abgebildet der Cullmann DZ-1 Pro. Die dramatisch gesteigerte Selfie-Qualität auf dem unteren Foto dürfte wohl kaum zu übersehen sein!

Immer zweimal mehr als ich

Da latsch ich doch soeben in meinen Sommerlatschen durch den Sommerabend, nur mal so aus Langeweile, und da komm ich an einer Tankstelle vorbei, wo gerade ein echt fetter Typ mit einem echt fetten Mercedes der vorvorletzten Generation an der Zapfsäule vorfährt, aussteigt und auf die Zahlen der Anzeigetafel schaut. Und während ich noch hämisch denke – ätsch, mein Golfilinchen hat schon LED-Tagfahrlicht und Du nicht, da steigt der Kerl doch plötzlich wieder ein und fährt ohne zu tanken einfach weiter.
     Und während ich noch hämisch denke – ätsch, wer doppelt so teure Autos fährt, die doppelt soviel verbrauchen wie mein Golfilinchen, der braucht halt doppelt so lange zum Preise vergleichen. Nee warte mal, das würde ja auch nicht viel bringen.
     Da denke ich also … wer doppelt soviel verbraucht, der kann halt nur halb soviel tanken. Ach Quatsch, das wäre ja auch nicht viel sinnvoller. Dann könnte er nämlich nur halb so weit fahren und müßte doppelt so oft tanken. Also … öhm … der bräuchte halt doppelt soviele Tanks. Nee, auch nicht, Moment mal, was stimmt denn hier nicht?
     Ich glaube, ich ziehe den Beitrag nochmal zurück. Ist das hier die Löschen-Taste? Nein. Und die hier? Auch nicht. Mist verdammter …

Die Sache mit den Idioten

Ein wirklich interessantes Interview mit einem Verkehrspsychologen zum Thema „Beim Autofahren hört der Verstand auf“ findet sich derzeit im SZ-Magazin. Besonders gefiel mir dieses Zitat: „Ich hatte mal einen Unternehmensberater, der sadomasochistisch veranlagt war. Dem habe ich gesagt: Ist doch wunderbar, wenn sie mit Ihrem Bentley langsam dahingleiten. Sie könnten anders fahren, aber sie machen es nicht, und die anderen sind gezwungen, sich anzupassen. Langsam fahren kann auch Macht sein. Das gefiel ihm.“
      Mir auch! Was reg ich mich eigentlich so auf?

Furchtbar klebrig

Heute Nachmittag fuhren mein Golfilinchen und ich so durch Weißensee, da entdeckte ich plötzlich von weitem ein paar zwielichtige Gestalten am rechten Straßenrand. Beim Näherkommen realisierte ich, daß es sich um ein Fotoshooting handelte, der Fotograf und zwei Assistenten wuselten um das Model herum, welches auf der einen Seite von der Sonne und auf der anderen auch von der Sonne, jedoch gespiegelt über einen Reflektor beschienen wurde. Derart in Szene gesetzt, flirtete das Model mit der Kamera, spielte kokett mit dem Hut über ihren perfekten Haaren und ganz allgemein mit ihren weiblichen Reizen.
     Wenn das langweilige Allerlei an Durchschnittsmenschen, die einem tagtäglich so begegnen, ein seltenes Mal von einer solchen Schönheit unterbrochen wird, ist das schon ein bemerkenswert verwirrendes Ereignis. Obwohl ich sie nicht mal eine Sekunde lang sah, weil der Verkehr beim Fahren möglichst auch nicht unbeachtet bleiben sollte, brannte sich ihr Bild sofort in meine Netzhaut ein und glühte dort noch einige Stunden vor sich hin. Was haben schöne Frauen nur an sich, daß sie einem sofort den letzten verbliebenen, kümmerlichen Rest des Verstandes derart verkleistern und man an nichts anderes mehr denken kann? Wie kann Frau nur so rücksichtslos sein?