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Dinge, die man nicht zu hoffen wagt

Da bekannte doch der frischgekackene* Dschungelkönig Menderes Bagci soeben ganz freimütig, er sei stolz und hoffe, Dieter Bohlen rufe ihn an. Von allem, was er so absonderte, erstaunte mich ausgerechnet das am meisten. Ich hoffe und bete nämlich jeden Tag, daß Dieter Bohlen mich nicht anruft!
     Echt jetzt, Leute gibt’s …

* Nein, das ist kein Rechtschreibfehler, nicht mal in der alten Rechtschreibung!

Zwei Jahre Garantie auch auf Handgranaten?

Bin ich eigentlich der Einzige, der es merkwürdig findet, daß ausgerechnet diese Handgranate nicht explodierte? Das sieht doch wieder verdächtig danach aus, als hätte irgendein Geheimdienst versucht, etwas mehr Stimmung in den Laden zu bringen. Wobei mit „Laden“ der Ramschladen Deutschland gemeint ist. Oder ein Soldat der Bundeswehr wollte auf die verheerenden (witzig gelle – in „verheerend“ ist das Wort „Heer“ enthalten!) Zustände innerhalb des Heeres (huch – schon wieder!) hinweisen.
     Ich durfte während meiner Armeezeit Ende der Achtziger auf Übungsplätzen hunderte Handgranaten persönlich kennenlernen, und ich kann Euch versichern, die sind alle hochgegangen. Ausnahmslos!
Kleiner Tip an den Granatwerfer: Einfach mal nachschauen, ob der Kassenzettel noch in einer der vielen Uniformtaschen steckt, und falls der Kauf noch keine zwei Jahre her ist, schnell reklamieren!

Erst hott, dann hü!

Da meinte doch der ulkige Mann aus der Carglass-Werbung eben noch im letzten Satz: „Dafür brauchen sie keinen Termin“, um unmittelbar darauf durch ein Textbanner Lügen gestraft zu werden, mit der Aufschrift: „Jetzt Termin vereinbaren“.
     Das kommt davon, wenn man das Marketing BWL-Studenten überläßt!

Die Qual der Wahl

Bei der quälend-nervigen Werbeunterbrechung meiner Lieblingsautosendung kam mir soeben eine wichtige Erkenntnis: Ich stellte fest, daß ich lieber arm und einsam bin, wenn die Alternative bedeutet, stinkreich zu sein, sich dafür aber den ganzen Tag das gräßlich-kölsche Gekeife von Carmen Geiss anhören zu müssen.
     Gelegentlich hab ich halt doch mal Glück!

The Big Short oder Der Wahnsinn hat Methode

Heute ausnahmsweise mal eine positive Kinokritik von mir. Und ich mach’s auch ausnahmsweise mal kurz: The Big Short, ein Film über die Hintergründe des Bankencrashs im Jahr 2008. Was langweilig klingt, ist erstaunlich kurzweilig, teilweise spannend und humorvoll inszeniert. Wer wissen will, was damals hinter den Kulissen ablief und auch einen tieferen Einblick in den Jargon des Bankgewerbes sucht, ist in dem Film gut aufgehoben. In einer Nebenrolle ist auch Brad Pitt zu sehen, aber die Hauptrollen spielen tatsächlich die Banken, und wir reden hier nicht über die filmüblichen Phantasiegebilde, nein – hier hatte jemand wirklich einen furchtbar dicken Haß auf die Branche, denn die in den Skandal verwickelten Protagonisten, wie etwa die Deutsche Bank oder Alan Greenspan, werden bei vollem Namen genannt. Und wer hinterher noch den aktuellen Werbeversprechen großer Banken glaubt, im Grundtenor von „Wir meinen das ernst“ oder „Wir haben verstanden“, der hat nichts verstanden. Oder nicht mehr alle Münzen in der Dose.

Weihnachtlicher Verpackungswahnsinn

Heute gewähre ich Euch mal einen klitzekleinen Einblick in den reichhaltigen, Mount-Everest-gleichen Geschenkeberg dieses Weihnachten: Eine Weihnachtsbaumkugel mit Disney-Motiv und lausigen fünf* Schokoladenstückchen mäßigen Geschmacks. Dafür ist die Kugel aus hochwertigem, dickwandigem Aluminium, versehen mit edlem Vierfarbdruck. Hätte Disney mehr Geld in die Schokolade und weniger in die Verpackung gesteckt, wäre das Ganze umweltfreundlicher und deutlich geschmackvoller geraten. Eine Kugel aus Pappe hätte sicherlich auch gereicht.
     Wobei – vielleicht sind die Kugeln ja für mehrfache Nutzung konzipiert, dann wäre zumindest die Qualität der Verpackung durchaus beeindruckend.

* Ich weiß, auf dem Bild sind nur vier zu sehen. Es … öhm … gab da leider …
einen kleinen Zwischenfall.

Wer präsentiert sein Buch schon nackt?

Also echt jetzt? Welcher Schriftsteller macht den sowas?
Na ich! Ich mach sowas! Seht selbst:

Sexy, gelle?
     Etwas weniger sexy ist, dass ich leider noch immer keinen Verlag gefunden habe, daher war mein Buch bisher nur online erhältlich, läuft dort jedoch erstaunlich gut. Und da kamen dann plötzlich auch ein paar Ewiggestrige, also Leute, die noch Schallplatten hören (eine Technologie aus den Dreißigern) und Faxgeräte benutzen (eine Technologie aus den Siebzigern) und sagten: „Jaja, ich würde ja Dein Buch auch gern lesen, aber elektrisch, also ich weiß nicht, ich hätte es doch lieber in Papierform.“
     Oookeee … Bücher (eine Technologie aus dem … nee, warte mal – noch vor dem Mittelalter!) muß man auch anfassen können! Deshalb habe ich nun mal rumgeforscht und herausgefunden, daß man Bücher auch selbst und einzeln herstellen kann. Beim Copyshop anner Ecke nämlich. Die drucken dort den Inhalt aus, befestigen diesen dann mittels Heißkleber im kunterbunten Einband und fertig ist das Taschenbuch! Das sieht so echt aus, daß man echt glauben könnte, das Ding kommt echt aus’m Buchladen! Echt jetzt! Leider ist das Ganze nicht besonders günstig, alles zusammen inklusive Porto für Deutschland kostet so ein Buch dann locker … eine echt lange Stange Geld. Und da muß ich noch zum Copyshop laufen, denn eine teure Fahrkarte würde mich sofort ins finanzielle Verderben reißen! Aber dafür kann ich Euch auch gern individuelle Widmungen vorne mit reindrucken und ein Autogramm dazukritzeln, wenn Ihr wollt. Also sowas wie: „Danke, Schnuffi, für schöne Stunden zu dritt“. Oder: „Lern endlich lesen, Schatz“. Individuell maßgeschneiderte Literatur, sozusagen.
     Also dann, Anfragen bitte per Technologie aus den Neunzigern an sonny.burnett@t-online.de.

Google, es reicht!

Zuerst zeigte Google nur kleine Anfälle von Erinnerungslücken, etwa wenn es sich nicht mehr an die richtigen Straßennamen erinnern konnte. Dann bezichtigte mich der Suchmaschinengigant plötzlich unlauterer Dinge, obwohl ich nur das tat, was ich immer tat, nämlich suchen. Später nervte Google plötzlich mit dem Einblenden von kleinen Cookie-Hinweisen am oberen Bildrand, was einer neuen EU-Richtlinie zum Schutz der Internetbenutzer geschuldet war, die jedoch wie ein Geschwür immer größer wurden und bald die ganze obere Hälfte der Suchergebnisse einnahmen, so als würde Google davon ausgehen, daß die Benutzer irgendwie sehbehindert sind. Kurz darauf meinte Google, mich jedesmal per E-Mail daran erinnern zu müssen, daß ich mich gerade in das Backend dieses Blogs eingeloggt habe. Gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht, weil es sich nicht abschalten läßt und man demzufolge keine Wahl hat. Als Antwort darauf bastelte ich mir ein spezielles Google-Spam-Filter für mein E-Mail-Konto, was dazu führte, daß der Spuk endete.
     Doch den Gipfel der Nutzergängelung hat Google nun damit erreicht, daß man sich erstmal durch einen Haufen Formulare klicken muß, bevor man die eiligst ersehnten Suchergebnisse betrachten darf. Dummerweise reicht es nicht, sich einmal da durchzuquälen, denn das Ergebnis wird als Cookie gespeichert, der beim Schließen des Browsers wieder gelöscht wird, was bedeutet, beim nächsten Suchvorgang erscheint wieder das dämliche Formular. Zudem habe ich den leisen Verdacht, die Suchergebnisse haben sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert.
     Weißte was, Google? Jetzt reicht’s! In Zukunft benutze ich Bing, die sind zwar nicht ganz so schlau, aber wenigstens nerven sie nicht! Und tschüß …

PS: Mal sehen, wie lange Google das durchhält, bevor sie alle Nutzer vergrault haben und die Werbeeinnahmen einbrechen!

PPS: Wenn ich’s mir recht überlege, dann hat die Überschrift des Formulars „Bevor Sie fortfahren“ schon etwas von einer selbsterfüllenden Prophezeihung, oder?

Ich habe gesündigt!

Liebe Selbsthilfegruppe,

mein Name ist Sunlion und ich habe etwas Unaussprechliches getan! Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich einen deutschen Schlager gekauft. Für richtiges Geld. Kein Witz!
Aber der Song ist echt ein Ohrwurm: