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Keine Zeit, keine Zeit!

Eigentlich wollte ich hier wieder etwas mehr schreiben. Aber momentan komme ich nicht dazu. Ich muss mich nämlich verstärkt um meinen Haushalt kümmern, Wäsche waschen und saubermachen, da meine Haushaltshilfe in Streik getreten ist. Sie fordert mehr Sex und zusätzliches Urlaubs- und Weihnachtsbumsen. Aber ich glaube, da muss ich erst noch mal in Ruhe mit ihr drüber schlafen.
     Ach so, ab heute schreibe ich hier nun doch endlich in der neuen Rechtschreibung. Nachdem ich mein Buch bereits entsprechend verfasst habe, wurde es mir allmählich zu anstrengend, beide Schreibweisen auseinanderzuhalten. Auch wenn ich die Methode, die zu den neuen Regeln führte, noch immer nicht gutheißen kann.

Einmal Golf ohne VW

Und gleich noch ’ne Story hinterher: Neulich, icke wieder, wa – latsche am Golf-Ressort Pankow durch die Gegend, als mir ein ulkiger Mann in albernen Klamotten entgegengeeilt kommt:
     Ulkiger Mann: „’Schuldigung, haben Sie zufällig gerade meinen Golfball gesehen?“
     Icke: „Meinen Sie den, der hier gerade über die Büsche angezischt kam und mich fast am Kopf getroffen hätte?“
     Ulkiger Mann: „Ähhh … ja … genau den!“
     Icke: „Nöö, keine Ahnung, wo der ist!“
     Ulkiger Mann: „Oookeee … danke …

Die unendliche Geschichte der DHL

Neulich, icke wieder, wa – als der Bote zu faul war, in den fünften Stock zu steigen: Meine Beschwerde an den DHL-Kundenservice:

„Hallo lieber Kundenservice,

ich möchte mich über den Zusteller beschweren. Er hat mal wieder nicht geklingelt und das Päckchen einfach bei einem Nachbarn im Erdgeschoss abgegeben. Das ist genau 15 Minuten her. Ich verstehe ja, dass es anstrengend ist, in die fünfte Etage hochzulaufen. Aber wenn er da keine Lust drauf hat, soll er sich einen anderen Job suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Sunlion Sonniglöw“

Daraufhin die DHL:

„Sehr geehrter Herr Sonniglöw‘,

bitte entschuldigen Sie, dass ich mich erst jetzt bei Ihnen melde.
Wie Sie uns mitteilen, haben Sie ein Problem mit unserem Zusteller, da dieser nicht bis zu Ihrer Wohnungstür zustellt.
Leider muss ich Ihnen mitteilen dass nach unseren AGB´s die Zusteller nur verpflichtet sind die Sendungen bis zu ersten Tür / Briefkasten auszuliefern. Das heißt der Fahrer ist nicht verpflichtet bis zu Ihrer Wohnungstür hoch zu kommen. Es liegt also in seinem eigenen Ermessen ob er bis zur Wohnungstür ausliefert oder nicht.
Für die dadurch entstandenen Umstände bitte ich Sie um Entschuldigung.

Mit freundlichen Grüßen

Herr Xyz
Kundenservice“

Darauf hin icke wieder, wa:

„Sehr geehrter Herr Xyz,

vielen Dank für Ihre Nachricht!
Und es liegt in meinem Ermessen, und auch in dem Ermessen aller anderen Kunden, in Zukunft Dienstleister zu wählen, die einen besseren Service bieten als die DHL. Vielleicht werfen Sie ja mal einen Blick ins Internet in die einschlägigen Foren und auf die Facebook-Seite Ihres eigenen Unternehmens. Dann können Sie vielleicht ermessen, welchen Verlust Ihr Unternehmen bereits macht, und um wieviel er sich noch ausweiten wird, wenn die DHL weiter so macht. Es sind in der Geschichte schon größere Dinosaurier gestürzt, warum sollte das bei der DHL anders sein?
Ich habe bereits vor Jahren für mich entschieden, lieber den Hermes-Versand zu nutzen. Also wann immer ich es selbst in der Hand habe – mich haben Sie bereits als Kunden verloren. In Ewigkeit. Amen!

Mit freundlichen Grüßen
Sunlion Sonniglöw’“

Und wenn Ihr alle schön mitmacht, beenden wir vielleicht gemeinsam endlich das marrode Zeitalter der Dinosaurier!

Nachtrag von heute Nachmittag: Und die Story geht weiter wie gewohnt: Heute sollte der DHL-Bote endlich die am Samstag nicht gelieferte Ware vorbeibringen, und was tut dieser Schnösel? Wirft einen Zettel ein, mit dem Hinweis, wo ich meine Sendung abholen kann, klingelt zweimal und läuft dann rasch davon. Zufällig schaute ich gerade von oben aus dem Schlafzimmerfenster und konnte das Treiben beobachten. Was ist nur für ein armseliger Scheißhaufen aus Euch geworden, Ihr elenden Postfuzzis!

Ich als Comic-Superheld

Auf Grund von Umständen, die ich hier noch nicht näher erläutern darf, um die Entwicklung der Story nicht schon vorab zu verraten, bin ich in einem Comic gelandet, zusammen mit der Band, die ich als Roadie, Fotograf und allgemeiner Wald-und-Wiesen-Werbeschnuffi betreue.
     Wer von Euch herausfindet, welche der gezeichneten Figuren meine Wenigkeit darstellt, der … gewinnt keinen Blumentopf, und nein – der bekommt auch nichts geschenkt. Aber der darf sich den Comic gern ausdrucken, mich ausschneiden und sich zu Hause eingerahmt an die Wand hängen.

Häschen in der Grube …

… hätte ich diesen Artikel nennen können, wenn der nette Mann eine heiße Tuningbraut gewesen wäre. Aber der Prüfer war keine heiße Tuningbraut, sondern „nur“ ein netter Mann und schaute in jede noch so kleine Ritze. Denn heute war TÜV-Tag bei der Dekra!
     Nach der Befriedigung seiner Ritzenneugier war der nette Mann sehr, sehr glücklich. Und ich auch!

Schnüffelcheck am Schnüffelstück. Okay, das war gelogen, bei neuen Fahrzeugen werden die Abgaswerte natürlich elektronisch ausgelesen.

Gölfchen auf der Grube …

… und Häschen in der Grube.

Hier wird es gerade mächtig durchgeschüttelt. Also das Golfilinchen, nicht das Häschen.

Der neue Sticker ist grün statt braun.

Ganz schön angeschissen!

Holla! Da hätte ich mir doch gerade fast einen Anschiß eingehandelt! Keine zwei Meter von mir entfernt schlug nämlich soeben der unten abgebildete Vollformatflatschen auf dem Gehweg ein. Hätte ich den abbekommen, wäre ich aber ganz schön angekackt gewesen! Weil ich natürlich wissen wollte, welches Arschloch es diesmal wieder auf mich abgesehen hatte, blickte ich sogleich nach oben, doch der Attentäter war nirgends mehr auszumachen. Wohin ich auch blickte – nur schöner blauer Himmel …
     Ach, was soll’s! Drauf geschissen!

Vinyl – ein finsterer Dämon aus der Alten Welt

Ich verstehe überhaupt nicht, wie man sich heute noch freiwillig das Geknackse und Geknistere von analogen Schallplatten antun kann. Wer so wie ich damit aufgewachsen ist, dürfte in der Regel froh sein, wenn er sich damit nicht mehr befassen muß. Viel spannender finde ich da eher das technische Prinzip der Tonband­aufnahme, insbesondere in Gestalt der handlichen Compact Cassetten. Wobei damit weniger die lieblos zusammengeklatschen Audiozombies vom VEB ORWO Wolfen gemeint sind, sondern eher die schnieken, heißen, sexy Oriental-Models aus Japan. Für eine Chromsubstitut-Kassette von TDK warf ich gern mal mein ganzes Taschengeld in die schmierigen Hände zwielichtiger Hifi-Dealer, denn die für sieben D-Mark im Intershop gehandelten Haben-Wollen-Produkte waren für mich als Westverwandte-loser Ossi unerschwinglich, also bettelte ich Kollegen an, die mir für im Kurs 1:7 umgetauschte 50 Ostmark die begehrte Tonbanddroge besorgten. Natürlich höchsten medizinischen Standards genügend, hygienisch sauber eingeschweißt.
     Viel schwieriger war es hingegen, vernünftige Geräte zu bekommen, denn die in der DDR hergestellten Kassettendecks waren ebenso häßlich wie technisch anfällig. Dank meines damals aufgeübten Berufes als Fachverkäufer für Rundfunk, Fernsehen und Elektroakustik – so die sperrige offizielle Bezeichnung – konnte ich auch einen Blick hinter die realsozialistische Einzelhandelsfassade werfen: Bestimmt jedes dritte Kassettengerät war schon nach kurzer Zeit defekt, entweder schon beim obligatorischen Vorführen während des Verkaufsvorganges (das war in der DDR so vorgeschrieben – alles mußte ausgepackt, angeschlossen und vorgeführt werden), oder es kehrte schon nach wenigen Tagen als Reklamation wieder in den Laden zurück.

     Daher schien es nach der Wende undenkbar, ein technisches Gerät ungeprüft zu kaufen und in seiner geschlossenen Verpackung mit nach Hause zu nehmen, einfach weil man sich als Ossi nicht vorstellen konnte, daß derart komplizierte Technik auch so zuverlässig konstruiert sein konnte, daß sie anstandslos funktionierte.
     Kassettendecks aus dem Ausland waren aber nicht nur deswegen so beliebt, sie sahen auch besser aus und hatte oft erstaunliche Eigenschaften. So gab es bei manchen Geräten beispielsweise eine automatische Titelsuchfunktion: Während des Abspielvorganges, bei gedrückter Play-Taste, mußte man einfach nur die Vor- oder Rücklauftaste drücken, schon suchte das Laufwerk automatisch nach der nächsten oder vorigen Pause zwischen zwei Titeln. Anfangs kam mir das ebenso absurd wie phantastisch vor – zwei Tasten zur gleichen Zeit gedrückt, das gab es bei den Laufwerken aus hiesiger Produktion überhaupt nicht.

     Also erzielten Kassettendecks aus Japan, selbst in gebrauchtem Zustand, in Zeitungsannoncen und staatlichen An-und-Verkaufläden absolute Phantasiepreise. Die einfachsten Einsteigergeräte von JVC, wegen ihrer Zuverlässigkeit besonders bei DJs beliebt und geschätzt, erreichten Preise von rund 1400 Ostmark, was etwa zwei durchschnittlichen Monatsgehältern entsprach. Ein extrem seltenes Doppeldeck konnte schon mal bis zu 2600 Ostmark kosten. Später arbeitete ich bis kurz vor der Wende auch in einem solchen Geschäft am Rosenthaler Platz (arbeitstechnisch die glücklichste Zeit meines Lebens) und ergatterte eine dieser seltenen Raritäten. Unterm Ladentisch selbstverständlich!
     Aber bereits als Teenager interessierte mich die Kassettentechnik, konnte man mit ihr doch beim Radiohören auch gleich die neuesten Hits mitschneiden, denn westliche Schallplatten waren ebenfalls Raritäten im Osten. Nachdem ich nach langem, ungeduldigem Warten endlich einen gebrauchten, halb defekten Sonett-Monorekorder besorgen konnte (mein Gott, war das ’ne Klapperkiste), weckte dieser kuriose Repräsentant ostdeutscher Unterhaltungselektronik trotz seiner traurigen Gestalt anscheinend dennoch den Neid eines damaligen Freundes. Mit reichlich vorhandener, reicher Westverwandschaft. Und was tat die reiche Westverwandschaft? Tröstete den armen Neffen im Osten mit dem größten, fettesten, begehrenswertesten und teuersten Ghettoblaster, der im Intershop zu finden war. Einem Sharp GF-8989H, damaliger Preis – exakte neun­hundert­neunund­neunzig Westdeutsche Mark. Eine für mich damals in unerreichbaren Sphären angesiedelte Zahl.

     Ich schätze mal, nur wer damals in derselben Lage stecke wie ich, kann ermessen, welch schmerzhaften, brennend-glühenden Neid dieses perfekt konstruierte, makellos durchgestylte Fernost-Produkt bei mir erzeugte. Es stammte aus der Hochzeit japanischer Audiotechnik und war mit allen Raffinessen ausgestattet, die ein tragbarer Rekorder damals aufweisen konnte: Dolby B, Metall-Band-tauglich, Soft-Touch-Tasten, Vier-Wege-Lautsprecher-System und natürlich APSS – automatischer Titelsuchlauf. Zwei Tasten gleichzeitig drücken! Wie absurd und gleichzeitig phantastisch! Und wie traumatisch für mich armseligen, Boxer-Jeans- und Germina-Turnschuh-tragenden Ostjungspund!
     Vor einigen Jahren gelang es mir dann, bei Ebay eines dieser Heiligtümer zu ersteigern (und fragt bloß nicht, was ich dafür bezahlt habe!). Aber erst jetzt ist es mir gelungen, das Gerät auch wieder zum Laufen zu bringen. Denn Antriebsriemen leiern mit der Zeit aus, Gummirollen verhärten, und Ersatzteile sind schon lange nicht mehr erhältlich. Man muß sich also durchwurschteln und nach passenden Teilen aus anderen Quellen suchen. Bei Gummi-Meyer wurde ich dann endlich fündig, die benötigten drei Riemen und drei Reibradgummis hatte er in den annähernd passenden Größen vorrätig. Nur ein Gummirad mußte noch mittels Cutter passend zugeschnitten werden.

     Nach einer Stunde intensiver Bastelei hatte ich die Gummiteile dann endlich am richtigen Platz, da stieg beim ersten Testlauf sofort der uralte Motor aus. Nach dem Einbau eines Ersatzmotors riß die Elektronik der Laufwerksplatine die gleichgerichteten Hufe hoch, starb den Hitzetod und krallte sich im Suizidwahn gleich noch die Gerätehauptsicherung. Fast hätte ich das als böses Omen gewertet, doch es waren noch nicht alle Alternativen ausgeschöpft. Der Trend geht ja immer mehr zum Zweitrekorder, weshalb ich im Wohnzimmer noch ein Ersatzgerät zum Ausschlachten bereithielt. Mit der dort entnommenen Platine nebst Sicherung kam das Laufwerk dann endlich in die Gänge. Allerdings streikte die Endabschaltung der Wiedergabe noch ein Weilchen. Nach intensivem Studium der Laufwerksfunktionen konnte ich aber einen zu schlaffen Gummiriemen als Störenfried ausmachen, nach dessen Austausch die Kassetten nun endlich so abgespielt werden, als wäre der Rekorder soeben frisch im Intershop gekauft worden. Hurra!!!
     Gelernt habe ich bei dieser nervenaufreibenden Aktion zweierlei: Zum einen, welch großartige Ingenieurskunst sich in solch einem Laufwerk verbirgt. Denn die zwischen Motor, Schwungmasse, Zahnrädern, sowie den vielen Hebeln, Gummiriemen und Reibrädern wirkenden Kräfte müssen extrem fein aufeinander abgestimmt sein. Bereits die leicht reduzierte Spannkraft eines ausgeleierten Riemens, die mit der Zeit glattgeschliffene Oberfläche der Rutschkupplung oder die verlorengegangene Haftreibung eines Gummirades können einem gehörig den Tag vermiesen. Und zweitens – ich habe ein weiteres Kindheitstrauma endlich erfolgreich aufgearbeitet! Dafür beglückwünsche ich mich!

Hartz-4-Sanktionen sind offenbar verfassungswidrig

Wer in der unglücklichen Lage ist und Hartz 4 beziehen muß, kann schon aufgrund geringer Vergehen von den Jobcentern sanktioniert werden. Das heißt, ihm werden die finanziellen Leistungen gekürzt, was die betroffenen Personen oftmals in existenzbedrohende Schwierigkeiten bringt. Das dürfte mittlerweise wohl auch jedem bekannt sein.
     Aber wußtet Ihr schon, daß das Bundesverfassungsgericht bereits im Jahr 2010 in einem Urteil diese Sanktionen für verfassungswidrig erklärt hat? Also ich nicht! Ich verlinke hier mal eine Word-Datei (Vorsicht, erstmal auf Viren prüfen!), in der dieses Urteil detailliert beschrieben und kommentiert wird. Also wenn das tatsächlich alles so stimmt, dann dürften vermutlich alle, die jemals von ihren Jobcentern sanktioniert wurden, die verweigerten Zahlungen nachfordern. Und wem das heute passiert, der sollte sich das Dokument mal ausdrucken und zusammen mit dem Widerspruch ans Jobcenter schicken. Auf deren Antwort wäre ich echt gespannt …
     Mal sehen, was mein Anwalt dazu sagt.

SPD-Chef Gabriel läßt die Hosen herunter

Und wieder einmal zeigt die Arbeiterklassenverräterpartei SPD mit Sigmar Gabriel an der Spitze ihre häßliche, undemokratische Fratze: Angesichts der Präsidentenwahl in Österreich fällt Gabriel nichts Besseres ein als: „Alle demokratischen Parteien sollten nun gemeinsam Hofers Wahl zum Staatschef verhindern.“ Daß es sich dabei nicht nur um eine Einmischung deutscher Politiker in die inneren Angelegenheiten Österreichs sondern auch um eine Mißachtung der demokratische gefällten Entscheidung der österreichischen Bevölkerung handelt, kommt ihm anscheinend nicht in den Sinn. Aber was erwartet man auch von Berufspolitikern, die einzig und allein ihren Machterhalt ganz oben auf die politische Agenda gesetzt haben, und denen die Bedürfnisse der Bevölkerung völlig am Arsch vorbeigehen.
     Aber je weniger lernfähig Gabriel und Konsorten sind, desto besser für uns, denn dann werden sie bei nächster Gelegenheit angesichts der katastrophalen Wahlergebnisse ebenso bedröppelt aus der Wäsche gucken, wie ihre ösiländischen Kollegen am letzten Sonntag.

Mein netter Nachbar

Bis vor ein paar Jahren besuchte ich regelmäßig die Lokalrunde, allerdings nicht den traurigen Haufen alter Säufer in der Kneipe um die Ecke, die sich mittlerweile in eine Anwaltskanzlei transformiert hat, sondern eine Veranstaltung mit Musik und Kleinkünstlern, die kreativ tätig sind und Berlin mit ihren humorvollen Texten beglücken. Eine Zeit lang lief die Veranstaltung im Café Moskau, aber das machte irgendwann zu und ich verlor die Lokalrunde aus den Augen.
     Jetzt isse aber wieder da, wächst und gedeiht, und gestern nun waren wieder zwei alte Bekannte von den Berliner Lesebühnen mit dabei, nämlich Tube, dessen skurrilen Humor ich von allen bisher gehörten Autoren am liebsten mochte, und Spider, dessen Werke ich auch schon des Öfteren genießen durfte.
     Zufällig bin ich nun über einen Beitrag von Spider gestolpert, aus dem ich entnehme, daß er wohl hier bei mir in der Nähe wohnt, denn der Bäcker, den er beschreibt, befindet sich gar nicht so weit weg. Und die Empfindungen, die er mit seinem Text vermittelt, entsprechen auch meinen Erinnerungen an die Zeit in der DDR, als ich kleiner Stippi frühmorgens zum Bäcker gescheucht wurde, um Brötchen zu holen, und wo ich mich meistens in einer langen Schlange gedulden mußte, bis ich endlich drankam. Auch heute bildet sich früh wieder eine lange Schlange vor dem Bäcker, aber anders als damals weiß ich die Backwaren viel mehr zu schätzen, denn was es ansonsten so in Supermärkten und sogenannten Backshops im Angebot gibt, verdient in meinen Augen weder die Bezeichnung Brot noch Brötchen.
     Spider ist sozusagen mein netter Nachbar, und ich damit sein netter Nachbar. Und als der nette Nachbar, der ich bin, könnte ich Euch natürlich verraten, wo man den leckeren Bäcker findet. Aber als der egoistische Scheißkerl, der ebenfalls in mir steckt, vermeide ich das lieber, einfach aus der Befürchtung heraus, die Schlange könnte sonst noch viel länger werden.
Aber wenigstens reinhören dürft Ihr mal, ich denke, das ist okay: