EU-Kommissionspräsident Juncker kam heute auf die glorreiche Idee, bei der Entscheidung über CETA die nationalen Parlamente einfach nicht mit einzubeziehen. Außerdem entschied die EU-Kommission im Alleingang, das umstrittene, mutmaßlich krebserregende Glyphosat, das keiner in seiner Nahrung haben will, weiterhin zuzulassen. Zudem patentiert das Europäische Patentamt schon seit Jahren Gemüse, was immer öfter zu heftigen Protesten führt.
Und da wundern sich Politik und Medien darüber, dass Großbritannien raus will aus der EU? Wenn die da so weitermachen wie bisher, könnte die rumänische Wahrsagerin Wanga vielleicht recht behalten, und die EU bricht Ende dieses Jahres auseinander. Dann kommt endlich die gute alte D-Mark zurück und eine Tic-Tac-Schachtel kostet wieder … oh mein Gott – vier Mark sechzig!
Wenn ich’s mir recht überlege, vielleicht doch keine so gute Idee …
Liebe Leserinnen und Leser, Freundinnen und Freunde, Verwandtinnen und Verwandte, Bekanntinnen und Bekannte, liebe weniger befreundete Freunde und bekannte Bekannte, liebe Unbekannte!
Als zukünftiger Bestsellerautor, Literatur- und Friedensnobelpreisträger sowie Oscar-Gewinner für das beste Drehbuch (haha!) freue ich mich, Euch mein Buch nun endlich auch in gedruckter Form als Taschenbuch präsentieren zu dürfen. Ich wäre überglücklich, wenn der eine oder andere von Euch mal das eine oder andere Auge darauf wirft. Oder beide.
Auch Rezensionen sind jederzeit willkommen! Wenn es sich dabei um positive Bewertungen handelt, fänd‘ ich’s noch geiler! Und wer sich nach absolvierter Lektüre gar dazu durchringen könnte, auf seiner Facebook-Seite, dem Internetblog oder bei Twitter eine Empfehlung auszusprechen, der wird nach seinem Ableben, im Paradies, mit 1024 Jungfrauen … oder auch … -männern beglückt werden! Oder beidem.
Also dann – viel Spaß beim Lesen!
Nun ist es also doch passiert, Bud Spencer, jedermanns Lieblingsonkel aus dem Kino ist gestern im Alter von 86 Jahren verstorben. Wie schade um diesen unglaublich sympathischen, freundlichen, großartigen Menschen. Ich bin untröstlich!
Größer können Krokodilstränen nicht sein!
Es gibt sie doch noch – die kritischen Medien. Wenn auch nur in einem klitzekleinen Land, weit, weit weg, hinter den sieben Bergen …
Die Nachrichtensendungen des heutigen Abends jammern, heulen und schimpfen im Panikmodus, angesichts des Ergebnisses der britischen Abstimmung über den Austritt aus der EU. Erneut werden die mutmaßlichen Folgen in schwärzesten Farben beschrieben, die Arbeitslosigkeit, die Wirtschaft, die Börse … das übliche Blabla, mit dem bereits vor der Abstimmung ordentlich Stimmung gemacht wurde. Die auf der Straße interviewten Personen jammern mit den Medien im Gleichklang, erstaunlich, dass sowohl bei Pro 7, RTL als auch in der Heute-Sendung des ZDF kaum ein Gegenkandidat zu Wort kam. So macht man Stimmung! Lediglich in den Sondersendungen durften sich ein paar wenige Brexiter äußern. Ansonsten musste der Zuschauer sich Dummheiten anhören, wie die von der blondierten, kaum volljährigen Tussi: „Es waren überwiegend Ältere, die für den Brexit gestimmt haben, und später, wenn es die vielleicht schon gar nicht mehr gibt, dann müssen wir mit den Folgen leben!“ Ach ja, richtig – Ältere sind ja schon altersdement und sollten gar nicht mehr wählen dürfen! Tja, Tussi, aber jetzt schalte mal kurz Dein Gehirn ein, wenn Du eins hast, und denk nach: Warum wohl haben gerade Ältere dafür gestimmt? Vielleicht, weil sie Großbritannien noch aus der Zeit vor der EU kennen und wissen, dass es damals besser war und die Insel auch nach einem Austritt nicht untergehen wird?
Ganz besonders bezeichnend fand ich jedoch eine Stellungnahme der EU über die anstehenden Austrittsverhandlungen: Großbritannien werde keinen Sonderstatus erhalten, gegenüber anderen Nicht-EU-Staaten. Man werde die Verhandlungen mit harten Bandagen führen, schon um mögliche Nachahmer abzuschrecken!
Nein, das war kein Witz! Das haben die wirklich gesagt! Erstaunlich, wie unbekümmert die Vertreter der Europäischen Union eingestehen, dass Druck, Zwang und Angst zulässige Bestandteile des politischen Instrumentariums sind!
Doch wenn die Gemüter sich irgendwann beruhigt haben und die Entscheidungen wieder von den rational handelnden Global Playern getroffen werden, also den Großkonzernen und Banken, dann wird man mit Sicherheit schnell wieder individuelle Regelungen für die Beziehungen mit Großbritannien finden, schließlich wäre es ja schade, wenn die Umsätze unter dem Austritt leiden. Es wird Sonderregelungen geben für grenzüberschreitend Werktätige, für Steuern, Finanzen, Zölle, und natürlich für Reisende. 1995 gab es die EU schließlich auch noch nicht, und trotzdem habe ich auf meiner Reise nach London keine fünf Minuten an der Grenze warten müssen. Die Kontrolle selbst verlief unkompliziert wie anderswo auch, etwa an der polnischen oder tschechischen Grenze. Oder bei der Fahrt nach Österreich. Der Schweiz. Frankreich …
Da wundern sich die öffentlich-rechtlichen Medien, wenn man ihnen Propaganda und Parteinahme vorwirft! Im Einheits-Chor dröhnen alle Zeitungen und Fernsehsender mit der Tagesschau an der Spitze vom großen Unglück, das der Brexit nun über Europa bringen wird. N-TV gar diffamiert die Brexit-Befürworter als „Verlierer“, „arbeitslos und ungebildet“. So als wäre doch klar, dass dumm sein muss, wer gegen die EU stimmt!
Als einzigen Kommentator bietet die Tagesschau Vize-Chefredakteur von ARD-aktuell, Christian Nitsche auf, der erwartungsgemäß den Brexit als „schweren Schlag für Europa“ bezeichnet. Und wieder wird versucht, das murrende Volk auf Linie zu bringen. Nitsche mag seine Meinung haben, und ja – er darf sie auch gern in der Tagesschau äußern. Aber wo bitte ist der Gegenkommentar von einem Journalisten, der den Brexit positiv sieht? Einfach nur so als Ausgleich, um die Neutralität zu wahren?
Nun ist die Katze also aus dem Sack: Die Briten stimmten mehrheitlich für einen Ausstieg aus der Europäischen Union. Sie wollten nicht länger unter der Knute des undemokratischen Monsters leben, das die Bürokraten in Brüssel installiert haben, und das sich einen Dreck schert um die Bedürfnisse der Menschen Europas.
Nicht die Briten haben damit eine echte Chance vertan, sondern die Konstrukteure der Europäischen Union, weil sie sich bis auf einige wenige Alibi-Aktionen wie etwa dem Rauchverbot nie wirklich für die Bevölkerung interessierten, denn es ging von Anfang an nur um bessere Bedingungen für die Wirtschaft. Ansonsten hätten nämlich zunächst viel tiefgreifendere Reformen in den Mitgliedsstaaten angestrengt werden müssen, wie etwa ein einheitlicher Mindestlohn, vergleichbare Sozialleistungen, Abstimmung von Polizei, Justiz und Steuergesetzen usw. Aber dies hätte jahrzehntelange Vorbereitungen benötigt, und wie bei Politikern üblich, wollten sie wohl wieder mal schnell sichtbare Ergebnisse. Und die kamen dann auch. Man plapperte die Bevölkerung mit „Wegfall von Umtauschgebühren“ und „keine Wartezeit mehr bei Grenzübertritten“ um den Verstand und riss die Grenzen auf, prügelte die neue Einheitswährung unter die Leute und verband sich anschließend Augen und Ohren, um nicht sehen zu müssen und hören zu wollen, wie das Schiff immer mehr ins Schlingern geriet und langsam mit Wasser volllief. So kamen zum Beispiel Menschen aus ärmeren Mitgliedstaaten in die reicheren, um dort von den besseren Sozialleistungen zu profitieren, was man ihnen auch nicht vorwerfen kann, denn in anderen Staaten sieht es diesbezüglich oft traurig aus. Aber eine vereinheitlichte Sozialpolitik hätte dies schon verhindern können. Dann kamen die Gauner, klauten alles was nicht niet- und nagelfest war, sprengten Geldautomaten und verschwanden blitzschnell über die offenen Grenzen. Anschließend folgten die internationalen Hasardeure, pokerten an den Börsen die Volkswirtschaften in Grund und Boden, definierten die Bankenkrise erst zur Eurokrise und dann zur Staatsschuldenkrise um, verschoben Gewinne von einem Land ins andere und drückten sich um Steuerzahlungen herum. Die Verbrecher auf der anderen Seite hoben daraufhin die Stabilitätskriterien für den Euro auf (die schon mit der Aufnahme Griechenlands ad absurdum geführt wurden) und fingen irgendwann völlig ungehemmt an, den Euro immer mehr aufzuweichen. Statt mit sinnvollen Maßnahmen für die europäische Bevölkerung beschäftigten sich die Bürokraten in Brüssel lieber mit den Fragen, wie groß eine europäische Banane sein muss und wie lang das Einheitskondom auszufallen hat. Auch nicht vergessen sollte man die Versuche der EU-Kommission, den Mitgliedsstaaten eine Privatisierung der bisher kommunalen Wasserversorgung und das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP aufzuzwingen.
Natürlich durfte auch die Ukrainekrise nicht fehlen: Wie die Lemminge beugten sich die Europäischen Staaten dem Druck Washingtons und gruben sich freiwillig selbst das Wasser ab, indem sie Russland mit Sanktionen belegten, auf Exporteinnahmen verzichteten und die eigenen Wirtschaften ruinierten, während die Amerikaner kichernd ihren Handel mit Russland weiter ausbauten. So dämlich muss man erst mal sein! Stattdessen hätten sie lieber Amerika sanktionieren sollen, für die ständigen kriegerischen Einmischungen in anderen Ländern, was letztendlich auch zu den gigantischen Flüchtlingsströmen führte, die menschlichen Tsunamis gleich an Europas Küsten an Land brachen, falls sie es denn überhaupt so weit schafften. Lieber sah man fünf Jahre unbekümmert dem mörderischen Treiben der von Amerikas Geheimdiensten unterstützten Barbaren des Islamischen Staates zu und wagte erst, das Maul aufzureißen, als Russland die Geduld verlor und in Syrien beherzt eingriff.
Kein Wunder, dass den Menschen irgendwann der Kragen platzte. Vor wenigen Tagen erst zog die Schweiz ihren Aufnahmeantrag zurück. Die Abstimmung in Großbritannien machte die herrschenden Eliten aus Politik und Wirtschaft zunehmend nervös, und wie üblich versuchten sie, die Menschen durch das Schüren von Angst von einem Votum für den Ausstieg abzuhalten: Man drohte mit höherer Arbeitslosigkeit, schwindender politischer Bedeutung, höheren Preisen und den Folgen für die Börsen. Sogar Krieg wurde als mögliche Folge von einigen Politikern artikuliert. Und die Medien übernahmen diese Stimmungsmache eins zu eins. Doch genau damit rissen sich die Eurokraten die Maske vom hässlichen Gesicht, denn selbst dem größten Vollpfosten dürfte in den letzten Tagen aufgefallen sein, dass es bei der Aufzählung der negativen Folgen immer nur um wirtschaftliche Belange ging – Geld, Wirtschaft, Börse – sonst nichts. Es ging niemals um die Menschen.
Und die haben das jetzt endlich verstanden. Der britische Ausstieg wird Folgen haben, er ist nur der Anfang vom Ende. Auch in anderen Staaten wird sich Widerstand regen, gegen die desaströsen Bevormundungen aus Brüssel. Am Ende werden hoffentlich wieder souveräne Staaten stehen, die handeln und wirtschaften, wie es ihren Möglichkeiten am besten entspricht und der jeweiligen Bevölkerung am meisten zugute kommt. Sie werden einander in Freundschaft verbunden sein, so wie zu Zeiten der EWG, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, deren Mitglieder seit dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang friedlich zusammenlebten und fruchtbaren Handel trieben. Sicher wird sich auch manches ändern. Ohne EU und Euro wird es wieder Grenzübergangsstellen und Umtauschgebühren geben. Aber mal ehrlich: Wie oft wartete der Durchschnittsbürger an irgendwelchen Grenzübergängen? Und wenn doch mal, wie lange? Wie oft kam es vor, dass man D-Mark in Fremdwährung umtauschen musste? Und wenn dafür Gebühren anfielen, wären die wirklich höher ausgefallen als die gefühlte oder tatsächliche Teuerungsrate seit Einführung des Euro?
Das Ende der EU bedeutet nicht Krieg. Es bedeutet auch nicht Nationalismus und Egoismus. Es bedeutet Neuanfang für alle, mit individuellen Spielräumen zum Gestalten eines besseren partnerschaftlichen Zusammenlebens.
Die EU wird sterben! Es lebe Europa!
Da glaubt man, hier in Mitteleuropa ist man sicher, wenn man mal gemütlich über Felder und Wiesen spaziert. Keine gefährlichen Schlangen, keine Löwen, keine wütenden Nashörner, die sich an den Wilderern wegen ihrer allmählichen Ausrottung rächen wollen. Keine Flusspferde (die in Afrika bei Angriffen tatsächlich viele Menschenleben kosten!), keine Hyänen, keine Tiger, keine Haifische … und dann das: Gefährliche Killerhamster! Wäre ja auch zu schön gewesen!
Seit dem 11. September, dem Tag der Anschläge auf das World Trade Center, wissen wir ja alle – man darf denen da oben einfach nichts mehr glauben. Seitdem beschäftige ich mich besonders gern mit Verschwörungstheorien. Und wer mein Buch aufmerksam gelesen hat, der weiß: Das Wort „Verschwörungstheorie“ bedeutet nur, dass eine Theorie existiert, die auf eine Verschwörung hinweist, es bedeutet nicht, dass sie falsch ist.
Momentan reden ja alle über das Attentat auf die britische Politikerin Jo Cox, einer Befürworterin und „energischen Kämpferin“ für den Verbleib Großbritaniens in der EU. Wenn man sich die Bilder von ihr anschaut, fällt eigentlich sofort auf, dass sie wie geschaffen ist, um als Ikone zu funktionieren: Hübsch, sympathisch, Reh-Äuglein, sehr engagiert, Mutter von zwei Kindern. Ich meine, die Reaktionen der Bevölkerung wären womöglich weniger emotional, wenn sie hässlich, dumm und unsympathisch wäre, oder?
Und der Täter? Thomas M., Einzelgänger, Anhänger und Unterstützer der Neonazi-Szene, einst in Behandlung wegen psychischer Erkrankungen – der perfekte Gegenpart. Die Schöne und das Biest. Und zufällig, rein zufällig findet schon in wenigen Tagen das Referendum über den Brexit statt! Ein erstaunlicher Zufall, findet Ihr nicht auch?
Wäre es denkbar, dass der Täter von außen dazu angestiftet wurde? Womöglich bezahlt und mit einer Schusswaffe ausgestattet? Von Kräften, die durch dieses Attentat die öffentliche Meinung auf ihre Seite ziehen wollten, um ein Ergebnis gegen den EU-Ausstieg zu erzielen? Immerhin hätten die Weltwirtschaft und das europäische Establishment viel zu verlieren, das wäre doch ein Ansporn, auch viel zu riskieren, um das Ruder noch im letzten Moment herumzureißen.
Wenn ich Journalist wäre, ich würde mal nach England rüberfliegen und versuchen herauszufinden, wer der Kerl ist, der da plötzlich aus dem Nichts auftaucht und zum richtigen Zeitpunkt das richtige Ziel trifft. Immerhin – Schusswaffen wachsen ganz besonders in Großbritannien, wo oft nicht mal die Polizisten bewaffnet sind, nicht an jedem Baum …
Nachtrag vom 19. Juni: Wie ich es hasse, immer recht zu haben.
Schon wieder ein Terroranschlag! Nein, nicht der von gestern, bei dem in einem amerikanischen Club 50 Menschen starben. Ich meine den von heute, wo ein gewaltbereiter Islamist in Frankreich einen Polizisten und seine Frau tötete. Interessantes Detail der Geschichte: Der Mann war bereits vorbestraft und saß im Gefängnis, „wegen Anschlagsplanungen“.
Da weiß man also, der Mann ist gefährlich, und trotzdem wird er nach Verbüßung seiner Strafe nicht abgeschoben? Er darf trotzdem noch frei herumlaufen? Wie saudämlich kann man eigentlich sein? Wieviel Menschen müssen noch sterben, für falsch verstandene Nächstenliebe, Toleranz und Weltoffenheit? Und kommt mir jetzt bloß nicht mit: „der war aber bestimmt Franzose“!
