Heute durfte ich nach nur einem Tag wieder mein Mäckbuck Pro vom Äppl-Store am Kudamm abholen und habe dabei zweierlei gelernt. Erstens: Es ist derzeit nicht möglich, in akzeptabler Zeit vom Pankower Wolkenschlößchen aus nach Westberlin zu gelangen. Denn bei den Öffentlichen wird auf vielen Strecken gebaut, es gibt daher jede Menge Schienenersatzverkehr und Verspätungen. Und mit dem Auto steht man entweder im Stau aufgrund von Baustellen, oder man steht an roten Ampeln, die idiotischerweise in Nord-Süd-Richtung meistens minutenlang grün zeigen, obwohl es dort kaum Verkehr gibt, in Ost-West-Richtung dafür nur wenige Sekunden lang auf Grün stehen und somit den Verkehr stauen. Für die Ausländer und Außerirdischen unter Euch: Man muß dazu wissen, daß Berlin auch heute noch zweigeteilt ist, im Norden nämlich durch diverse Bahntrassen und im Zentrum durch einen reißenden, gefährlichen Strom … die Spree. Um all die Hindernisse zu überqueren, muß man sich also mit wenigen Brücken arrangieren, die einen unweigerlich in irgendwelche Staus hineinführen. Und überhaupt, Berlin besteht fast nur noch aus Baustellen! Als das vor 25 Jahren nach der Wende losging, überlegte ich noch, wie lange dieser Zustand wohl anhalten würde. Heute weiß ich, es wird immer so sein. Jedenfalls benötigt man für lausige zehn Kilometer eine ganze Stunde! Man sollte die Verkehrsplaner den Spreekrokodilen zum Fraß vorwerfen!
Und die zweite Erkenntnis des heutigen Tages lautet: Die im Apple-Store verbauten Ersatzakkus sind war schweineteuer, dafür aber so frisch, daß sie noch warm sind und nach dem Schweiß der ausgebeuteten asiatischen Billiglohnarbeiter duften, die sie zusammenbauen durften. Hergestellt im April 2015, das ist doch schon mal eine ganze andere Ansage, als die Krücke aus dem Internet.
Naja, noch nicht ganz, aber ich bin guter Hoffnung, daß der dämliche Euro bald zusammenbricht, wenn Griechenland seine Zahlungsunfähigkeit erklärt und den Rest der Eurozone mit sich in die Tiefe reißt. Und ich bin fest überzeugt davon, daß es so kommen wird, denn die Finanzminister der Eurostaaten haben nicht die leiseste Ahnung, was sie da überhaupt tun. Im Gegensatz zum griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis, hallelujagütigergottmeineherren – der Mann hat eine Vita, da schlackern einem anständigen Gymnasiallehrer aber die Ohren!
Und was lernen wir daraus? Wirtschaft ist kein Spielplatz für Zauberer und Amateure sondern ein sensibel-heikles Territorium für Fachleute.
Wenn ich sagen würde: „Matschbirne“, würde jeder verstehen, was gemeint ist, nur geht es hier um den Hersteller Apple, und Matschapfel versteht vermutlich keiner. Und wieso hantiere ich jetzt überhaupt mit diesem blöden Begriff herum? Vielleicht, weil ich mir gerade etwas matschig in der Birne vorkomme, nachdem ich seit über einer Stunde versuche, einen neuen Akku für mein Macbook Pro zu erhaschen. Streng genommen schon länger, denn vor über zwei Monaten bestellte ich bei Amazon einen Originalakku für unverschämte 129 Euro, angeboten von einen Dritthändler. Aber was willste machen …
Jedenfalls stellte sich heraus, daß der Akku bereits im Jahr 2011 hergestellt wurde und hoffnungslos überlagert war. Akkumulatoren verändern ihre innere Chemie mit der Zeit und sind dann nicht mehr so gut in der Lage, Energie zu speichern. So war es auch bei diesem Akku, nach zehn Minuten Video gucken bei Youtube hatte er bereits dreißig Prozent seiner Kapazität verloren. Also schickte ich ihn wieder zurück und versuchte heute, Ersatz zu beschaffen.
Aber nööö … Apple Deutschland (über die kostenlose Hotline kontaktiert) führt die Dinger nicht mehr, obwohl vorgestern noch ein Supportmitarbeiter vollmundig verkündete, sie hätten noch jede Menge davon hinten im Haus*. Also rief ich beim Apple-Store am Kudamm an und wurde als erstes von einer übertrieben netten Stimme angeplärrt: „Die Apple-Watch ist da …“. Leider kann ich das hier schlecht nachmachen, stellt Euch einfach Miss Piggy auf Speed vor. Dann mußte ich mich durch einige Optionen hangeln, von denen sich manche als Sackgasse erwiesen. Wenn man nämlich den Service auserwählt, muß man erst den Gerätetyp nennen, dann die Seriennummer angeben, um schließlich von einem Computer mitgeteilt zu bekommen, daß die Garantie längst abgelaufen ist und man keine Hilfe mehr erhalten kann, es sei denn, man kauft eine Servicestunde für … was weiß ich wieviel.
Ich also den Hörer wieder aufgelegt und die ganze Prozedur nochmal von vorn durchgenudelt. Mit der Option „Sonstiges“ kam ich dann weiter, nach einer viertel Stunde Wartezeit wurde ich endlich erhört und von einer ebenso professionell-netten wie unmenschlich-roboterartigen Empfangsdame beglückt, so eine von der Sorte die mit Teflon beschichtet ist, auf alles eine glattgeschliffene Antwort hat und einen mittels nicht zu unterbrechendem Redeschwall mit Informationen überschüttet, die man schon längst hat oder die nicht viel nützen. Die Essenz des Gespräches war, daß man bei ihnen auch keine Akkus einzeln kaufen kann, und man müßte einen Termin an der „Genius“-Bar machen, mit einem Techniker, der dann einen neuen Akku einbaut, und zwar für, Achtung – festhalten – 149 Euro! Was ich aber genauso gut auch selber machen könnte, wenn ich denn nur einen Akku hätte! Das Problem an der Sache: Es gibt keine freien Termine mehr! Ich könne aber morgen möglichst früh wieder versuchen, auf der Apple-Webseite einen Termin für die kommende Woche zu buchen. Meine Frage, warum man denn nicht die nächsten drei Wochen buchen könnte, wurde beantwortet mit – dann wären ja die nächsten drei Wochen ausgebucht und man hätte keine Chance, noch dazwischenzurutschen. Super genial, die Genius-Bar!
Aber was machen Leute, die früh um diese Zeit keinen Termin buchen können, etwa weil sie Schichtarbeiter sind und um diese Zeit schlafen oder arbeiten? Werden die lernen müssen, ohne Akku zu leben? Nein-nein, es gäbe ja noch die Möglichkeit, das Gerät einzuschicken! Jetzt frage ich mich eigentlich nur noch, welche der beiden Optionen wohl länger dauert.
Da sitze ich also hier mit meinem völlig überteuerten Aluminium-Markenhobel und bekomme keinen Akku ran. Schöne neue Welt!
*Ein Insidergag für Klavierlehrer-Achim und andere „Das Leben des Brian“-Fans
„Die Queen tut dies, die Queen tut das. Danach zog sie sich ins Adlon zum Dinner zurück. Welches Kleid wird die Queen wohl tragen? Welchen Hut wird sie wohl aufhaben? Die Queen schaute not amused. Dann schaute die Queen doch noch amused. Am Nachmittag sah sie gar nicht angestrengt aus.“
Ja Himmelhergottsakraundalleheiligen nochmal, Ihr hundsdämlichen, hirnlosen Journalistenzombies! Die Frau hat ihr ganzen Leben lang auch nichts weiter getan, als Tee zu trinken und winke-winke zu machen. Hätte sie sich vielleicht auch mal als Krankenschwester um Patienten gekümmert, an der Kasse Kunden abkassiert oder als Soldat im Kampf ihren Mann gestanden, wäre sie heute vermutlich genauso verschlissen, wie der anständige Rest der Menschheit auch. Und bitte niemals vergessen – diesen Müßiggang konnte sie sich auch nur erlauben, weil sie zufällig in die richtige Familie hineingeboren wurde, und nicht etwa weil das Volk sie erwählte oder sie sonstwie tierisch was drauf hatte. Im Übrigen kostet ihrer Exzellenz Existenz den britischen Steuerzahler jedes Jahr einen Haufen Geld!
Ach ja, fast vergessen, die Kanzlerin hat nicht geknickst! Ooohhh meeeiiin Gott, wir werden alle sterben …
… kommt derzeit von Amazon. Der Typ ist so geil, ich könnte mich echt wegschmeißen! Die Reaktion auf das dumme Gefasel seiner Frau – herrlich! Wie aus dem Leben gegriffen!
Vor ein paar Jahren bin ich mal über ein Video gestolpert … nein, nein – nicht dieses Video! Und die Vorwürfe wurden auch alle wieder fallengelassen!
Ich hab also im Internet ein Video entdeckt, bei dem ein Roboterarm irgendwelche interessanten Dinge veranstaltet hat. Noch viel interessanter jedoch war die im Hintergrund vor sich hindudelnde Musik, über die ich trotz moderner Musikerkennungssoftware keine Informationen finden konnte. Nun hab ich’s mal wieder versucht, und siehe da – der Name der Band ist Isambard, und sie haben mehrere interessante, dem Ohrenschein nach aufwendig produzierte Alben herausgebracht. Doch man kann sie leider nicht kaufen! Weder bei Amazon noch bei iTunes ist der Name gelistet. Stattdessen bieten die Musiker alle Alben kostenlos auf ihrer Webseite zum Herunterladen an.
Ja also Kinners, so geht das aber nicht! Seid Ihr denn alle verrückt geworden? Ihr müßt doch auch mal etwas essen, Eure Miete bezahlen, Strom und Gas, Mutti einen Blumenstrauß mitbringen und vielleicht mal das eine oder andere neue Instrument kaufen! Kein Spendenknopf, kein Paypal-Konto! Das kann ich doch nicht annehmen! Da krieg ich gleich ’n schlechtes Gewissen. Ich glaub, ich schick Euch einfach mal ’ne Mail und frage, wo ich Euch die Geldscheine hinschicken soll. Ihr Guten Ihr!
PS: Nachdem ich gerade im Fitneßstudio drei Stunden lang Zeit hatte, die Alben mal grob durchzuhören, meine ich, eine vage Vorstellung darüber zu haben, warum die Plattenfirmen die Band nicht ins Programm aufnahmen. Nicht etwa weil die Musik schlecht ist oder so, sie werden nur ganz einfach nicht gewußt haben, wohin damit. Und ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Man müßte wohl eine neue Schublade anlegen, mit der Beschriftung: „Rockpopklassikorgelpunktechnoelektrofilmzitateklanglärmmischmaschcollagen. Eine wirklich wüste Mischung. Wenn die Alben denn überhaupt etwas gemeinsam haben, dann daß sie gänzlich ohne Gesang auskommen, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann. Trotzdem alles sehr kreativ, interessant und hörenswert!
In der WDR-Sendung „Der Haushalts-Check“ untersucht Moderatorin Yvonne Willicks gerade das Thema Waschmittel. In einer Szene steht sie mit einem Tisch voller Flaschen und Päckchen in der Fußgängerzone und testet, ob die Passanten genau genug dosieren können. Dabei regt sie sich über das Gewicht einer Fünf-Kilo-Flasche auf*, weil sie findet, daß es sich mit dieser aufgrund ihres hohen Gewichts nur schlecht dosieren läßt, was ihr eine der angesprochenen Passantinnen auch bestätigt, als sie versehentlich etwa zuviel Gel in den Meßbecher schüttet. Daraufhin wirken beide irgendwie ratlos und verstört. Auf die Idee, das überschüssige Gel doch einfach wieder in die Flasche zurückzukippen, kommen beide nicht. Und ich bekomme trotz Schaumstoffüllung spontan wieder Kopfschmerzen. Schnell – wo ist die Fernbedienung?
*Ej, Alte, denn geh halt mal ’n bisch’n ins Fitneßstudio, würde Dir eh nich‘ schaden, nich‘? Nich‘?
Über zwanzig Jahre ist das nun schon wieder her, und es kommt mir vor, als wäre es erst letzte Woche gewesen: 1993 pilgerte ich ins Kino Alhambra in Westberlin, um mir Jurassic Park, den Urvater aller erwähnenswerten Dinofilme anzuschauen, denn die alten Schinken mit in Stop-Motion-Technik bewegten Knetfiguren kann man eigentlich nicht mitzählen. Regisseur Steven Spielberg löste mit diesem Meisterwerk eine Dinomanie ohne Gleichen aus und beeindruckte mit nie zuvor gesehenen, computeranimierten Sauriern, die dem damaligen Publikum die Kinnlade herunterklappen ließen und den Schweiß auf die Stirn trieben. Das angsterfüllte Plärren der viel zu kleinen Kinder, die trotz der Altersbeschränkung auf zwölf Jahre mit in den Film geschmuggelt wurden, hallt noch heute in meinen Ohren.
Ein paar Jahre später legte Teil zwei noch eine Schippe drauf, es gab mehr Tiere und spektakulärere Szenen zu sehen. Der dritte im Bunde nervte dann ein wenig durch seine hysterisch im Wald herumkreischenden Darsteller, war aber auch durchaus spannend und sehenswert.
Der neue Film verfährt nach bekanntem Muster: Firma will Menschen beglücken, Bösewicht will Profit machen und nicht auf den warnenden Warner hören. Wie auch in den Teilen davor geht das natürlich schief und die Dinos fressen sich durch das menschliche Buffet. Wäre es nur das, hätte ich mir den Weg ins Kino vermutlich gespart, denn nichts ist weniger aufregend, als der Aufguß vom Aufguß vom Aufguß vom Aufguß. Diesmal jedoch kommt noch eine weitere Attraktion hinzu – die dritte Dimension. Wenn die Dinos also schon mal in 3D über die Leinwand stampfen, dann kann man sich das ruhig noch ein viertes Mal antun.
Einigen Szenen sieht man den Computer deutlich an, ulkige Größenverhältnisse, merkwürdig verwaschende Kreaturen, die als Herde über eine Graslandschaft rennen oder im Wald neben einem Fluß herumstehen und die in Booten umherfahrenden Menschen beobachten. Auch die wie Fledermäuse umherflatternden Flugsaurier hätten etwas mehr Realismus vertragen, denn ein flugfähiges Tier mit solcher Spannweite dürfte sich in Wirklichkeit erheblich langsamer bewegen. Dazu ein Hubschrauber, der so klein aussieht, als wären er nur ein Spielzeug. Ganz besonders doof: Ein paar abgerichtete Velociraptoren, die zusammen mit Menschen auf die Jagd gehen, erscheinen nicht besonders glaubwürdig. Auch merkt man, das Steven Spielberg als Coproduzent anscheinend ein paar Tips gegeben hat, denn zunächst sieht man von den Tieren recht wenig, ein von ihm erfundener Kniff, um die Spannung zu steigern, den er bereits in „Der weiße Hai“ erfolgreich anwandte, weil die Haiattrappe ständig defekt war und er deshalb eine Notlösung finden mußte.
Aber für all das entschädigen die wirklich wichtigen Szenen, etwa wenn der neuerschaffene Hybrid-Dino oder die Raptoren durchs Bild laufen. Auch der Showdown am Ende, wenn der furchteinflößende T-Rex losgelassen wird und aus seinem dunklen Verlies auftaucht, während das verletzliche, kleine Menschlein direkt davorsteht. Solche Szenen treiben einem sofort das Adrenalin ins Blut, vermutlich ein uralter Reflex aus der Zeit, als sich die Menschen noch nicht an der Spitze der Nahrungskette befanden und als leicht zu fangender, etwas grätiger Zwischensnack auf der Speisekarte der Saurier standen.
Nie zuvor sahen Dinosaurier so echt, so lebendig, so furchteinflößend und gleichzeitig so faszinierend aus. Wer ein schwaches Herz hat, sollte sich den Film daher besser nicht in 3D anschauen.
Dieses Wochenende gelang es meinem forsch forschenden Forscherhirn doch tatsächlich, neben den Schlafschlümpfen noch eine weitere menschliche Gattung zu identifizieren. Ich nenne sie den Penetrantparker. Er hat die eigenartige Eigenart, sich auf einem riesengroßen, öffentlichen Parkplatz, auf dem noch unzählige freie Plätze deutlich erkennbar vorhanden sind, genau neben mein Auto zu stellen, und zwar so dicht, daß er beim Aussteigen selber kaum noch aus der Tür kommt. Ist das nun ein besonderer Hinweis auf Geselligkeit? Oder ein versteckter Fingerzeig seiner Zuneigung? Oder einfach nur Dummheit, angesichts der horrenden Kosten für Lackreparaturen? Wenn ich doch nur wüßte, was in solchen Menschen vorgeht …
So wie ich aussehe, bin ich meistens auch drauf: Lustig, flauschig und ein klein wenig pelzig, dazu noch rücksichtsvoll, hilfsbereit sowie lieb und nett zu jedermann. Während ich mich also tagtäglich bemühe, möglichst nirgends anzuecken, nicht im Weg zu stehen und beim Shoppen meinen Einkaufswagen irgendwo in abgelegenen, dunklen Ecken parke, wundere ich mich immer öfter über diese merkwürdige Spezies, der ich bei meinen wöchenendlichen Einkaufstouren begegne. Eigentlich ärgere ich mich über sie, aber mein ehemaliger Klavierlehrer Achim hat empfohlen, sich über andere weniger zu ärgern und stattdessen zu denken – ei, das ist aber erstaunlich! Also wundere ich mich lieber, statt mich zu ärgern.
Diese Kreaturen habe ich übrigens Schlafschlümpfe getauft, und heute fand ich bei Kaufland heraus, daß sich deren Anzahl synchron zur Zeitnot verhält, der man momentan unterworfen ist. Je eiliger man es hat, desto gehäufter ihr Auftreten. Und man erkennt sie auch sofort an ihrem Verhalten: Versucht man, seinen Einkaufswagen möglichst schnell durch die Gänge des Einkaufszentrums zu steuern, kommt garantiert sofort hinter einer Ecke ein Schlafschlumpf hervorgesprungen und blockiert mit langsamem Umherschlendern das zügige Vorwärtskommen. Gern parken sie auch ihre Einkaufswagen nebeneinander im Gang, sodaß es unmöglich ist, sie einfach zu umfahren, während sie gedankenverloren, der Welt entrückt und fasziniert von all den tollen, bunten Dingen in den Regalen, vor sich hinstaunen. Was um sie herum passiert, wird in diesem Moment völlig ausgeblendet, man könnte hinter ihnen splitterfasernackt herumspringen, sie würden es nicht bemerken. Wirklich, ich hab’s ausprobiert! Selbst wenn man sie anspricht, wachen sie nicht auf und wandeln fröhlich weiter durchs bunte Warenwunderland.
Auf keinen Fall sollte man nach mehrfach erfolglosem Ansprechen ihren Wagen eigenmächtig zur Seite rollen, darauf reagieren Schlafschlümpfe sehr empfindlich. Sie mögen es nicht, aus ihren schönen, bunten Träumen gerissen zu werden. Das überlasse man lieber der Kassiererin, deren Bekanntgabe der Gesamtsumme den Schlafschlümpfen urplötzlich soetwas wie einen Weckimpuls vermittelt, der sie zu der Erkenntnis gelangen läßt, es wäre nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich auf die Suche nach dem in irgendeiner Tasche verborgenen Portemonnaie zu machen. Ab da hat man es dann allerdings fast schon überstanden, das Zusammensammeln des passenden Kleingeldes, centgenau abgezählt, dauert erfahrungsgemäß selten länger als fünf Minuten.
Ehrlich, manchmal habe ich das Gefühl, die da oben machen uns irgendwas ins Trinkwasser! Oder zu wenig davon.

