Menü Schließen

Hirnlose Zombieaffen

Fast dreißig Jahre hat man sie nicht mehr live auf einer Bühne gesehen. Nach ihrem weltweiten Erfolg und dadurch ausgelösten privaten Problemen zog sie sich immer mehr zurück. Nun hat sie sich endlich mal wieder dazu durchringen können, eine Bühne zu betreten, sie steht da, noch immer umwerfend attraktiv, die Stimme unverändert klar und einzigartig. Eine lebende Legende, die man nur einmal im Leben mit eigenen Augen zu sehen bekommt, keine zehn Meter entfernt, fast könnte man ihr die Hand schütteln. Aber nöö, was machen die hirnlosen Affen in den ersten Reihen? Starren auf ihre beschissenen kleinen Smartphone-Displays um Videos aufzunehmen, die sie später auch tausendfach und in ebenso schlechter Qualität im Internet anschauen könnten, anstatt den Augenblick und die einzigartige Gelegenheit mit ganzen Sinnen zu genießen.
Bescheuerte Menschheit!

Sirtaki

Die Griechen tanzen. Und zwar aus der Reihe. Den kürzlich neugewählten Politikern Griechenlands scheint es ernst zu sein, sie wollen das sogenannte Hilfsprogramm der EU nicht weiter verlängern, so wie es Alexis Tsipras bereits vor seiner Wahl angekündigt hatte. Bisher hätte Griechenland seine Schulden bedient, indem es von den Ländern, denen es Geld schuldet, Geld bekommen hat, um diese Schulden zu bedienen, sagt der wirtschaftspolitische Berater des griechischen Ministerpräsidenten, Theodoros Paraskevopoulos. Also praktisch ein Teufelskreis, aus dem es kein Entkommen gibt, außer man nimmt kein weiteres Geld an. Dies führt natürlich zur Pleite, und ich hoffe, die Griechen bleiben bei ihrer Entscheidung, denn wenn das passiert, könnte es einen Dominoeffekt auslösen, der das durch Gelddrucken aufgeblasene Kartenhaus endlich zum Einsturz bringt und diesen scheiß Euro mit sich reißt. Und wenn dann die Russen noch den Goldstandard wiedereinführen, trudelt der Dollar gleich noch mit in den Abfluß, was die USA hoffentlich in die Steinzeit zurückwerfen wird. Denn wenn die auch pleite sind, können sie ihre Armee und die 50.000 Geheimdienste nicht mehr bezahlen, und dann … jaaaa dann …
Dann verwandelt sich die Welt wieder in ein glückliches Paradies auf Erden, mit glücklichen Menschen, glücklichen Kühen, glücklichen Häschen, glücklichen Plüschlöwen und glücklichen Blümchen.

Träääräää!

Ist es eigentlich noch irgendwie mit dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu vereinbaren, daß über viele Tage hinweg, mehrere Stunden täglich, die Hälfte aller dritten Programme mit diesem unkomischen und völlig überflüssigen Karnevalsmüll verstopft werden? Könnte man sich da nicht mal auf einen Sender einigen und auf den restlichen etwas Gehaltvolleres zeigen?
Für diese Lustigkeitszwangspenetration müßte man denen eigentlich die Rundfunkgebühren kürzen.

Der neueste Psalm vom Obermotz

Der katholische Obermufti hat mal wieder einen zum Besten gegeben: Wer keine Kinder bekommt, sei egoistisch. Und drei Kinder pro Paar seien ideal.
Mal abgesehen davon, daß er sich da wird anstrengen müssen, wenn er das selbst noch schaffen will (vielleicht lädt er ja mal drei Nonnen zum Essen ein. Also nacheinander. Ach nee, ist ja Quatsch, um die kümmert sich ja schon der heilige Geist!), sind Kinder auch wichtig, damit man was zum Verprügeln hat. Sonst muß wieder die Ehefrau dran glauben.
Religionen, was soll ich Euch erzählen …

Verbesserungsvorschlag

In meinem Autoforum hab ich gerade gelesen, daß es das Navi in meinem Golfilinchen bei den neueren Modellen wahlweise auch mit einer Männerstimme gibt. Finde ich ja echt unfair von VW, daß sich das bei meinem Gerät nicht einfach so per Update nachrüsten läßt.
Und außerdem hätte ich da noch ein paar andere Ideen. Zum Beispiel eine Humanizer-Funktion, welche einmal aktiviert, die Stimmen noch etwas menschlicher rüberbringt (EMP – Echtes Menschliches Persönlichkeitsbild). Zur Auswahl stünden dann Lispeln („Biffe nupfen Wie wie näfte Auffahrt!“, Stottern („D-d-d-demn-n-n-nächst lö-lö-lö-links abb-b-b-biegen!“), Ghettoslang („Rechts ab Digga!“) und Fluchen („Du sollst wenden, Du Arsch, hast Du was an den Ohren?“). Die Frauenstimme hätte außerdem noch die Zusatzoption „Ehefrau“, dann erzählt sie erstmal, was sie so den ganzen Tag lang gemacht hat und fragt einen, wie’s denn auf Arbeit war, bevor sie den nächsten Richtungswechsel bekanntgibt. Ein echter Mehrwert für den handelsüblichen Singlehaushalt.

Frau mit Esprit

Der Kerl muß sich ja vorkommen, wie der liebe Gott persönlich. Zumindest hat’s dieser ihm mit vollen Händen gegeben, und zwar alles, was man sich nur wünschen kann. Er ist groß, sieht gut aus, hat was im Kopf … Und als berühmter Schauspieler darf er auch noch mit den schönsten Frauen der Welt rumknutschen, beruflich sozusagen. Deshalb geht der diesjährige Titel „Frau mit Esprit“ … nein – nicht an Ashton Kutcher, sondern an seine Serienfreundin Kate aus „Two & a Half Men“, mit der er bestimmt jede Menge Spaß hatte: Brooke D’Orsay. Dieses hübsche Gesicht! Dieses hinreißende Lächeln! Diese Figur … schmatz! Und wenn die privat vielleicht auch noch so nett ist wie im Fernsehen, na dann halleluja! Da möchte man gern noch mal jung sein, die Hormone wieder reinschrauben und flirten, bis die Schmetterlinge wegen Überhitzung vom Himmel fallen! Was für eine tolle Frau!

Musik mit Esprit

Mittlerweile ist es mir doch tatsächlich gelungen, die beste AC/DC-Kopie der Welt dazu zu bringen, mir eine Stelle als Roadie anzubieten. In Vorbereitung auf das nächste Konzert war ich gestern in den Proberaum eingeladen, und es ergab sich, daß ich plötzlich selbst am Mikrofon stand, weil Hochstrom-Achim noch mit dem Suchen der Textvorlage beschäftigt war, während die Band bereits spielte. Nachdem die letzten Töne von Overdose verklungen waren, stopfte ich meine Augen wieder in ihre Behausungen zurück, warf meine Stimmbänder in den bereitstehenden Abfalleimer und dankte allen existierenden Göttern sowie den Bandmitgliedern dafür, daß sie mich nicht auf der Stelle erschlagen haben. Achim meinte zwar, das sei gar nicht so schlecht gewesen, aber man sollte schon über genügend Selbstreflexion verfügen, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Und Singen in hohen Stimmlagen gehört eindeutig nicht zu meinen Hobbys.
Aufgrund dieser Erfahrung und der Erkenntnis, wieviel Können und Talent sich hinter der Betätigung als Musiker versteckt, verleihe ich für das Jahr 2015 der AC/DCs Tribute Band den wohlverdienten Titel „Musik mit Esprit“.

Manchmal ganz schön cool

Als ich vor zehn Jahren vom Kellerlöchlein ins Wolkenschlößchen zog, hatte ich es aufgrund des Umstands, daß Adresse und Briefkasten gleich geblieben waren, sträflichst unterlassen, mich bei der Behörde umzumelden. Nun wollte eine andere Behörde aber die Meldebescheinigung sehen, worauf hin ich bei deren Anblick plötzlich Schweißausbrüche, Magengrimmen und Panikattacken bekam, denn darauf stand halt noch immer: „Kellerlöchlein“.
So fuhr ich also heute zum Bürgeramt, in der Erwartung heftigster Probleme, denn mittlerweile wird man nur noch mit Terminen vorgelassen und die sind bis Juli 2183 ausnahmslos ausgebucht. Aber man höre und staune – der Pförtner (eigentlich war es der nette Herr an der Information, aber die Bezeichnung „Pförtner“ bringt noch etwas mehr Pepp in die Story) schaute sich meinen Ausweis an, suchte mich in der Datenbank seines Computers heraus, änderte einfach den entsprechenden Eintrag und druckte mir die Meldebescheinigung aus. Ganz schnell, unbürokratisch und kostenlos!
Manchmal sind die Berliner Behörden ganz schön cool!