Menü Schließen

Verbesserungsvorschlag

In meinem Autoforum hab ich gerade gelesen, daß es das Navi in meinem Golfilinchen bei den neueren Modellen wahlweise auch mit einer Männerstimme gibt. Finde ich ja echt unfair von VW, daß sich das bei meinem Gerät nicht einfach so per Update nachrüsten läßt.
Und außerdem hätte ich da noch ein paar andere Ideen. Zum Beispiel eine Humanizer-Funktion, welche einmal aktiviert, die Stimmen noch etwas menschlicher rüberbringt (EMP – Echtes Menschliches Persönlichkeitsbild). Zur Auswahl stünden dann Lispeln („Biffe nupfen Wie wie näfte Auffahrt!“, Stottern („D-d-d-demn-n-n-nächst lö-lö-lö-links abb-b-b-biegen!“), Ghettoslang („Rechts ab Digga!“) und Fluchen („Du sollst wenden, Du Arsch, hast Du was an den Ohren?“). Die Frauenstimme hätte außerdem noch die Zusatzoption „Ehefrau“, dann erzählt sie erstmal, was sie so den ganzen Tag lang gemacht hat und fragt einen, wie’s denn auf Arbeit war, bevor sie den nächsten Richtungswechsel bekanntgibt. Ein echter Mehrwert für den handelsüblichen Singlehaushalt.

Frau mit Esprit

Der Kerl muß sich ja vorkommen, wie der liebe Gott persönlich. Zumindest hat’s dieser ihm mit vollen Händen gegeben, und zwar alles, was man sich nur wünschen kann. Er ist groß, sieht gut aus, hat was im Kopf … Und als berühmter Schauspieler darf er auch noch mit den schönsten Frauen der Welt rumknutschen, beruflich sozusagen. Deshalb geht der diesjährige Titel „Frau mit Esprit“ … nein – nicht an Ashton Kutcher, sondern an seine Serienfreundin Kate aus „Two & a Half Men“, mit der er bestimmt jede Menge Spaß hatte: Brooke D’Orsay. Dieses hübsche Gesicht! Dieses hinreißende Lächeln! Diese Figur … schmatz! Und wenn die privat vielleicht auch noch so nett ist wie im Fernsehen, na dann halleluja! Da möchte man gern noch mal jung sein, die Hormone wieder reinschrauben und flirten, bis die Schmetterlinge wegen Überhitzung vom Himmel fallen! Was für eine tolle Frau!

Musik mit Esprit

Mittlerweile ist es mir doch tatsächlich gelungen, die beste AC/DC-Kopie der Welt dazu zu bringen, mir eine Stelle als Roadie anzubieten. In Vorbereitung auf das nächste Konzert war ich gestern in den Proberaum eingeladen, und es ergab sich, daß ich plötzlich selbst am Mikrofon stand, weil Hochstrom-Achim noch mit dem Suchen der Textvorlage beschäftigt war, während die Band bereits spielte. Nachdem die letzten Töne von Overdose verklungen waren, stopfte ich meine Augen wieder in ihre Behausungen zurück, warf meine Stimmbänder in den bereitstehenden Abfalleimer und dankte allen existierenden Göttern sowie den Bandmitgliedern dafür, daß sie mich nicht auf der Stelle erschlagen haben. Achim meinte zwar, das sei gar nicht so schlecht gewesen, aber man sollte schon über genügend Selbstreflexion verfügen, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Und Singen in hohen Stimmlagen gehört eindeutig nicht zu meinen Hobbys.
Aufgrund dieser Erfahrung und der Erkenntnis, wieviel Können und Talent sich hinter der Betätigung als Musiker versteckt, verleihe ich für das Jahr 2015 der AC/DCs Tribute Band den wohlverdienten Titel „Musik mit Esprit“.

Manchmal ganz schön cool

Als ich vor zehn Jahren vom Kellerlöchlein ins Wolkenschlößchen zog, hatte ich es aufgrund des Umstands, daß Adresse und Briefkasten gleich geblieben waren, sträflichst unterlassen, mich bei der Behörde umzumelden. Nun wollte eine andere Behörde aber die Meldebescheinigung sehen, worauf hin ich bei deren Anblick plötzlich Schweißausbrüche, Magengrimmen und Panikattacken bekam, denn darauf stand halt noch immer: „Kellerlöchlein“.
So fuhr ich also heute zum Bürgeramt, in der Erwartung heftigster Probleme, denn mittlerweile wird man nur noch mit Terminen vorgelassen und die sind bis Juli 2183 ausnahmslos ausgebucht. Aber man höre und staune – der Pförtner (eigentlich war es der nette Herr an der Information, aber die Bezeichnung „Pförtner“ bringt noch etwas mehr Pepp in die Story) schaute sich meinen Ausweis an, suchte mich in der Datenbank seines Computers heraus, änderte einfach den entsprechenden Eintrag und druckte mir die Meldebescheinigung aus. Ganz schnell, unbürokratisch und kostenlos!
Manchmal sind die Berliner Behörden ganz schön cool!

John Wick, oder „Schlagmichtot“

Prügelprügel schieß, prügelschieß prügelprügel. Prügelschieß schieß prügelschieß schieß schieß, prügel-prügel. Prügel prügel prügelschieß – prügelprügel – schießschieß prügelschieß. Schieß prügelprügel schieß, schieß schieß schieß, schieß-schieß, prügel-prügel. Prügelschieß Schießprügel, schieß, schießschieß prügel … und ich meine – Keanu Reeves ist immerhin schon um die Fünfzig – Respekt Alta! Prügel schieß Schießprügel schieß, prügel … prügelprügel.
Und schließlich – ganz am Ende – prügelschieß, schieß und prügel, prügelprügel und prügelprügel.
Prügel!
Schieß!
Prügel.

Von Allah fehlgeleitet

Liebe Muslime,

es ist ja sehr nett von Euch, daß Ihr Euch zusammentut und für die Presse- und Meinungsfreiheit Mahnwachen abhaltet, angesichts des Terrors von Paris. Aber mußten es nun ausgerechnet RTL und Springer sein? Dschungelcamp? Gute Zeiten schlechte Zeiten? DSDS? Berlin Tag und Nacht? Bild-Zeitung? Ich glaube, kein in Deutschland lebender Christ, Jude oder Atheist, der noch alle Seiten im Gebetsbuch beziehungsweise alle Kekse in der Dose hat, hätte ernsthaft etwas dagegen, wenn dort mal jemand mit ’ner Flinte vorbeispaziert und gründlich saubermacht. Und das ZDF ist nun auch nicht unbedingt ein positives Beispiel für die fortschrittliche Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Zumindest nicht, seit Klaus Kleber kürzlich den wohlverdienten Oskar der Medienbranche erhalten hat.
Also beim nächsten mal vielleicht doch noch etwas genauer überprüfen, wo Ihr Euch davorstellt. Bitte! Danke!

السلام عليكم
Euer Sunlion

„Herz aus Stahl“ oder „Man sollte die Wehrpflicht schleunigst wieder einführen, damit die Jungs wieder Schießen lernen“

Lieber David Ayer,

aus Ihrer Vita bei Wikipedia geht nicht ganz klar hervor, ob Sie jemals gedient haben. Irgendwas steht da von „US Navy“ und „Submariner“. Also sind Sie ja anscheinend in einem U-Boot zur See gefahren und haben in der Ausbildung vermutlich auch Schießen gelernt. Auf jeden Fall ist das, was sie da in Ihrem neuesten Kriegsfilm „Herz aus Stahl“ zusammen mit Brad Pitt zusammenpittbradeln echt zum Schießen.
Okay – zugegeben – was man nicht übt, verlernt man schnell wieder, deshalb vielleicht an dieser Stelle nochmal eine kleine Auffrischung für Sie: Wenn man mit dem Gewehr aus der Hüfte schießt, trifft man nix. Man trifft oft nicht mal was, wenn man mit der Knarre richtig zielt. Also anlegen, Drei-Punkt-Haltung, Schulterstütze in die Schulter ziehen, Kimme, Korn … und Plauz! Daher ist mir nicht ganz klar, wieso die Statisten da in der Szene auf dem Feld wie die Cowboys im Western umhermarschieren und aus der Hüfte um sich ballern. Und selbst das Marschieren an sich ist schon keine so gute Idee, wenn man gerade unter Beschuß steht. Dann wäre es vielleicht gesünder, wie ein Hase flink von Loch zu Loch zu hoppeln, damit man nicht getroffen wird, anstatt nebeneinander in Reihe in den Kugelhagel zu spazieren. Und die amerikanischen Panzer zu der Zeit – fuhren die wirklich nur so langsam?
Aber wissen Sie, was mir noch komisch vorkam? Als das Haus mit den zwei Tussis dem Erdboden angeglichen wurden, da lag die Süße, die kurz zuvor noch von dem Jungspund entjungfert wurde, doch rein zufällig ganz oben auf dem Schutthaufen, und nicht etwa mit dem Gesicht nach unten und die Beine in den Himmel gestreckt oder weit unter den oberen Etagen begraben, da sie ja im ersten Stock wohnte – nein, sie lag da hübsch und adrett zurechtdrapiert obenauf, damit ihr Beglücker sich noch nett von ihr verabschieden konnte. Auch wenn das nicht ganz klappte, weil dieser unkollegiale Unhold dazwischenfunkte. Egal – insgesamt auf jeden Fall sehr verdächtig, die ganz Szene.
Aber so richtig bekloppt wurde es, als Sie uns weismachen wollten, daß unsere stolzen deutschen Elitetruppen der SS, deren makellos reinweiße Westen, tadellose Manieren und ausgefuchste Kampftaktiken in der ganzen Welt berühmt und beliebt waren, wie besinnungslos und aus der Hüfte ballernd gegen einen wild um sich schießenden amerikanischen Panzer anrennen, statt in Deckung zu bleiben und zu warten, bis der seine Munition verschossen hat. Und die nebenbei noch vergessen, doch einfach zuerst mal die Panzerfäuste einzusetzen, die sie nur wenige Sekunden zuvor noch deutlich sichtbar mit sich herumtrugen.
Okay, na gut – Ihr habt den Krieg gewonnen. Aber deshalb muß man sich noch lange nicht über die Besiegten lustig machen. Sie Angeber Sie.

Mit verhalten freundlichen Grüßen
Ihr Sunlion Sonniglöw

PS: Fast vergessen: Finden Sie nicht auch, daß sich Handgranaten, die erst mit einer Verzögerung von zehn Sekunden explodieren, zur unwirksamsten Lachnummer der Militärgeschichte entwickelt hätten, weil der Feind, dem man die Dinger zuwirft, genügend Zeit gehabt hätte, sie zurückzuwerfen oder in Deckung zu gehen? Oder wie in unserem Fall, den Panzer durch die Fluchtluke am Boden zu verlassen?
Vor Ihrem nächsten Kriegsfilm melden Sie sich gefälligst freiwillig! Zur Auffrischung der Grundausbildung.
Wegtreten!

Der Tod von Paris

Mal abgesehen davon, daß ich Pressefreiheit zwar für nützlich und unabdingbar, es aber nicht für besonders schlau halte, sich über Religionen, die sich, historisch betrachtet, teilweise noch im Mittelalter befinden und mit wutschnaubender Zerstörungswut alles dafür tun, damit das so bleibt, auch noch lustig zu machen, finde ich die gerade bekannt werdenden Umstände des Pariser Attentats auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo höchst verdächtig. Anscheinend sind die Täter mittlerweile bekannt, in der Berliner Zeitung steht: „Die Attentäter von Paris haben auf ihrer Flucht angeblich einen schweren Fehler gemacht und die Polizei auf ihre Spur gebracht. Wie die französische Zeitschrift „Le Point“ schreibt, hätten die Terroristen einen Personalausweis in ihrem Fluchtwagen vergessen, als sie am Rande der Hauptstadt das Auto wechselten.“
Sorry, aber für mich sieht das Ganze damit schon wieder wie eine Geheimdienstaktion aus. Da wird ein Attentat minutiös geplant, sogar der Zeitpunkt ist perfekt gewählt, als die Redaktion komplett bei einer Besprechung sitzt, und dann vergessen die Attentäter zufällig ihren Personalausweis? Also echt, Zufälle gibt’s …