Die Artikel derzeit im „Spiegel“ beziehen anscheinend ausnahmslos alle Partei gegen die wachsende PEGIDA-Bewegung, welche gegen die Islamisierung des Abendlandes demonstriert. Erstaunlich, denn vor gar nicht all zu langer Zeit warnte der „Spiegel“ noch selbst davor. Wie die Zeiten sich doch ändern …
Hier mal eine sehr treffend auf den Punkt gebrachte Rede von der gestrigen Friedensdemonstration vor dem Schloß Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten. Von wegen Spinner und Verschwörungstheoretiker, wie die Berliner Zeitung den Lesers in ihrem manipulativen Geschmiere weismachen will:
Viele denken immer, Gitarrenroadies haben ein leichtes Leben, denn sie kuscheln bäckstaitsch mit der süßen Kellnerin, während die Gitarrenrowdys vorn auf der Bühne ordentlich Krach machen. Nein-nein, dem ist nicht so! Man sitzt da nämlich, eingezwängt zwischen den bösen, großen Marshalls für Baß und Gitarre und läßt sich zudröhnen, während man aufbaß…, äh Verzeihung – aufpassen muß, daß dem Gitarrenrowdy keine Saite reißt. Wenn das nämlich passiert, muß man schnell aufspringen und ihm beim Wechsel der Gitarre helfen, damit möglichst keine große zeitliche Lücke entsteht, denn es müssen ein paar Regler geregelt und Stöpsel gestöpselt werden. Am besten so, daß es im Publikum keiner mitbekommt.
Vielleicht sollte ich doch mal wieder Ohrstöpsel mitnehmen. Nur zu Vorsicht …







Seit wann wird Zeit eigentlich nicht mehr in Stunden und Minuten angegeben? Wenn ich eine CD mit 74 Minuten Länge bespielen will, was bitte nützt mir dann eine Zeitangabe von 2,8 Stunden? Okay, das in Minuten umzurechnen, wäre nun auch kein großes Problem, aber so richtig benutzerfreundlich ist das irgendwie nicht, nich‘? Oder erschließen sich mir die revolutionären Vorteile, die sich durch eine Angabe von 2,8 Stunden ergeben, nur momentan noch nicht? Ich meine – immerhin werden sich die iTunes-Programmierer schon etwas dabei gedacht haben, als sie sich bewußt für diese Angabe entschieden haben. Oder? Nich‘? Oder nich‘?
Wohl eher nicht. Rindviecher, amerikanische …

Wenn ich mich an dieser Stelle oute und hiermit kundtue, daß ich soeben erst Schiller entdeckt habe und begeistert bin, werden die meisten von Euch vermutlich augenrollend sagen – ey Alta, von welchem Planeten kommt du denn? Vermutlich selbst dann, wenn ich ergänze, daß ich nicht den berühmten Dichter meine, sondern das Musikprojekt von Christopher von Deylen, denn wer täglich Radio hört, in den richtigen Clubs unterwegs ist oder korrekte Freunde hat, wird den Musiker wohl schon seit Jahren kennen. Aber hier oben im Wolkenschlößchen, der Welt entrückt und von jeglicher Zivilisation abgenabelt, dringt frohe Kunde eben immer erst etwas verzögert durch. Der Name lief mir das erste Mal bei Klassikradio über den Weg, abends in der Klassiklounge ab 22 Uhr, die ich seit Jahren tagtäglich eisern höre, weil es der Entspannung dient und den Kopf frei macht. Ich selbst bin übrigens auch immer wieder erstaunt, wenn ich über tolle Musik stolpere, die bereits seit Jahren um mich herumklingelt, ohne daß ich davon etwas mitbekomme. Wer weiß, welch tolle Überraschungen noch dort draußen auf ihre Entdeckung warten?
Mittlerweile habe ich mir nun also alle acht Schiller-Alben zugelegt und bin begeistert von den kreativen Arrangements, den großartigen Sounds der vielen Instrumentalstücke, die einen in beeindruckende Klangwelten entführen, und den immer wieder zwischendurch auftauchenden Hits wie Velvet Aeroplane, I Feel You mit dem genialen Sänger Peter Heppner oder dem hypnotischen Apollo Peak, das einen mit magischer Kraft in seinen Bann zieht. Nur das poetische Gequatsche zwischendurch ist manchmal etwas nervig.
Für alle, die elektronische Musik mögen, ist Schiller ganz klar meine Weihnachtsmusik-Empfehlung für dieses Jahr. Horch!
Da hat Schweden heute aber gerade noch mal so die Kurve gekriegt! Schwein gehabt!
Neulich berichtete die Berliner Abendschau über die Eröffnung des neuen Einkaufscenters Mall of Berlin, und einer der Besucher, ein englischsprachiger Tourist, meinte auch sofort, die Mall erinnere ihn sehr stark an die Shoppingtempel in Dubai. Als staatlich anerkannter Dubai-Experte (ich finde das immer total witzig, wenn im Fernsehen über Monarchen und deren Nachwuchs berichtet wird, und dann Hinz und Kunz mit dem Namenszusatz „Adels-Experte“ dem Zuschauer ungefragt ihre Meinung aufdrücken. Oder auch bei Berichten über Promis, da heißen sie dann Promi-Experte. „Und? Was machen Sie beruflich?“ „Ich bin Adels-Experte!“ Pruuust!!!). Ich also als Dubai-Experte … nee warte mal, jetzt hab ich den Satzanfang vergessen.
Ach so … ich also als staatlich anerkannter Dubai-Experte wollte das heute mal überprüfen, golfte in die Voßstraße (die in meinem Navi fälschlicherweise als Vossstraße bezeichnet ist, tss-tss, wie peinlich) und … Äh, jetzt hab ich schon wieder den … leise rieselt der Kalk.
Ach so – ich fuhr ins Parkhaus und ärgerte mich erst mal über die 2,50 Euro Parkgebühr, die pro angefangene Stunde verlangt werden. Angesichts des Umstandes, daß es in Berlin jede Menge Einkaufszentren gibt, ein gewagtes Sümmchen, denn warum sollte ich in die Mall of Berlin fahren, die viel weiter weg ist von Zuhause und dann noch Parkgebühren bezahlen, wenn ich im Gesundbrunnencenter, das viel näher liegt, auch drei Stunden umsonst parken kann? Aber egal, einmal geht das schon, dachte ich mir. Jedenfalls machten die Fahrstühle zu den Verkaufsetagen schon mal einen beeindruckenden Eindruck, außen mit edlem Holz verkleidet und innen geräumig, chic und verspiegelt, auch wenn sie etwas schwierig zu finden waren, weil im Parkhaus anscheinend noch ein paar Wegweiser fehlen. Oben angekommen staunte ich dann aber doch über das hochwertige Interieur der Mall, überall Holzverkleidungen, edle Steinfußböden, abwechslungsreiche Innengestaltung und große Schaufenster. Wer schon mal in Dubai war, wird sich spätestens in der oberen Etage zwischen all den kleinen, internationalen Imbißläden der Mall of Berlin an Dubai erinnert fühlen. Das offene, internationale Flair, das mir im Deira City Center so gut gefallen hat, habe ich hier tatsächlich wiederentdeckt, nur mit dem Unterschied, daß die Mall so früh am Vormittag noch erschreckend leer war. Wenn das immer so ist, könnte der Betreiber schnell in Schwierigkeiten kommen, denn angeblich läuft das Weihnachtsgeschäft in Berlin eher schlecht.
Von der Anmutung her kann die Mall of Berlin also locker mit Dubai mithalten, und für mich, der ich die Berliner Einkaufscenter überhaupt nicht mag, weil sie auf mich ausnahmslos alle wie lieblos hingeschlunzte Glas-Beton-Klötze wirken, die nur erbaut wurden, um schnell und billig Kasse zu machen, ist sie das erste erwähnenswerte, hochwertige Einkaufcenter. Selbst das alte und für meinen Geschmack unmoderne Kadewe in Westberlin, das ich wegen seiner unübersichtlichen Bauweise nicht mag, kann hier nicht mithalten.
Nicht verschweigen möchte ich aber auch die Demonstration der ausländischen Bauarbeiter hinter der Mall of Berlin. Da hat wohl mal wieder der Subunternehmer eines Subunternehmers seine Subunternehmer nicht bezahlt.
Dem Westteil stattete ich übrigens auch gleich noch einen Besuch ab, weil ich endlich mal den Apple-Store sehen wollte. Nun ja, dichter als zehn Meter und im Auto sitzend kam ich nicht heran, denn überall ist tagsüber Halte- oder Parkverbot. Die City West wird sich wohl noch einiges einfallen lassen müssen, wenn sie die in den Ostteil der Stadt abgewanderten Kunden zurückerobern will.
Vom Fernweh gepackt und geschüttelt schaute ich dann zu Hause gleich mal nach den Urlaubspreisen für Dubai, ich habe nämlich gerade einen ganzen Monat Urlaub, und die Temperaturen in den Emiraten sind jetzt optimal. Aber leider-leider reicht der kümmerliche Rest auf meinem Konto mal wieder nicht aus. Wo bleibt der Scheich, der mich rettet? Hallo? Falls einer von Euch gerade 2500 Euro zu verschenken hat, den Spendenknopf findet Ihr rechts …
In einem Fotografenforum, das ich auch häufig besuche, läuft gerade ein Paßfoto-Thread, so nach dem Motto: „zeigt gruselige Horrorbilder aus eurer Vergangenheit“. Zumindest empfand ich meine eigenen Bilder immer so. Gibt es eigentlich überhaupt jemanden auf dieser Welt, der seine Paßfotos mag?
Das Bild rechts stammt übrigens von 1982, als ich noch süße 14 Jahre alt war …
Dieses hinterlistige Miststück hat mich gerade 25 Euro gekostet, außerdem noch zwei Stunden meiner unbezahlbar kostbaren Löwen… äh … Lebenszeit. Solange dauerte es nämlich, bis der Reifenservice Zeit hatte, das Ding aus meinem linken Vorderreifen zu popeln. Immerhin konnte das Loch geflickt werden, ein neuer Reifen hätte nämlich das Sechsfache gekostet.
So, du Schraube du: Hast du wirklich geglaubt, du kommst damit durch? Du hast meinem Golfilinchen sehr, sehr wehgetan. Und ich mag es überhaupt nicht, wenn meinem Golfilinchen jemand weh tut. Dann werde ich furchtbar wütend und rachsüchtig. Und meine Rache an dir wird grausam sein. Ich werde dich nicht einfach in den Schrott werfen, wo du in der Schrottpresse ein schnelles Ende findest, neeeiiinnn – ich werfe dich einfach in einen dunklen, furchtbar feuchten Gulli, wo du dann gaaanz laaangsaaam zu Tode rostest.
Und wenn das Jahrhunderte dauert – da hab ich überhaupt kein Mitleid!


