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9/11 unter die Lupe genommen

Morgen jährt sich der Anschlag auf das World Trade Center zum 13. Mal. Wer damals nicht live dabei war, so wie ich (am Fernseher) und/oder noch immer glaubt, es handelte sich um einen Angriff von Al Kaida und dem bösen Osama Bin Laden, der sollte sich hier mal den genauen Ablauf anschauen (unten in der Leseliste). Was geschah vor, während und nach dem Anschlag, minutiös aufgeschlüsselt und genau beobachtet. Ein äußerst aufschlußreicher Beitrag …

Meisterleistung

Fruchtfliegen sind erstaunlich leistungsfähige Wesen. Sie können innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Wegstrecke zurücklegen, die dem Hundertfachen ihrer eigenen Körpergröße entspricht. Jedenfalls gewinne ich den Eindruck, wenn ich versuche, sie mit einem blitzschnellen Händeklatschen in der Luft zu erwischen, wenn sie mich mal wieder mit ihrer penetranten Aufdringlichkeit nerven.

A Legendary Night

Manchmal, wenn man nicht mehr viel vom Tag erwartet, weil er kalt und grau und regnerisch ist, dann schafft er es im letzten Moment doch noch, zu überraschen. So auch gestern in Kühlungsborn: Nachdem ich schon gegen Mittag dort eintraf, um ein wenig die Sonne zu genießen und vom kalten Wetter enttäuscht wurde, entwickelte sich der Abend dann aber durch das Konzert meiner Lieblingsband zu einem unvergeßlichen Ereignis. Die Musiker waren gestern so gut drauf, daß es nur wenige Augenblicke dauerte, um die zunächst noch brav auf den Kurbänken sitzenden Menschen in eine brodelnde Partymenge zu verwandelt. Drei Zugaben waren nötig, um aus der Nummer wieder lebend rauszukommen. Und ich hatte das erste Mal überhaupt in meinem Leben eine Gänsehaut auf einem Konzert, nämlich beim Gitarrensolo von Hells Bells. Wenn man mit einer bestimmten Erwartungshaltung zu einem Konzert geht, weil man die Platten seiner Lieblingsband in- und auswendig kennt, und diese dann die Erwartungen erfüllt, indem sie eine makellose Performance hinlegt, nur mit dem Unterschied, daß die Darbietung im Vergleich zur CD durch die viel dynamischere Kraft eines Livekonzertes quasi einen massiven Angriff auf alle Sinne darstellt, dann ist das der Stoff, aus dem Teeniekreischen gemacht ist. Ich beließ es aber dabei, innerlich ein wenig ergriffen zu sein und fiel auch nicht in Ohnmacht.
Die besten Party finden aber eher immer im Backstagebereich statt, wo auch ich mich gestern wieder herumtreiben durfte, als ich ein bißchen beim Auf- und Abbauen half. Nur darf ich leider nichts darüber verraten, sonst ist es beim nächten Mal vorbei, mit dem Abhängen zusammen mit der Band.

Sanft klingendes Kunstwerk

Schon seit einigen Jahren höre ich abends ab zehn Uhr immer die Klassiklounge auf Klassikradio. Und von Anfang an gefiel mir die Auswahl von DJ Nartak immer etwas besser, als die Musik von DJ Jondal. Um abends runterzukommen und abzuschalten gibt es nichts Besseres. Und kürzlich kam mal wieder ein Titel, bei dem ich schon nach wenigen Sekunden wußte – das ist was ganz Besonderes! Also schnell das Handy rausgeholt und die Musikerkennung angeschmissen … nüscht! Es dauert immer ein paar Sekunden, bis diese blöde App in die Gänge kommt (früher war sie mal viel schneller), also schnell noch die zweite App gestartet … wieder nüscht. Der Titel wurde nicht erkannt. Nach einigen vergeblichen Recherchen im Internet und in Foren, entschloß ich mich dann doch, DJ Nartak direkt anzuschreiben. Während man heutzutage selbst von Freunden und Bekannten oftmals gar keine Antworten mehr bekommt, benötigte dieser nette Mensch nur ein paar Minuten, um mir zurückzuschreiben und die gewünschte Information zu verraten. Ich hatte mich in der Titelliste auf seiner Webseite nur um eine Stunde vertan. Damit Ihr nun auch was davon habt, hier das sanft klingende Kunstwerk, dessen Suche nun erfolgreich war:

Europas Untergang

Habt Ihr schon gewußt, was die Abkürzung EU wirklich bedeutet? Ganz einfach – Europas Untergang. Und was war nochmal der Friedensnobelpreis? Ganz klar – eine Auszeichnung für Leute, die den meisten Sprengstoff der Firma Dynamit-Nobel verwenden. Und NATO? Nordamerikanische Terrororganisation! Ich finde, das paßt irgendwie.
Weitere Übersetzungen moderner Begriffe findet Ihr hier.

„The Expendables“ oder „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“

Dank extrem cooler Konnektschns konnte ich heute Abend mal einen Kinogutschein verheizen. Er galt für den im Titel erwähnten Schwerenöter, ich nenne ihn einfach mal so, weil ein leichter Film eher anders geht. Und er startet quasi als Buch zum Film … nee, warte mal … als Film zur aktuellen politischen Situation, wollte ich sagen: Eine Handvoll amerikanischer Söldner überfällt einen russischen Zug, oder vielleicht auch einen ukrainischen, so genau weiß man das ja nicht, und befreit einen amerikanischen Häftling, der es als imperialistischer Aggressor vermutlich absolut verdient hatte, acht Jahre lang eingesperrt zu sein, weil er das friedliebende russische Volk mit Terrorakten terrorisieren wollte. Moment, warte mal, er hat einen Anschlag auf einen afrikanischen Politiker verübt. Aber was haben dann die Russen damit zu tun …?
Ach egal. Und anschließend ballern sie noch wild in irgendeinem afrikanischen Hafenkaff herum. Endlose Äktschn, endlose Ballereien. Am Ende verkacken sie’s, so wie immer, was in unserem Fall wohl aber am Alter der Protagonisten lag. Ich meine, Silvester Stallone ist ja nun auch schon fast 70, nich‘? In der Nachbesprechung des Fehlschlags sieht er das, umgeben von seinen kaum jüngeren Kumpels in einer Kneipe sitzend, auch selber ein, als er sagt: „Alles hat ein Ende …“. Nur die Wurst hat zwei, möchte man hinzufügen.
Und da ich nun auch schon langsam auf die 50 zugehe, mir praktisch die kostbare Lebenszeit zwischen den Fingern zerrinnt und auch nach einer Dreiviertelstunde noch nicht so etwas wie eine Handlung zu erkennen war, gab ich es auf und verließ das Kino. Ich bin halt auch langsam zu alt für den Scheiß.

Verhunzte Silikonmöpse

Alleine die Überschrift wird mir mit Sicherheit eine Menge Leser spendieren, die meinen Blog in der Hoffnung ansurfen, hier ein paar skandalöse Bilder von hubgenudelten Silikonsimpelchen vorzufinden. Da muß ich Euch jedoch leider enttäuschen. Denn die Gummititten dienen mir nur als Gleichnis für die Feststellung, daß ich es durchaus verstehen kann, wenn Frauen mit dem aufgemotzten Endprodukt ihres Schönheitschirurgen unzufrieden sind, wenn der sich dabei genauso blöd anstellt, wie ich beim Silikonziehen im Bad. Jetzt mach ich das nämlich schon zum dritten Mal, weil dieses renitente Zeug sich einfach nicht vernünftig in Form bringen läßt, obwohl ich das genauso mache, wie in den Anleitungen beschrieben. Ich habe fast den Verdacht, es liegt am Silikon, statt an mir. Vielleicht taugt ja die Obi-Hausmarke nichts. Entweder reiße ich das Zeug beim Glätten wieder raus, und/oder es wird sehr ungleichmäßig und/oder es löst sich nach dem Trocknen wieder ab. Am Schlimmsten aber ist das Rauspopeln des alten Silikons, wenn man es doch nochmal neu machen muß. Aber gut, das ist bei Gummititten auch nicht anders …

Die geilsten Turnschuhe der Welt

Nachdem ich altes Streifenhörnchen meiner Lieblingssportmarke vor ein paar Jahren den Laufpaß gab, weil diese einfach keine Laufschuhe in vernünftigen Farbkombinationen im Angebot hatte und ich deshalb mal ’ne Runde fremdgehen mußte, hat sie mittlerweile wohl ihre Lektion gelernt und bietet nun verschiedene Schuhmodelle an, deren Farben man sich selbst zusammenstellen kann. Die haben da sogar meinen Namen draufgestickt, ist das nicht geil? Hätte ich diese Möglichkeit doch schon vor dreißig Jahren in der Schule gehabt … ich denke … ich glaube … äh … ich fürchte, ich wäre bei den Mitschülern auch nicht viel cooler rübergekommen.

Ein Wink des Schicksals

Eigentlich wollte ich heute Abend ein bißchen Äktschn. Die beste AC/DC-Kopie der Welt spielte nämlich in Frankfurt/Oder, und dank kraftvoller Privatmotorisierung wollte ich mir diese Show natürlich nicht entgehen lassen. Also stieg ich nach dem Abendbrot in mein Golfilinchen, wies der netten Stimme den Weg, damit sie mir den Weg weisen konnte und machte mich auf eben diesen.
Unterwegs überfiel mich hemmungs- und rücksichtslos ein mörderisches Gewitter in einer solchen Geschwindigkeit, daß ich kaum noch die Fenster schnell genug hochkurbeln konnte, und ermunterte sogleich mit einem warmen Aufguß die Scheibenwischer zu emsig-hektischer Tätigkeit. Das kann ja heiter werden, dachte ich noch so bei mir, und siehe da – es wurde heiter. Der Regen hörte irgendwann auf, aber stattdessen zeigte sich das Schicksal von einer gänzlich neuen und erstaunlich kreativen Seite: Die nette Frauenstimme trieb mich nämlich geradewegs in eine mit Maschinenpistolen schwer bewaffnete Polizeiabsperrung. Die netten Herren wiesen mich darauf hin, daß nur Fußgänger an dieser Stelle passieren dürften und erklärten mir geduldig den Weg zum Festgelände: Erst ein Stück zurück, dann rechts, an der nächsten Ampel wieder rechts, dann an der übernächsten Ampel nochmal rechts und danach die Ausfahrt rechts und wieder rechts. Recht irritiert düste ich los – erst ein Stück zurück, dann rechts, an der nächsten Ampel wieder rechts, dann an der übernächsten Ampel nochmal rechts und danach die Ausfahrt rechts und wieder rechts.
Nun waren die Polizisten ihrerseits irritiert. „Sie dürfen nicht nach Navi fahren, sondern so, wie wir das gerade beschrieben haben.“ Auf meine Frage nach der schweren Bewaffnung antworteten er noch: „Rocker“. Na toll. Ich also wieder los, erst ein Stück zurück, dann rechts, an der nächsten Ampel wieder rechts, dann an der übernächsten Ampel nochmal rechts und danach die Ausfahrt rechts und wieder rechts.
Auf der Stirn der Polizisten bildeten sich nun zunehmend tiefe Sorgenfalten. Doch einer von ihnen war anscheinend einen Tick schlauer als die anderen und verriet mir, daß ich die erste Ausfahrt nehmen müsse, die sei so neu, daß sie der netten Frauenstimme noch nicht bekannt sei, womit er auch eindeutig einen Tick schlauer als die nette Frauenstimme war. Und auch schlauer als ich.
Und tatsächlich, als ich beim dritten Versuch die erste Ausfahrt ansteuerte, die ich bei den ersten zwei Versuchen zwar bemerkte, aber nicht sonderlich ernst nahm, weil sie so klein und unscheinbar scheinbar mitten in den Wald führte, fand ich dann doch noch direkt zum Eingang des Geländes. Die dort ebenfalls schwer bewaffnete Polizeieinheit beäugte mich mit kritischem Blick und distanziertem Argwohn, aber da meine optische Erscheinung völlig anders war, als die der ebenfalls anwesenden Rockereinheit, hatten die Herren in Grün wohl kein Problem mit mir. Ein Problem war jedoch die lange Autoschlange am Eingang, denn alle Fahrzeuge wurden intensiv unter die Lupe genommen.
Die düstere Stimmung, die finsteren Gestalten und die immer schneller vorrückende Zeit ließen mich dann jedoch mein Vorhaben noch einmal überdenken. Aus mehrfacher, persönlicher Erfahrung weiß ich, wenn einem das Schicksal so überdeutlich mitteilt, daß etwas nicht sein soll, dann sollte man besser die Finger davon lassen. Also ließ ich besser die Finger davon, wendete in einer frech-schnittigen Kurve und brauste davon, bevor die schmutzigen, unsensiblen Drogenspürhundpfoten das saubere, sensible Rentnerbeige meines geliebten Golfilinchens entweihen konnten. Stattdessen fuhr ich noch schnell zur nahegelegenen Oder, pinkelte einmal kurz in Richtung Polen, ohne damit irgendwelche politischen Statements abzugeben, erfreute mich am spektakulären Gewitterhimmel über dem entfernten Berlin und machte mich wieder auf den Heimweg. Alles in allem also ein äußerst erfolgreicher Samstagabend.