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Putin, der Böse!

Wer gerne wissen möchte, warum sich Presse und Medien derzeit gemütlich auf Putin einschießen, sollte sich mal das Neueste aus der Anstalt ansehen. Ein paar Hintergrundinformationen dazu gibt es hier.

Weltenbrand in Kinderhand

Die Waffenlobby in den USA verlangt doch nun allen Ernstes, daß bereits in den Schulen der Umgang mit Waffen als Pflichtfach unterrichtet werden soll. Dummerweise haben die 270 Millionen Waffen in Privathand das Land aber kein bißchen sicherer gemacht, im Gegenteil, die Kriminalität nimmt immer weiter zu und auch Amokläufe werden immer häufiger. Vielleicht sollte man doch mal einen neuen Weg ausprobieren, nämlich alle Waffen restlos einsammeln und schauen, ob es dann besser wird. Schon der berühmte amerikanische* Minnesänger … wie war noch gleich sein Name … ach ja – Billy Idol, sang vor 3000 Jahren: „When the other man has none, you don’t need a gun“.

* Okay-okay, er ist Brite, aber hey – wer wird denn so kleinlich sein?

Die schlechtesten Turnschuhe der Welt

Das sind die schlechtesten Turnschuhe der Welt, dachte ich damals, wenn ich als von geiziger Westverwandschaft gestrafter Ossi stets mit Boxer-Jeans und Germina-Turnschuhen in der Schule erschien, während alle anderen Levis und Adidas trugen. Dabei waren die Schuhe nicht mal schlecht: Sie hielten ewig, oder zumindest so lange, bis man aus ihnen herausgewachsen war. Nur besonders hübsch waren sie halt nicht. Es gab auch welche aus Leder, und die waren dann auch wirklich aus echtem Leder, denn Kunstleder war Chemie und Chemie war teuer, im Gegensatz zu Leder, das trug nämlich jede Kuh mit sich herum. Und davon gab’s genug, nur Ochsen gab es noch mehr, besonders in der Politik.
Aber nach der Wende mußte es dann Adidas sein, und natürlich auch Levis-Jeans. Die waren damals noch aus echtem Jeansstoff gefertigt, nicht so ein dünnes Geplörre wie heute, das man nicht mal mehr scharf anschauen darf, weil es sonst auseinanderfällt. Meine ersten Levis-Jeans hielten trotz hoher Beanspruchung locker zehn Jahre durch, bevor sie ersetzt werden mußten. Heutige Exemplare schaffen es trotz unstrapaziösen Bürojobs nicht mal mehr über die Zwei-Jahres-Marke. Die meisten Adidas-Turnschuh-Modelle kommen hingegen auch heute noch auf gute Werte. Meine weißen Samba mit den roten Streifen beispielsweise sind jetzt schon 12 Jahre alt, wurden mehrmals wöchentlich getragen, in der Maschine gewaschen und müssen nun leider ausgetauscht werden, weil die Sohle spiegelglatt und etwas rissig ist. Ansonsten keine Schäden, innen wie außen, ein echtes Qualitätsprodukt. Dank Internet konnte ich mir auf der Adidas-Webseite meine Lieblingsturnschuhe sogar selbst zusammenstellen, was Form und Farbe angeht. Dank der … sagen wir mal – übersichtlichen Auswahl – in den Geschäften ist das auch dringend notwendig.
Absolut lächerlich hingegen sind die im Januar 2011 gekauften Nike Flywire. Damals benötigte ich neue Laufschuhe, die wirklich nur für den Sport und nicht für den Alltag gedacht waren, und Adidas hatte nur äußerst bizarre Farbkombinationen im Angebot, die jeden Ästheten garantiert ins Irrenhaus geblitzdingst hätten. Die von Nike hingegen waren chic und sexy, cooles Design, tolle Farben …
Heute nach dreieinhalb Jahren und grob geschätzten 182 Betriebsstunden, weil ich nicht durchgängig Sport getrieben habe, und den Rest der Zeit vielleicht zweimal pro Woche für ’ne halbe Stunde auf dem Laufband stand, heute also sind die Dinger schon so kaputt, daß der arme Mann bei Mister Minit nur resignierend den Kopf schüttelte. Ein ohne ersichtlichen Grund abgerissender Schnürsenkel, ein an der Sohle verlorengegangendes Profilstück, das eigentlich unlösbar mit der restlichen Sohle verschweißt sein sollte (hab ich bei anderen Schuhen noch nie erlebt), an der Ferse ein von der Schutzplastikkappe durchgescheuerter Stoffbereich und am Spann eine sich langsam auflösende Verklebung, sodaß die Schuhe wohl bald auseinanderfallen werden. Dabei kosteten die hippen, coolen Nike-Treter fast das Doppelte vergleichbarer Konkurrenzprodukte. Also echt, das passiert mir nicht noch mal!
Der Schuhmacher klebte – angesichts der miesen Verarbeitungsqualität mit betrübtem Blick – die sich auflösenden Einzelteile wieder zusammen und meinte nur, damit hätten wir das unvermeidliche Ende noch ein paar Wochen rausgezögert. Dafür dauerte die Notoperation nur drei Minuten und kostete nur drei Euro. So gesehen ein echtes Schnäppchen.
Überhaupt überraschte mich das Gesundbrunnencenter mit kostenlosen Parkplätzen, entspannter Familienatmosphäre und einem zu 90 Prozent orientalischstämmigen Besucheraufkommen. Viele südländisch aussehende Männer und dazu passende Frauen, manche mit Kopftüchern. Nicht viel anders als in meinem geliebten Deira-Citycenter in Dubai. Also ich glaube, da fahre ich jetzt öfters mal hin.

Facebook vs. Google+

Facebook ist ja schon ätzend. Versuch mal, ein Profilfoto mit exakten Maßen zu erstellen. Da wirste irre! Denn Facebook möchte das Bild mit einer bestimmten Größe haben, um es dann zu vergrößern. Oder zu verkleinern. Oder so. Ich hab grad keinen Bock, das nochmal auszuprobieren. Man muß also das Bild kleiner erstellen, es dann vergrößern, damit Facebook es dann wieder verkleinern kann. Oder vergrößern. Oder so.
Ziemlich unlustig auch die Sache mit dem Abmelden. Denn manchmal werden bei Facebook noch irgendwelche Seitenelemente nachgeladen, sodaß sich die Position der Links im oberen Menü mehrfach ändert und man ständig daneben klickt. Man gewinnt fast den Eindruck, als wäre Facebook nicht daran interessiert, daß sich der Nutzer abmeldet. Weil Mark Suckerork dann vermutlich nicht mehr mitkriegt, wo man sich sonst noch so rumtreibt. Gelegentlich funktionieren Links nicht mehr, manchmal kann man keine Fotos zusammen mit Links posten und so weiter und so fort. Und überhaupt begreife ich nicht, wie diese schlecht programmierte Scheißseite so erfolgreich werden konnte, trotz aller Skandale.
Aber Google+ ist da noch ’n Zacken schärfer: Ständig nerven irgendwelche Meldungen wie: „Sind Sie mit der Speicherung von Cookies einverstanden?“ oder „Sie arbeiten jetzt im XYZ-Modus“, aber nicht einmal, sondern zehnmal hintereinander, als wäre man ein kleines, begriffsstutziges Kind. Oder ein seniler, alter Tattergreis, was noch eher passen würde. Dazu unendlich viele unübersichtliche Menüs und Einstellungen, die mal links, dann wieder rechts stehen, und unzählige Unterseiten, in denen man sich echt verlaufen kann. Auch wunderte ich mich über die merkwürdige Veränderung eines Fotos, bei dem ich mehrfach ansetzen mußte, um mit Pipette und Farbpalette die richtige Hintergrundfarbe zu erstellen, was aber auch nach dem fünften Versuch nicht gelang, bis ich endlich entdeckte, daß die Bilder automatisch „optimiert“ werden, was man erst abschalten muß, damit man die Farben so bekommt, wie man sie haben will.
Zusammen mit der bizarren Entwicklung aktueller Betriebssysteme, wie Windows&nbsp8 oder das seit dem Tod von Steve Jobs immer unansehnlicher werdende Mac OS X und iOS, habe ich immer mehr den Verdacht, Programmierer ernähren sich von irgendwelchen Dingen, die ihrer Gesundheit abträglich sind. Zumindest der geistigen.

Flugzeugunglück in der Ukraine: Wer war’s?

Als ich gestern Abend zum ersten Mal die Nachricht vom Flugzeugunglück in der Ukraine hörte, ratterten sofort viele Fragen durch meinen Kopf: Was hatte die Maschine in dem Kriegsgebiet zu suchen, wenn alle anderen Fluggesellschaften ihre Flugzeuge um das Gebiet herumleiten? Wer kann eine in 10.000 Meter Höhe fliegende Maschine abschießen, wenn Gewehre und Stinger-Raketen da bei weitem nicht ausreichen? Welch fieser Plan der amerikanischen Geheimdienste steckt da nun wieder hinter? Seit Loose Change kann ich nicht mehr anders.
Während sich die etablierten Medien nun wieder gemütlich auf Rußland einschießen, suche ich lieber nach unabhängigeren Informationen. Sehr interessant finde ich diese Seite. Mal sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt.

Mangelhafte Fachkräfte dank Fachkräftemangel?

Lieber Onkel Ikea,

da hab ich mir doch neulich diesen hübschen, edlen Toilettendeckel aus Edelstahl bei Dir gekauft, und ich muß sagen – Respekt – angesichts des vertretbaren Preises, denn für das Geld bekommt man bei Onkel Obi nur lackierte Preßspanplatten oder billigstes Plastik. Dank der edlen Optik verzichte ich jetzt sogar auf das bunte Mützchen.
Aber was soll bitte dieses bizarre Befestigungssystem? Die rechteckigen Gummiunterlagen, die verhindern sollen, daß die ganze Konstruktion sich versehentlich verdreht, neigen leider selbst bereits zum Verdrehen. Ich als staatlich geprüfter Schlaumeier hätte auch spontan eine Idee, wie das zu verhindern wäre. Nämlich indem man auf der Unterseite der flachen Kunststoffplatte eine ähnliche Vertiefung einprägt, wie an der Oberseite als Halt für den eckigen Schraubenkopf. Und an der Gummiunterlage, leicht erhöht, dann das entsprechende Gegenstück – schon kann sich nichts mehr verdrehen.
Aber die Ikea-Designer? Nichts? Keine Eingebung? Kein mentaler Stolperstein, so nach dem Motto: Hoppla! Das verdreht sich! Das ist aber unpraktisch! Da müssen wir nochmal ran? Ich meine, nach dem Entwurf am Computer muß das doch irgendwer mal probehalber zusammengebaut haben. Und da ist niemandem etwas aufgefallen? Ich verstehe so etwas nicht! Da studieren die Leute jahrelang Produktdesign, machen ihre Erfahrungen und scheitern dann an solchen Details? Unglaublich!
Ich kann mich übrigens nicht entsinnen, überhaupt schon jemals eine Toilettendeckelbefestigung gesehen zu haben, angesichts deren genialer, ingenieurstechnischer Meisterleistung ich auf die Knie gefallen wäre und gedacht hätte: Boah ey – Alta – geile Konstruktion!
Aber sei deswegen jetzt bitte nicht traurig, ich mag Dich trotzdem noch.

Mit freundlichen Grüßen
Dein Sunlion

Gedanken aus dem Affenland

Wie hauchdünn die Decke der Zivilisation ist, fällt immer dann ganz besonders auf, wenn Kriege und Krisen zu gewalttätigen Exzessen führen, weil die vom Affen abstammende Bioform auf Kohlenstoffbasis anscheinend verlernt hat, was Mami und Papi ihr an gutem Benehmen beigebracht haben. Daß es jedoch mit den allgemeinen intellektuellen Kapazitäten bei vielen Menschen auch im Alltag nicht sonderlich gut bestellt ist, erlebe ich leider immer wieder, so auch gestern:
Aus der fünften Etage meines Wolkenschlößchens nach unten treppelnd, fallen mir sofort die im Hausflur geöffneten Fenster auf. Ab der dritten Etage kommt zusätzlich ein zunehmend stechend werdender Fäkaliengeruch dazu. Unterwegs begegne ich noch zwei anderen Mietern, die darüber diskutieren, einer meinte fast schon entschuldigend, er habe deshalb die Fenster geöffnet. Ich denke sofort an einen Rohrbruch, aber aufgrund meiner beiden, mit leeren Flaschen befüllten Einkaufsbeutel verschiebe ich sämtliche Nachforschungen auf meine Rückkehr vom Einkaufen. Auf dem Rückweg treffe ich einen weiteren Mieter, er hat nun zusätzlich noch die Haustür geöffnet, was ich aufgrund zunehmender Einbrüche in meiner Wohngegend für keine so gute Idee halte. Und dann erwähnt er noch, der Gestank sei ihm schon vor zwei Wochen aufgefallen. Ich gehe also in den Keller, um nachzuschauen, und ohne große Suche finde ich eine mittelgroße, stinkende Pfütze, was meinen Verdacht auf Rohrbruch anscheinend bestätigt.
Da nehmen also drei Personen voneinander unabhängig einen unangenehmen Fäkaliengeruch im Haus wahr, und das Einzige, was ihnen dazu einfällt, ist, die Fenster zu öffnen? Die sich dahinter verbergenden Kausalkette wird nicht erkannt, so nach dem Motto:

  1. Wohnhaus – sollte neutral riechen.
  2. Wenn nicht neutral riecht, muß Geruch Ursache haben.
  3. Fäkaliengeruch – kommt von Fäkalien.
  4. Fäkalien werden im Abwasserrohr abgeleitet.
  5. Wenn also Fäkaliengeruch in neutral riechendem Wohnhaus auftritt, deutet das auf ein Problem mit dem Abwasserrohr hin.
  6. Wenn sich niemand um das Problem kümmert, steht uns allen bald die Scheiße bis zum Hals.

Drei Vertreter der sogenannten „Krone der Schöpfung“, auch bekannt als Speerspitze der Evolution, und sie sind nicht in der Lage, Eins und Eins zusammenzuzählen und die notwendigen Maßnahmen zu treffen? Da muß erst ein virtuelles Wesen aus Geist und Licht – oder anders formuliert – ein Plüschlöwe mit Fell und Füllung auf Erdölbasis kommen, den Rohrbruch entdecken und den Notdienst herbeitelefonieren?
Wir leben echt im Affenland!