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Eine Prise Dubai

Neulich berichtete die Berliner Abendschau über die Eröffnung des neuen Einkaufscenters Mall of Berlin, und einer der Besucher, ein englischsprachiger Tourist, meinte auch sofort, die Mall erinnere ihn sehr stark an die Shoppingtempel in Dubai. Als staatlich anerkannter Dubai-Experte (ich finde das immer total witzig, wenn im Fernsehen über Monarchen und deren Nachwuchs berichtet wird, und dann Hinz und Kunz mit dem Namenszusatz „Adels-Experte“ dem Zuschauer ungefragt ihre Meinung aufdrücken. Oder auch bei Berichten über Promis, da heißen sie dann Promi-Experte. „Und? Was machen Sie beruflich?“ „Ich bin Adels-Experte!“ Pruuust!!!). Ich also als Dubai-Experte … nee warte mal, jetzt hab ich den Satzanfang vergessen.
Ach so … ich also als staatlich anerkannter Dubai-Experte wollte das heute mal überprüfen, golfte in die Voßstraße (die in meinem Navi fälschlicherweise als Vossstraße bezeichnet ist, tss-tss, wie peinlich) und … Äh, jetzt hab ich schon wieder den … leise rieselt der Kalk.
Ach so – ich fuhr ins Parkhaus und ärgerte mich erst mal über die 2,50 Euro Parkgebühr, die pro angefangene Stunde verlangt werden. Angesichts des Umstandes, daß es in Berlin jede Menge Einkaufszentren gibt, ein gewagtes Sümmchen, denn warum sollte ich in die Mall of Berlin fahren, die viel weiter weg ist von Zuhause und dann noch Parkgebühren bezahlen, wenn ich im Gesundbrunnencenter, das viel näher liegt, auch drei Stunden umsonst parken kann? Aber egal, einmal geht das schon, dachte ich mir. Jedenfalls machten die Fahrstühle zu den Verkaufsetagen schon mal einen beeindruckenden Eindruck, außen mit edlem Holz verkleidet und innen geräumig, chic und verspiegelt, auch wenn sie etwas schwierig zu finden waren, weil im Parkhaus anscheinend noch ein paar Wegweiser fehlen. Oben angekommen staunte ich dann aber doch über das hochwertige Interieur der Mall, überall Holzverkleidungen, edle Steinfußböden, abwechslungsreiche Innengestaltung und große Schaufenster. Wer schon mal in Dubai war, wird sich spätestens in der oberen Etage zwischen all den kleinen, internationalen Imbißläden der Mall of Berlin an Dubai erinnert fühlen. Das offene, internationale Flair, das mir im Deira City Center so gut gefallen hat, habe ich hier tatsächlich wiederentdeckt, nur mit dem Unterschied, daß die Mall so früh am Vormittag noch erschreckend leer war. Wenn das immer so ist, könnte der Betreiber schnell in Schwierigkeiten kommen, denn angeblich läuft das Weihnachtsgeschäft in Berlin eher schlecht.
Von der Anmutung her kann die Mall of Berlin also locker mit Dubai mithalten, und für mich, der ich die Berliner Einkaufscenter überhaupt nicht mag, weil sie auf mich ausnahmslos alle wie lieblos hingeschlunzte Glas-Beton-Klötze wirken, die nur erbaut wurden, um schnell und billig Kasse zu machen, ist sie das erste erwähnenswerte, hochwertige Einkaufcenter. Selbst das alte und für meinen Geschmack unmoderne Kadewe in Westberlin, das ich wegen seiner unübersichtlichen Bauweise nicht mag, kann hier nicht mithalten.
Nicht verschweigen möchte ich aber auch die Demonstration der ausländischen Bauarbeiter hinter der Mall of Berlin. Da hat wohl mal wieder der Subunternehmer eines Subunternehmers seine Subunternehmer nicht bezahlt.
Dem Westteil stattete ich übrigens auch gleich noch einen Besuch ab, weil ich endlich mal den Apple-Store sehen wollte. Nun ja, dichter als zehn Meter und im Auto sitzend kam ich nicht heran, denn überall ist tagsüber Halte- oder Parkverbot. Die City West wird sich wohl noch einiges einfallen lassen müssen, wenn sie die in den Ostteil der Stadt abgewanderten Kunden zurückerobern will.
Vom Fernweh gepackt und geschüttelt schaute ich dann zu Hause gleich mal nach den Urlaubspreisen für Dubai, ich habe nämlich gerade einen ganzen Monat Urlaub, und die Temperaturen in den Emiraten sind jetzt optimal. Aber leider-leider reicht der kümmerliche Rest auf meinem Konto mal wieder nicht aus. Wo bleibt der Scheich, der mich rettet? Hallo? Falls einer von Euch gerade 2500 Euro zu verschenken hat, den Spendenknopf findet Ihr rechts …

Gruselige Fotos

In einem Fotografenforum, das ich auch häufig besuche, läuft gerade ein Paßfoto-Thread, so nach dem Motto: „zeigt gruselige Horrorbilder aus eurer Vergangenheit“. Zumindest empfand ich meine eigenen Bilder immer so. Gibt es eigentlich überhaupt jemanden auf dieser Welt, der seine Paßfotos mag?
Das Bild rechts stammt übrigens von 1982, als ich noch süße 14 Jahre alt war …

Die teuerste Schraube aller Zeiten

Dieses hinterlistige Miststück hat mich gerade 25 Euro gekostet, außerdem noch zwei Stunden meiner unbezahlbar kostbaren Löwen… äh … Lebenszeit. Solange dauerte es nämlich, bis der Reifenservice Zeit hatte, das Ding aus meinem linken Vorderreifen zu popeln. Immerhin konnte das Loch geflickt werden, ein neuer Reifen hätte nämlich das Sechsfache gekostet.
So, du Schraube du: Hast du wirklich geglaubt, du kommst damit durch? Du hast meinem Golfilinchen sehr, sehr wehgetan. Und ich mag es überhaupt nicht, wenn meinem Golfilinchen jemand weh tut. Dann werde ich furchtbar wütend und rachsüchtig. Und meine Rache an dir wird grausam sein. Ich werde dich nicht einfach in den Schrott werfen, wo du in der Schrottpresse ein schnelles Ende findest, neeeiiinnn – ich werfe dich einfach in einen dunklen, furchtbar feuchten Gulli, wo du dann gaaanz laaangsaaam zu Tode rostest.
Und wenn das Jahrhunderte dauert – da hab ich überhaupt kein Mitleid!

Nase immer noch verstopft – was nun?

Vor kurzem erzählte ich vom jahrzehntelangen Leidensweg meines löwiglichen Riechorgans und den im Laufe der Zeit zusammengetragenen alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Den selbstentdeckten Trick mit dem Zitronensaft und der Körperlotion nutze ich noch immer, aber leider hält die abschwellende Wirkung nicht mehr so lange an, wie noch zu Beginn. Nach zwei Stunden im Bett ist mindestens eine Seite der Nase wieder zu, und das ist sehr unangenehm, besonders morgens, wenn sich alles entzündet und aufgeblasen wie ein Ballon anfühlt.
Der Leidensdruck war nun also wieder so groß, daß ich doch noch einmal den Weg zum HNO-Arzt riskierte, diesmal einem anderen also sonst, aber erwartungsgemäß führte das zu keinen neuen Erkenntnissen, als denen, daß kurz mal hineinschauen sowie ein chirurgischer Eingriff anscheinend die einzigen Möglichkeiten sind, welche die moderne, mit computergestützten Labormethoden und Genmanipulationstechnologien bewaffnete Medizin heute zur Verfügung hat. Echt armselig!
Also schaute ich in meiner Verzweiflung einfach mal nach, was Google so für Möglichkeiten anbietet und stolperte mit den Suchwörtern „Homöopathie“ und „zugeschwollene Nase“ über diese Seite. Die Beschreibung zu Arznei 2 entsprach am besten meinem Krankheitsbild, daher entschied ich mich für Pulsatilla D12 und der Behandlungsform für akute Beschwerden. Das Fläschchen Globuli kostet übrigens nur acht Euro.
Und was soll ich sagen – seit zwei Tagen und Nächten ist die Nase durchgängig frei! Und zwar nicht nur ein bißchen frei oder leicht abgeschwollen, nein – so frei und luftdurchlässig, als hätte ich kurz zuvor eine Dosis Nasenspray geschnupft. Etwas Sekret bildet sich natürlich immer noch, aber das abendliche Ritual des Hin- und Herwälzens im Bett, weil immer die untenliegende Seite sofort zugeschwollen ist und nach spätestens zwei Stunden beide Seiten dicht sind, ist erst mal überwunden. Das ist so erstaunlich, daß ich es selbst kaum glauben kann. Aber letztendlich spielt es überhaupt keine Rolle, ob die mit Labormethoden nicht mehr nachweisbare Substanz oder nur der Placeboeffekt und meine Einbildung diese Wirkung hervorrufen, Hauptsachen die Nase ist frei! Und mein HNO-Arzt kann ich Zukunft Zeitungen austragen oder Flaschen sammeln …

Pusten Sie mal bitte nich‘!

Heute Nacht gegen halb drei in Werneuchen, auf der Rückfahrt von Bad Freienwalde:
Netter, junger Polizist: „Tatütata! Guten Abend, allgemeine Fahrzeugkontrolle, bitte mal Ihren Führerschein und die Fahrzeugpapiere.“
Sunlion: „Oh, wo hab ich die denn, da muß ich erst mal suchen … ach, hier sind ’se ja – bitteschön!“
Netter, junger Polizist: „Dankesehr! Haben Sie in den letzten zehn Stunden Alkohol getrunken?“
Sunlion: „Ich habe in den letzten dreißig Jahren keinen Alkohol mehr getrunken!“
Netter, junger Polizist (mit äußerst erstauntem Gesichtsausdruck): „Oh … ähhh … warum denn nicht?“
Sunlion: „Naja, weil – damals … blabla, blabla!“
Netter, junger Polizist: „Ähhh … tja, dann … öhm … angenehme Weiterfahrt!“

The Endless River, oder „Huch?“

Pink Floyd haben ein neues altes Album herausgebracht. Neu, weil es gerade herausgekommen ist, und alt, weil angeblich alte Werke neu verwurstet wurden. Ich hatte soeben die Möglichkeit, mir die 18 Titel anzuhören und fühle mich nun vom Ende etwas überrumpelt, sodaß ich in die plötzliche Stille hinein rief: „Huch? Das war’s schon?“. Von wegen „Endless River“. Bei so vielen Titeln bin ich von stundenlanger Unterhaltung ausgegangen … wie man sich doch täuschen kann.
Zum Inhalt des Albums gibt es eigentlich nicht viel zu sagen – elektronische Klangkaskaden, gemixt mit Gitarrensounds, unspektakuläre Melodien, wenig Gesang. Halt so, wie man Pink Floyd teilweise auch aus früheren Jahren kennt. Bei manchen Stücken hat man unweigerlich das Gefühl – Momentchen mal, das kennste doch, klingt das nicht wie … Und so isses dann auch, das ganze Album klingt wie … Nur eben ohne Ohrwürmer und Hits. Von der Qualität eines Gesamtkunstwerkes wie „Wish You Where Here“ ist dieses Album meilenweit entfernt, es plätschert so dahin, es stört aber auch nicht so richtig. Wer also angenehme Hintergrundmusik zum aktiven Weghören sucht, ist mit diesem Album gut bedient. Wer jedoch ein Kunstwerk sucht, bei dem es Interessantes zu entdecken gibt, dem empfehle ich eher das Album Twentythree von Carbon Based Lifeforms, ein Album mit entspannenden Klangwelten und interessanten Sounds. Das Stück „Somewhere in Russia“ ist in meinen Ohren ein richtiges kleines Meisterwerk mit Suchtfaktor:

Nuhr-Zensur

Die Zeitung Junge Freiheit behauptete neulich, der Kabarettist Dieter Nuhr hätte behauptet: „Ich finde aber einen anderen Satz noch viel wichtiger: Daß der Islam nur da tolerant ist, wo er nicht an der Macht ist … Ein Gegenbeispiel hat mir bisher aber auch noch niemand nennen können.“ Daraufhin nannte ich als Gegenbeispiel auf Dieter Nuhrs Facebook-Seite die Vereinigten Arabischen Emirate, denn diese sind sehr wohl ein islamisch geprägtes Land und trotzdem tolerant, weil dort Frauen zum Beispiel selbst entscheiden dürfen, ob sie verschleiert sein möchten oder nicht, und sie – im Gegensatz zu manch anderen arabischen Staaten – sogar Autos fahren und als Pilotin Flugzeuge fliegen dürfen. Und das die nach strengen Regeln lebenden Einheimischen die meisten der sich peinlich daneben benehmenden Touristen trotzdem nicht gleich auspeitschen oder um eine Kopflänge einkürzen, was ich in manchen Fällen allerdings echt schade finde.
Mein Beitrag überlebte keine zwei Stunden auf Nuhrs Facebook-Seite. Er hat ihm wohl nicht gefallen. Ganz schön intolerant.

Und wieder versagt die DHL

Der DHL-Zusteller hat es schon wieder getan. Er hat einfach nicht geklingelt und die Sendung nach oben gebracht, obwohl ich zu Hause war. Gestern genauso wie heute. Nun muß ich morgen also in die Filiale und das Päckchen abholen, auf das ich schon drei Tage warte. Und wenn ich ganz großes Pech habe, wird es, wie in meinem oben verlinkten Beitrag dann schon wieder als unzustellbar an den Absender unterwegs sein. Heute habe ich mal auf der DHL-Facebookseite meinem Ärger luftgemacht. Unglaublich, wieviele Kunden dasselbe Problem haben. Es scheint so, als wäre das gängige Praxis, und niemand tut etwas dagegen. Denn die verantwortlichen Fahrer sind eindeutig zu identifizieren, anhand von Datum und Bezirksnummer: 22.10.2014, 13:19h; Bezirk 0158. Ich bin natürlich sofort in meine Schuhe gesprungen und durch die Gegend gehetzt, habe sogar ein paar Fahrer getroffen, angeblich waren die aber alle nicht für meine Straße zuständig. Einer der von mir interviewten Zusteller kannte den Kollegen und meinte noch, der sei dafür bekannt, daß er nicht klingelt.
Eigentlich dürften solche Probleme nicht allzu lange auftreten, wenn die Verantwortlichen bei DHL so ein Fehlverhalten konsequent verfolgen würden. In meinen Augen ist das eine Form von Arbeitsverweigerung und Sabotage zulasten des Arbeitgebers. Denn der Ruf der DHL ist mittlerweile für mich und sicher auch viele andere mittlerweile so schlecht, daß ich selbst nur noch mit Hermes oder UPS versende, denn von denen kenne ich solche Probleme überhaupt nicht. Und ich werde nun auch den Absender kontaktieren und ihn über diesen Fall informieren. Das kann echt nicht sein, daß Kunden so betrogen werden. Denn die Leistung, für welche die DHL bezahlt wird, beinhaltet den Versand von A nach B, und nicht nach C – der Postfiliale. Vielleicht sollte es mal eine Sammelklage geben, denn es wird Zeit, daß die Verantwortlichen durchgreifen und solche renitenten Fahrer aus dem Unternehmen entfernen. Viel Erfolg dabei!
Und für mich viel Glück, morgen in der Filiale …
Ach so, noch was: Mein Telefonanschluß sollte heute eigentlich umgestellt werden, zwischen 8 und 16 Uhr. Nun ist es schon fast halb Sechs, die alte Telefonverbindung ist deaktiviert und die neue noch nicht aktiviert. Ein Anruf per Handy beim Kundenservice machte die düstere Vorahnung zur Gewissheit – die Deutsche Telekom ist für die Umschaltung verantwortlich. Auch so eine staatliche Drecksfirma wie die Deutsche Post, der man wohl erst mit rabiateren Methoden auf den Pelz rücken muß, damit sie sich bewegt. Immerhin, das Internet geht glücklicherweise noch, somit bekomme ich wenigstens keine Entzugserscheinungen.