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Golfilinchen treibt Schabernack

Mein Golfilinchen hat zur Zeit leider ein wenig Mundgeruch. Es gibt zwei „einzig wahre“ Religionen, wie man eine Klimaanlage im Auto zu betreiben hat: Die Immer-an-Jünger predigen, man solle die Klimaanlage immer an lassen, und die Klimatus-Interruptus-Jünger behaupten, man solle die Klimaanlage immer fünf Kilometer vor dem Ziel abschalten, damit der Fahrtwind die restliche Feuchtigkeit trocknen kann und sich so kein Nährboden für geruchsbildende Bakterien und Schimmel bildet. Ich habe gegen beide religiösen Strömungen verstoßen, indem ich die Anlage ein- und ausschaltete, wie ich gerade Lust hatte. Solch unkeuscher Frevel wurde vom allmächtigen Klimarat nun also mit üblen Gerüchen bestraft. Nach einigen erfurchtsvoll heruntergeleierten „Klimaunser“ und einer heidnischen Ozonbehandlung durch die ATU-Medizinmänner habe ich mich nun noch entschlossen, den Innenraumfilter zu wechseln, der böse Geister und Dämonen vom Betreten der allerheiligsten Hallen abhalten soll. Nach dem, für einen Autoidioten wie mich erstaunlich einfachen Wechsel steckte ich den Schlüssel ins Zündschloß, zündete die Zündung und drehte die Lüftung auf maximale Leistung, um an den Luftöffnungen eine Nase voll geweihter Luft zu schnuppern. Rechts und in der Mitte alles in Ordnung, ich steige aus, schließe die Tür, laufe ums Auto herum und … krieg die verdammte Tür nicht mehr auf! Das Golfilinchen hat mich einfach ausgesperrt. Also doch böse Geister?
Glücklicherweise war der Ersatzschlüssen keine 500 Kilometer weit entfernt, sondern nur 200 Meter. Puh!!! Das hätte auch echt schiefgehen können!
Böses Golfilinchen!
Böse!

Sunlion ist ein Gangster

Da hab ich doch soeben, schwer bewaffnet mit einem Angebot der Konkurrenz und einer Kündigungsandrohung, meinen Telefonanbieter um eine Flaterate, ein neues Modem und niedrigere Monatskosten für die nächsten zwei Jahre erpreßt! Ich bin ja so ein Schurke!

Riesenhände

Kurz bevor ich heute morgen erwachte, träumte ich von Sean Connery. Er war drei Meter groß und schüttelte mir die Hand. Seine Hände waren so riesig wie Suppenteller, kraftvoll und warm. Ich interpretierte diesen Traum sogleich als Weissagung eines Sieges der Befürworter der schottischen Unabhängigkeit. Aber nun, nach dem Einschalten des Computers, sieht es für die Ja-Sager eher düster aus. So wie auch für meine seherischen Fähigkeiten.
Die in meinen Augen beeindruckendste Voraussage traf übrigens Ende der Achziger, Anfang der Neunziger ein Wissenschaftler, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann, als er eine Zunahme von nationalstaatlichen Bestrebungen und gigantische Flüchtlingsströme aus Afrika, die gegen die europäischen Grenzen anrennen, orakelte. Er leitete dies aus der Geschichte ab, in der sich solche Tendenzen verstärken, wenn warme Klimaperioden auftreten. Wie recht er doch hatte …

Witzlose Polizeiaktion

Wenn die Polizei in den Medien groß und lautstark bekanntgäbe, daß am morgigen Donnerstag überall in der Stadt verstärkt nach Einbrechern Ausschau gehalten würde, was würden die Einbrecher wohl tun? Ihren Terminplan einhalten oder den großen Coup lieber auf Freitag verschieben?
Wenn die Polizei in den Medien groß und lautstark bekanntgibt, daß am morgigen Donnerstag überall in der Stadt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, was werden die Autofahrer wohl tun? Der Blitzmarathon, eine Aktion die genauso witzlos ist, wie große, von Steuergeldern bezahlte, teure Schilder an der Autobahn, auf denen ungeschickt auf die Gefahren des Rasens hingewiesen und um Rücksicht gebeten wird. Wenn Autofahrer nicht einmal Schilder ernstnehmen, die verpflichtend vorgeschriebene Regeln einfordern, warum sollten sie dann Schilder mit frommen Botschaften ernstnehmen?
Nein, mit Vernunft ist den Verrückten dieser Welt nicht beizukommen. Solange die Strafen in Deutschland so niedrig sind, daß Fahrzeugführer beim Anblick eines Sechzigerschildes anfangen zu rechnen, wieviel sie drüber sein dürfen, um noch mit einer geringen Geldstrafe davonzukommen, solange wird sich auch nichts ändern. Und solange werde ich mir auch weiterhin im Rückspiegel tobende Autofahrer anschauen müssen, weil ich auf einer Achzigerstrecke mit tempomatgeregelten 83 km/h (um die Tachoungenauigkeit auszugleichen) unterwegs bin. Und solange werde ich wohl auch weiterhin von LKW-Fahrern geblitzdingst werden.

Einer von drei Sternen

Hab gerade einen Star getroffen, im Supermarkt. Aber einen echten, der was kann, nicht so ’nen Möchtegernstar in Form eines It-Girls, das sich hochgepimpert hat oder einen sogenannten Schauspieler. Nee, es war Buzz Dee, einer der Musiker von Knorkator, eine echt lustige Truppe, oder auf ostdeutsch: Die Combo find‘ ick uast schau! Horch:

Kalk oder nicht Kalk – das ist hier die Frage.

Soeben sah ich im Fernsehen mal wieder die Werbung für Calgon, jenes chemische Wundermittel, welches das Verkalken der Waschmaschine mit anschließenden teuren Reparaturen verhindern soll, und von dem die meisten Fachleute abraten, weil sie davon ausgehen, daß heutige Waschmittel genügend kalkverhindernde Bestandteile enthalten. Wie kann man nun aber herausfinden, ob die eigene Maschine wirklich kalkfrei ist? Wie überprüft man diesen ominösen Heizstab, der von außen nicht zu sehen ist, der aber vom Kalk bedroht ist, wie der Auto­brems­schlauch vom Marder?
Nun, hier kommt die Lösung, so schnell und einfach, daß es fast schon genial ist: Nehmt eine Taschenlampe, stellt sie nach unten leuchtend in die Trommel und bewegt die Trommel zusammen mit der Lampe hin und her. Das, was da unter der Trommel so verschlungen versteckt durch die Löcher lugt, ist der Heizstab. Und wenn der glänzt, geht es ihm … nun ja – glänzend!