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Riesenhände

Kurz bevor ich heute morgen erwachte, träumte ich von Sean Connery. Er war drei Meter groß und schüttelte mir die Hand. Seine Hände waren so riesig wie Suppenteller, kraftvoll und warm. Ich interpretierte diesen Traum sogleich als Weissagung eines Sieges der Befürworter der schottischen Unabhängigkeit. Aber nun, nach dem Einschalten des Computers, sieht es für die Ja-Sager eher düster aus. So wie auch für meine seherischen Fähigkeiten.
Die in meinen Augen beeindruckendste Voraussage traf übrigens Ende der Achziger, Anfang der Neunziger ein Wissenschaftler, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann, als er eine Zunahme von nationalstaatlichen Bestrebungen und gigantische Flüchtlingsströme aus Afrika, die gegen die europäischen Grenzen anrennen, orakelte. Er leitete dies aus der Geschichte ab, in der sich solche Tendenzen verstärken, wenn warme Klimaperioden auftreten. Wie recht er doch hatte …

Witzlose Polizeiaktion

Wenn die Polizei in den Medien groß und lautstark bekanntgäbe, daß am morgigen Donnerstag überall in der Stadt verstärkt nach Einbrechern Ausschau gehalten würde, was würden die Einbrecher wohl tun? Ihren Terminplan einhalten oder den großen Coup lieber auf Freitag verschieben?
Wenn die Polizei in den Medien groß und lautstark bekanntgibt, daß am morgigen Donnerstag überall in der Stadt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, was werden die Autofahrer wohl tun? Der Blitzmarathon, eine Aktion die genauso witzlos ist, wie große, von Steuergeldern bezahlte, teure Schilder an der Autobahn, auf denen ungeschickt auf die Gefahren des Rasens hingewiesen und um Rücksicht gebeten wird. Wenn Autofahrer nicht einmal Schilder ernstnehmen, die verpflichtend vorgeschriebene Regeln einfordern, warum sollten sie dann Schilder mit frommen Botschaften ernstnehmen?
Nein, mit Vernunft ist den Verrückten dieser Welt nicht beizukommen. Solange die Strafen in Deutschland so niedrig sind, daß Fahrzeugführer beim Anblick eines Sechzigerschildes anfangen zu rechnen, wieviel sie drüber sein dürfen, um noch mit einer geringen Geldstrafe davonzukommen, solange wird sich auch nichts ändern. Und solange werde ich mir auch weiterhin im Rückspiegel tobende Autofahrer anschauen müssen, weil ich auf einer Achzigerstrecke mit tempomatgeregelten 83 km/h (um die Tachoungenauigkeit auszugleichen) unterwegs bin. Und solange werde ich wohl auch weiterhin von LKW-Fahrern geblitzdingst werden.

Einer von drei Sternen

Hab gerade einen Star getroffen, im Supermarkt. Aber einen echten, der was kann, nicht so ’nen Möchtegernstar in Form eines It-Girls, das sich hochgepimpert hat oder einen sogenannten Schauspieler. Nee, es war Buzz Dee, einer der Musiker von Knorkator, eine echt lustige Truppe, oder auf ostdeutsch: Die Combo find‘ ick uast schau! Horch:

Kalk oder nicht Kalk – das ist hier die Frage.

Soeben sah ich im Fernsehen mal wieder die Werbung für Calgon, jenes chemische Wundermittel, welches das Verkalken der Waschmaschine mit anschließenden teuren Reparaturen verhindern soll, und von dem die meisten Fachleute abraten, weil sie davon ausgehen, daß heutige Waschmittel genügend kalkverhindernde Bestandteile enthalten. Wie kann man nun aber herausfinden, ob die eigene Maschine wirklich kalkfrei ist? Wie überprüft man diesen ominösen Heizstab, der von außen nicht zu sehen ist, der aber vom Kalk bedroht ist, wie der Auto­brems­schlauch vom Marder?
Nun, hier kommt die Lösung, so schnell und einfach, daß es fast schon genial ist: Nehmt eine Taschenlampe, stellt sie nach unten leuchtend in die Trommel und bewegt die Trommel zusammen mit der Lampe hin und her. Das, was da unter der Trommel so verschlungen versteckt durch die Löcher lugt, ist der Heizstab. Und wenn der glänzt, geht es ihm … nun ja – glänzend!

9/11 unter die Lupe genommen

Morgen jährt sich der Anschlag auf das World Trade Center zum 13. Mal. Wer damals nicht live dabei war, so wie ich (am Fernseher) und/oder noch immer glaubt, es handelte sich um einen Angriff von Al Kaida und dem bösen Osama Bin Laden, der sollte sich hier mal den genauen Ablauf anschauen (unten in der Leseliste). Was geschah vor, während und nach dem Anschlag, minutiös aufgeschlüsselt und genau beobachtet. Ein äußerst aufschlußreicher Beitrag …

Meisterleistung

Fruchtfliegen sind erstaunlich leistungsfähige Wesen. Sie können innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Wegstrecke zurücklegen, die dem Hundertfachen ihrer eigenen Körpergröße entspricht. Jedenfalls gewinne ich den Eindruck, wenn ich versuche, sie mit einem blitzschnellen Händeklatschen in der Luft zu erwischen, wenn sie mich mal wieder mit ihrer penetranten Aufdringlichkeit nerven.

A Legendary Night

Manchmal, wenn man nicht mehr viel vom Tag erwartet, weil er kalt und grau und regnerisch ist, dann schafft er es im letzten Moment doch noch, zu überraschen. So auch gestern in Kühlungsborn: Nachdem ich schon gegen Mittag dort eintraf, um ein wenig die Sonne zu genießen und vom kalten Wetter enttäuscht wurde, entwickelte sich der Abend dann aber durch das Konzert meiner Lieblingsband zu einem unvergeßlichen Ereignis. Die Musiker waren gestern so gut drauf, daß es nur wenige Augenblicke dauerte, um die zunächst noch brav auf den Kurbänken sitzenden Menschen in eine brodelnde Partymenge zu verwandelt. Drei Zugaben waren nötig, um aus der Nummer wieder lebend rauszukommen. Und ich hatte das erste Mal überhaupt in meinem Leben eine Gänsehaut auf einem Konzert, nämlich beim Gitarrensolo von Hells Bells. Wenn man mit einer bestimmten Erwartungshaltung zu einem Konzert geht, weil man die Platten seiner Lieblingsband in- und auswendig kennt, und diese dann die Erwartungen erfüllt, indem sie eine makellose Performance hinlegt, nur mit dem Unterschied, daß die Darbietung im Vergleich zur CD durch die viel dynamischere Kraft eines Livekonzertes quasi einen massiven Angriff auf alle Sinne darstellt, dann ist das der Stoff, aus dem Teeniekreischen gemacht ist. Ich beließ es aber dabei, innerlich ein wenig ergriffen zu sein und fiel auch nicht in Ohnmacht.
Die besten Party finden aber eher immer im Backstagebereich statt, wo auch ich mich gestern wieder herumtreiben durfte, als ich ein bißchen beim Auf- und Abbauen half. Nur darf ich leider nichts darüber verraten, sonst ist es beim nächten Mal vorbei, mit dem Abhängen zusammen mit der Band.

Sanft klingendes Kunstwerk

Schon seit einigen Jahren höre ich abends ab zehn Uhr immer die Klassiklounge auf Klassikradio. Und von Anfang an gefiel mir die Auswahl von DJ Nartak immer etwas besser, als die Musik von DJ Jondal. Um abends runterzukommen und abzuschalten gibt es nichts Besseres. Und kürzlich kam mal wieder ein Titel, bei dem ich schon nach wenigen Sekunden wußte – das ist was ganz Besonderes! Also schnell das Handy rausgeholt und die Musikerkennung angeschmissen … nüscht! Es dauert immer ein paar Sekunden, bis diese blöde App in die Gänge kommt (früher war sie mal viel schneller), also schnell noch die zweite App gestartet … wieder nüscht. Der Titel wurde nicht erkannt. Nach einigen vergeblichen Recherchen im Internet und in Foren, entschloß ich mich dann doch, DJ Nartak direkt anzuschreiben. Während man heutzutage selbst von Freunden und Bekannten oftmals gar keine Antworten mehr bekommt, benötigte dieser nette Mensch nur ein paar Minuten, um mir zurückzuschreiben und die gewünschte Information zu verraten. Ich hatte mich in der Titelliste auf seiner Webseite nur um eine Stunde vertan. Damit Ihr nun auch was davon habt, hier das sanft klingende Kunstwerk, dessen Suche nun erfolgreich war: